
Was hat Deutschland mit den Mohnfeldern am Hindukusch zu tun? Sehr viel.
Mit den Erträgen aus dem Rauschgiftgeschäft finanzieren die Aufständischen ihre Angriffe auf Soldaten, die das Land stabilisieren sollen – die Bundeswehr eingeschlossen. Auch das Heroin hierzulande stammt zu hundert Prozent aus afghanischer Produktion. Gemäß dem neuen Drogenbericht der Bundesregierung sind 200 000 Menschen in Deutschland von Opiaten abhängig. Während sich Berlin nicht zu einem härteren Vorgehen gegen die Rauschgiftmafia in Afghanistan durchringen kann, helfen deutsche Entwicklungsorganisationen Bauern dabei, Alternativen zum Opiumanbau zu finden.
Diese Arbeit wollen wir unterstützen und bitten um Spenden für zwei Projekte der Welthungerhilfe in Nangarhar. Diese südöstliche Provinz am Khyber-Pass nach Pakistan ist für die Stabilität Afghanistans besonders wichtig.
Das erste Projekt hat schon mehr als 400 kleinbäuerlichen Familien geholfen, vom Schlafmohn auf Rosen umzusteigen. Aus den Blütenblättern wird hochwertiges Rosenöl gewonnen, eines der wenigen Erzeugnisse, das mit den Opiumpreisen konkurrieren kann.
Das zweite Projekt ist ein Gemeindeentwicklungsprogramm für bislang 1900 Haushalte. Es unterstützt Selbsthilfegruppen in Dörfern mit Alphabetisierungs- und Ausbildungskursen, Gesundheitsvorsorge und Mikrokrediten.
Spenden Sie online:
Alle Spenden sind für die hier vorgestellten Projekte der Welthungerhilfe in Nangarhar bestimmt. Sollte die Sicherheitslage es notwendig machen, die Projekte zu unterbrechen oder gar abzubrechen, werden die Spenden für ähnliche Wiederaufbauprojekte der Welthungerhilfe in anderen Provinzen Afghanistans verwendet.
Beiträge zum Thema
| Afghanistan: Abstand zu Amerika
Barack Obama schickt 30 000 Soldaten zusätzlich an den Hindukusch. Doch die Paschtunen bleiben skeptisch, berichtet Norbert Burger, der das Projekt „Rosen für Nangarhar“ von der Welthungerhilfe leitet.
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Norbert Burger: Brief aus Nangarhar
seit unserem letzten Bericht aus dem Rosenprojekt in Nangarhar hat sich viel getan. Wir haben insgesamt 70.000 neue Rosensetzlinge angezüchtet und gesetzt. Und wir konnten in den letzten Monaten 135 weitere Bauern für das Projekt gewinnen und die Anbaufläche für Rosen auf 80 ha ausweiten.
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| Sven Werner: Brief aus Afgahnistan
auch im Gemeindeentwicklungsprojekt ist im letzten halben Jahr viel passiert. Trotz teilweise verschlechterter Sicherheitsbedingungen konnten wir die Projektarbeit fortführen. Was wurde seit April 2009 getan?
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Afghanistan: Vernetzte Sicherheit, getrennte Akteure
Wann immer über die Strategie in Afghanistan geredet wird, darf der Begriff nicht fehlen: „comprehensive security“. Eine RM-Debatte kam zu einer ernüchternden Einschätzung der propagierten Erfolgsformel von Obama.
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Afghanistan: Taliban müssen draußen bleiben
Lokhai, ein Dorf an der Grenze zu Pakistan: Früher waren die Familien miteinander verfeindet. Heute beraten Männer und Frauen in Selbsthilfegruppen über ihre Zukunft. Eine stille Revolution – dank Entwicklungshilfe.
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Die Mohnfelder blühen wieder – von den Erträgen finanzieren die Taliban ihren Widerstand. Ideologisch stehen sich die Rauschgiftmafia und die bewaffneten Islamisten fern, aber sie arbeiten Hand in Hand.
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Pilotprojekt: Rosen für Nangarhar
Drei Viertel des Heroins auf dem Weltmarkt stammen vom Hindukusch. Schluss damit!, sagt die Deutsche Welthungerhilfe und bietet den Bauern eine Alternative an. Report von Thomas Gutschker aus dem Jahre 2005.
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