Eine junge bosnische Ehe gerät in die Krise, als der Mann in den Bann islamistischer Kreise gerät. Jasmila Zbanics Film „Zwischen uns das Paradies“ ist ein Plädoyer für religiöse Toleranz und die Kraft der Liebe.
Nicht gerade Shakespeare-Niveau: In Gary Winicks Film „Briefe an Julia“ schwelgt Hollywood mal wieder ganz in Italien-Sehnsucht. Doch diese Süßspeise wird immerhin mit einem ironischen Augenzwinkern serviert.
Ein Trio ungleicher Freunde hilft sich über seine Existenzängste hinweg. Dietrich Brüggemann gelingt mit „Renn, wenn du kannst“ eine beschwingte, inspirierende Dreiecksgeschichte mit treffsicheren Dialogen.
Ein Videoverkäufer gerät in die Kämpfe der Unterwelt: Jean-Pierre Jeunet, bekannt durch „Delicatessen“ oder „Amélie“, gelingt mit „Micmacs – Uns gehört Paris“ ein surrealer Sommerfilm voller phantastischer Einfälle.
Robin Wright Penn spielt in Rebecca Millers Ehedramolett eine Frau in den mittleren Jahren. Die fürsorgliche Verlegergattin hat ihr Rollenspiel satt. Ein amüsantes Plädoyer für den Neuanfang.
Ein Belfaster Katholik trifft in einer Talkshow auf den Bruder seines Mörders. Regisseur Oliver Hirschbiegel wirbt in „Five Minutes of Heaven“ für Verständigung – Racheverzicht aus purem Eigennutz.
In Oren Movermans Debütfilm „The Messenger“ muss ein US-Sergeant als „Engel des Todes“ den Angehörigen gefallener Soldaten die Todesnachricht übermitteln. An diesem harten Job zerbricht er.
Trappistenmönche wagen den Brückenschlag zum Islam. Ansonsten aber zeigt sich das 63. Filmfestival eher klischeehaft. Die Spekulanten sind die neuen Kinobösewichter in der globalisierten Horrorwelt.