Der neue Porsche Panamera kostet mindestens 113 027 Euro. Foto: Porsche/Daniel Wollstein
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Der neue Porsche Panamera kostet mindestens 113 027 Euro.
Porsche will beim Panamera mit der typischen Sportlichkeit und neuer Elektronik punkten. Foto: Porsche/Daniel Wollstein
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Porsche will beim Panamera mit der typischen Sportlichkeit und neuer Elektronik punkten.
Das Porsche Advanced Cockpit ist überzeugend. Foto: Porsche/Manuel Hollenbach
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Das Porsche Advanced Cockpit ist überzeugend.
So viel Elektronik ist neu für Porsche-Fahrer. Foto: Porsche/Manuel Hollenbach
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So viel Elektronik ist neu für Porsche-Fahrer.
Die Sessel sind eher eng und tief geschnitten. Foto: Porsche/Manuel Hollenbach
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Die Sessel sind eher eng und tief geschnitten.
Die Linien beim Panamera sind scharf geschnitten. Foto: Porsche/Daniel Wollstein
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Die Linien beim Panamera sind scharf geschnitten.

Zweite Generation

Bits, Bytes und Bizeps: der Porsche Panamera Turbo

Schöner, schneller, schlauer - so bringt Porsche jetzt die zweite Generation des Panamera in den Handel und will damit endgültig beweisen, dass Luxuslimousinen auch sportlich und Sportwagen auch luxuriös sein können.

Luxuriöse Limousinen aus Stuttgart müssen nicht zwingend einen Stern tragen. Das zumindest ist die Botschaft, mit der sich Porsche seit 2009 mit dem Panamera um einen Platz in der Oberklasse bemüht.

Im November geht zu Preisen ab zunächst 113 027 Euro die zweite Generation an den Start und will Mercedes S-Klasse, Audi A8 und BMW 7er das Leben noch ein bisschen schwerer machen.

Elektronik statt Emotionen

Dabei setzen die Schwaben nicht nur auf ihre typische Sportlichkeit, sondern vor allem wollen sie mit neuer Elektronik punkten. Das Highlight ist deshalb das Porsche Advanced Cockpit, das weitgehend virtuelle Instrumente, einen schier endlos breiten Touchscreen und eine Mittelkonsole mit feinfühligen Sensorfeldern kombiniert.

Diesseits von Tesla bietet kein anderer Hersteller so ein faszinierendes Bediensystem. Und weil Porsche das Cockpit in klein auch zwischen den Fondsitzen einbaut, haben sogar die Hinterbänkler etwas von der digitalen Revolution.

Wenn der Motor läuft, ist der Panamera ein typischer Porsche

So viel Elektronik ist neu für Porsche-Fahrer. Zumal der Bordrechner auch viele neue Assistenzfunktionen bietet und mit Hilfe der Navigation sogar drei Kilometer vorausschaut und entsprechende Fahr- und Sparhinweise gibt. Doch wenn der Motor läuft und man in den Sportmodus wechselt, dann fühlt sich der Panamera wieder vertraut an.

Man sitzt in enger geschnittenen Sesseln tiefer auf der Straße als in anderen Luxuslimousinen. Zudem hat man das Auto buchstäblich besser im Griff und erlebt einen ambitionierteren Auftritt. Denn dank Allradantrieb und sportlicher Abstimmung fühlt sich der Panamera mit einem schweren Gasfuß plötzlich gar nicht mehr nach fünf Metern und zwei Tonnen an.

Turbo-Power für alle

Der neue V8-Turbo ist mit vier Litern Hubraum, 404 kW/550 PS und bis zu 770 Nm der stärkste Motor in der Startaufstellung, sprintet im besten Fall in 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht bis zu 306 km/h.

Daneben gibt es einen ebenfalls neuen und mit Turbos beatmeten V6-Benziner mit 324 kW/440 PS und einen V8-Turbo-Diesel mit 310 kW/422 PS. Er ist mit 285 km/h Spitze der schnellste Serien-Selbstzünder und mit einem Normverbrauch von 6,7 Litern (CO2-Ausstoß 176 g/km) fürs Erste zugleich der sparsamste Panamera. Damit liegt er 2,6 Liter unter dem Turbo.

Der Buckelwal ist abgetaucht

Während der Panamera mit vielen Bits und Bytes und einem kräftigen Bizeps durchaus überzeugen kann, tun sich die Schaben in der Beauty-Wertung noch immer schwer: Der Walfischbuckel ist bei der zweiten Generation verschwunden, das Dach ist flacher, der Radstand länger, die Proportionen sind knackiger und die Linien sind schärfer und insgesamt rückt das Auto näher an den 911 heran.

Der Praktiker in der Oberklasse

Egal ob schön oder schräg - der Panamera ist für eine Luxuslimousine auf jeden Fall ungewöhnlich praktisch. Zwar bietet er im Fond nur zwei Sitze, die dank des größeren Radstands etwas bequemer sind als früher. Doch weil die Heckklappe bis ins Dach reicht und man die Rückbank umlegen kann, lässt sich der Kofferraum von 495 auf bis zu 1304 Liter erweitern.

Stolze Preise

Auch in der zweiten Generation mögen manche Fans mit der Idee einer Limousine aus Zuffenhausen noch fremdeln. Doch spätestens beim Blick auf die Preistabelle entpuppt sich der Panamera als typischer Porsche und zugleich als Luxuslimousine üblicher Machart. Denn selbst wenn weitere Varianten den Grundpreis mittelfristig noch unter 100 000 Euro drücken werden, lässt sich Porsche Leistung und Luxus teuer bezahlen. Die Liste der Serienausstattung ist eher kurz und die der Extras ziemlich lang. Man zahlt schnell 30 bis 50 Prozent mehr als gedacht.

Fazit: Den Spagat weiter gespreizt

Er sieht mehr nach Elfer aus und fühlt sich mehr nach Porsche an. Und trotzdem ist der neue Panamera luxuriöser als zuvor und übernimmt jetzt sogar auf der Datenautobahn die Führung. Damit haben die Schwaben den Spagat weiter gespreizt, sich ihrer Stammkundschaft wieder genähert und sich zugleich zur Konkurrenz geöffnet.

Datenblatt: Porsche Panamera Turbo

Motor und Antrieb

V8-Biturbo-Benzindirekteinspritzer

Hubraum:

3996 ccm

Max. Leistung:

404 kW/550 PS bei 5750 - 6000 U/min

Max. Drehmoment:

770 Nm bei 1960 - 4500 U/min

Antrieb:

Allradantrieb

Getriebe:

8-Gang-Doppelkupplung

Maße und Gewichte

Länge:

5,05 m

Breite:

1,94 m

Höhe:

1,43 m

Radstand:

2,95 m

Leergewicht:

1995 kg

Zuladung:

590 kg

Kofferraumvolumen:

495-1304 Liter

Fahrdaten

Höchstgeschwindigkeit:

306 km/h

Beschleunigung 0-100 km/h:

3,6 s

Durchschnittsverbrauch:

9,3 Liter/100 km

Reichweite:

970 km

CO2-Emission:

212 g/km

Kraftstoff:

Super

Schadstoffklasse:

EU6

Energieeffizienzklasse:

D

Kosten

Basispreis Porsche Panamera:

113 027 Euro

Grundpreis des Porsche Panamera Turbo:

153 011 Euro

Typklassen:

k.A.

Kfz-Steuer:

314 Euro/Jahr

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

dpa-infocom

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