Im 19. Jahrhundert prägte der Rabbiner Chatam Sofer das jüdische Leben in der slowakischen Hauptstadt. Während heute die Orthodoxen sich abschotten wollen, möchten die Liberalen ihre Gemeinschaft stärker nach außen öffnen.
In Kitzbühel wird der Sänger als Heilsbringer der Volksmusik verehrt. Seine Bergwanderungen mit Anhängern auf den Hahnenkamm sind eine Mischung aus Love-Parade und Jakobsweg. Annäherung an ein Phänomen.
Das Ocean House in Watch Hill, Rhode Island, war eines der schönsten Resorthotels in Neuengland. Nun ist die einstige Herberge von Frank Sinatra, Clark Gable und Albert Einstein in neuem Glanz wiedererstanden.
Das Auswahlverfahren an Musikhochschulen ist anspruchs- voll, Engagements sind auch an kleinen Häusern hart umkämpft. Harsche Kritik darf keinen entmutigen, doch die Zeit der großen Opfer für die Kunst ist vorbei.
Bodvalenke an der Grenze zur Slowakei ist eines der ärmsten Dörfer des Landes. Die Einwohner, hauptsächlich Roma, haben weder Arbeit noch Hoffnung. Ein Kunstprojekt soll die Tristesse aufhellen.
Mozartfreie Kugel: Die Festspielmetropole möchte nicht nur verspielte Musikkulisse sein. Kühne Architektur und gewagte Kunstobjekte verändern das Stadtbild. Die Touristen freut’s mehr als die Bewohner.
Die Esma in Buenos Aires war eines der größten Folterzentren während der Militärdiktatur, die Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen sind noch nicht abgeschlossen. Nun kehren die Überlebenden aufs Gelände zurück und erzählen Besuchern ihre Geschichte.
Der Autor von „Doktor Schiwago“ machte das Dorf Peredelkino vor den Toren Moskaus berühmt. Nun ist die Künstlerkolonie in Gefahr. Oligarchen brauchen den Platz für ihre Hochsicherheitsvillen.
Vor 100 Jahren wurde die Deutsche Akademie in Rom gegründet. Autoren, Maler, Komponisten, Bildhauer und Architekten werden eingeladen, zwischen Pinien und Zitronenbäumen zu arbeiten. Ein Rundgang.
Vor 50 Jahren entließ das Königreich den Kongo in die Unabhängigkeit. In Brüssel erinnert viel an die Pracht und fast nichts an den Schrecken, die Regierung tut sich mit einem Schuldbekenntnis schwer.
In Südniedersachsen gibt es schon jetzt die Probleme, die andere Dörfer in 10 Jahren haben werden: kaum Kinder, viele Alte, keine Geschäfte. Engagierte Bürger kämpfen gegen den Leerstand – auch der schönen Häuser wegen.