Der Weimarer Poet Wulf Kirsten hat eine großartige Anthologie deutscher Dichtung zusammengestellt. Sie wird Literaturgeschichte schreiben. Erstaunliche Entdeckungen sind hier selbst für versierte Lyrikkundige zu machen.
Der exzentrische Brite feierte als junger Autor mit seinen Dichterfreunden berauschende Feste. Ein autobiografischer Roman über seine Studentenzeit wurde jetzt neu übersetzt.
Norbert Gstrein attackiert in „Die ganze Wahrheit“ Suhrkamp-Chefin Ulla Berkéwicz. Doch sein neues Buch bedient keinen bloßen Szeneklatsch. Dafür ist es zu intelligent konstruiert.
Karl Emil Franzos betrieb mit seinem 1893 vollendeten Buch „Der Pojaz“ die Annäherung zwischen Juden und Deutschen in Galizien. Diese sensationelle literarische Neuentdeckung ist einzigartiges Zeugnis einer untergegangenen Welt.
Sein endgültiger musikalischer Schlussakkord erklang am 18. Dezember 2008 in Wien. Dafür hat der „Philosoph am Klavier“ nun einen neuen Band mit literarischen Texten und Interviews veröffentlicht.
Mira Magén gehört zu den profiliertesten Schriftstellerinnen der israelischen Gegenwartsliteratur. Mit „Die Zeit wird es zeigen“ hat sie ein kitschfreies Werk über kindliche Schuld und Verantwortung geschrieben.
Fast alle Helden des Bestsellerautors Bernhard Schlink sind in Selbsttäuschungen verstrickt. Auch in seinem neuen Buch „Sommerlügen“ erweist sich der Schriftsteller als Wahrheitssucher.
Sprachkultur:Republik der Radebrecher
Die Übermacht der Bilder befördert den Niedergang der Wörter. Literaturhistoriker Wolfgang Frühwald hat den Wandel seit 40 Jahren untersucht und seine Aufsätze nun in einem Band publiziert.
Der Trickbetrüger Luer Meyer musste 1855 als Resoziali- sierungsmaßnahme im Zuchthaus seinen Werdegang niederschreiben. Heike Talkenberger kommentiert die Aufzeichnungen als spannendes soziales Zeitdokument.
Portugals berühmtester Autor verstarb im Juni mit 87 Jahren. Das letzte Buch des Nobelpreisträgers beschreibt die abenteuerliche Reise eines Dickhäuters aus dem 16. Jahrhundert als historische Parabel.
Michael Lentz’ neuer Gedichtband „Offene Unruh“ überzeugt als lebenspralles Plädoyer für die Liebe. Schriftsteller Artur Becker findet seinen Kollegen ungewöhnlich erzählfreudig, oft sehr nah am Erzählton der Beatniks.
Dass sich die Band indischen Gurus zuwandte, auch im Christentum ihr Heil suchte, ist bekannt. Steve und Michael Baurs Band wirft einen „philosophischen Blick auf das Werk der Beatles“ und fördert Erstaunliches zutage.
Der Düsseldorfer Autor Dieter Forte schuf mit der „Tetralogie der Erinnerung“ sein Opus Magnum. Zum 75. Geburtstag erscheint das Meisterwerk als vierbändige Buchkassette.
Als Grande Dame der österreichischen Lyrik probt sie den Aufstand gegen das Ableben. Ihrem körperlichen Verfall hat sie eine meisterliche poetische Fallstudie abgerungen.