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Anschnallen im Auto ist ein Muss. Doch Eltern können einiges falsch machen, wenn sie ihr Kind für die Fahrt sichern.

ADAC gibt Eltern Ratschläge

Nach tödlichem Unfall: So schnallen Sie Ihr Kind richtig an

9484 Kinder verunglückten 2014 in Deutschland, weil sie im Auto nicht richtig gesichert waren. Zuletzt passierte ein tragischer Unfall bei Dachau, bei dem ein dreijähriges Mädchen starb. Darauf müssen Eltern achten, wenn sie mit ihren Kindern unterwegs sind.

Die goldene Regel beim Autofahren, die sich jeder merken sollte, lautet: „Anschnallen ist das A und O.“ Andreas Ratzek ist Sicherheitsexperte beim ADAC und nennt eine beunruhigende Zahl. 59 Prozent der Autofahrer fahren mit ihren Kindern im Auto, ohne sie korrekt zu sichern. 

Ein dreijähriges Mädchen verlor bei dem Unfall ihr Leben.

Ein tragischer Unfall, der sich am Donnerstag bei Dachau ereignet hat, zeigt, wie wichtig die Sicherungspflicht im Auto ist. Eine Dreijährige saß auf dem Schoß der Mutter und wurde aus dem Auto geschleudert, als der Fahrer von der Straße abkam. 

Doch wie sichern Eltern ihr Kind richtig für die Autofahrt? Kinder, die unter zwölf Jahre alt oder kleiner als 1,50 Meter sind, müssen in einem Kindersitz sitzen. Das ist gesetzlich geregelt. Beim Kauf ist zu beachten, wie groß und schwer das Kind ist.

Eltern müssen Gurt jedes Mal straff ziehen

Für Neugeborene gibt es Babyschalen. „Sie werden immer entgegen der Fahrtrichtung verwendet“, sagt Andreas Ratzek vom ADAC. Babyschalen haben integrierte Gurte. „Dabei ist wichtig, dass die Eltern sie jedes Mal wieder straff ziehen, damit sie eng am Körper des Kindes liegen.“ Außerdem sind die Gurte höhenverstellbar und sollten dem Wachstum des Kindes entsprechend auf Schulterhöhe angepasst werden.

Das gilt auch für die Kindersitze der älteren Kinder. Sie werden meist so ins Auto gestellt, dass das Kind in Fahrtrichtung blickt. „Eltern sollten sich immer die Anleitung des Sitzes anschauen“, rät der Experte. Die Eltern müssen dem Kind nach vorne genügend Platz geben, also den Vordersitz weit nach vorne stellen. „Bei einem Unfall wird der Kopf des Kindes nach vorne geschleudert“, erklärt Ratzek.

Der Fahrer ist fürs Anschnallen zuständig

Umgekehrt sollte der Vordersitz weit nach hinten gestellt werden, wenn das Kind als Beifahrer mitfährt. „Bei rückwärtsgerichteten Sitzen muss man den Airbag ausschalten.“ Zum Abschluss fügt Andreas Ratzek der goldenen Regel des Anschnallens noch einen entscheidenden Hinweis zu, den sicher viele nicht kennen: Der Gurt gehört nah an den Körper, besonders an der Hüfte. Wer ihn anlegt, sollte die Jacke also zumindest etwas nach oben schieben und den Gurt darunter platzieren.

Übrigens ist der Fahrer dafür verantwortlich, dass alle Mitfahrer - egal ob Kinder oder Erwachsene - korrekt angeschnallt sind. Andernfalls droht ihm ein Bußgeld bis zu 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. „Wenn etwas passiert, kann man auch eine Anzeige wegen fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung bekommen“, sagt Ratzek. Und auch der Fahrer selbst sollte hinter dem Steuer einiges beachten:

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