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Schnee und Eis sorgt oft für Probleme

Tückischer Winter

Glatteisunfall: Wer zahlt, wenn's kracht?

München - Eis und Schnee setzen den Autofahrern im Winter ganz schön zu. Wenn's trotz aller Vorsicht bei Glatteis kracht, sollte man sich auf einiges gefasst machen.

Spiegelglatte Straße, und das hintere Auto kann nicht mehr rechtzeitig bremsen -  eine typische Unfallsituation im Winter, die wohl kaum eine Verschuldensfrage offen lässt, denkt man. Doch wer in einen Unfall bei Glätte verwickelt ist, haftet beinahe immer mit. Denn Glatteisunfälle ohne Mitschuld gibt es selten.

Wer einen Unfall nicht selbst auslöst, sondern zum Beispiel in ein vor ihm ins Schleudern geratenes Fahrzeug hineinfährt, muss sich wegen anzulastender Teilschuld wenigstens an der Schadensregulierung mit beteiligen. Das Oberlandesgericht Nürnberg hat laut Auto Club Europa (ACE) in einem solchen Fall (AZ: 8 U 494/92) entschieden, man müsse sich auf spiegelglatter Straße auch auf die naheliegende Möglichkeit einstellen, dass ein vorausfahrender Kraftfahrer bereits durch einen geringen Fahrfehler die Herrschaft über sein Fahrzeug verliert. Außerordentliche Umstände, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung kurz und knapp, erfordern eben außerordentliche Vorsicht.

Deshalb: Ein Viertel Mithaftung geht auf das Konto des Lenkers, der mit seinem Auto aufgefahren ist. Bei der Haftung für die Unfallfolgen hat grundsätzlich derjenige den sogenannten Anscheinsbeweis gegen sich, der auf glatter Fahrbahn ins Schleudern kommt. Er muss also seinerseits beweisen, dass ihm unter den gegebenen Umständen kein Schuldvorwurf gemacht werden kann (BGH, VI ZR 18/76).

Bei entsprechenden Witterungsbedingungen, insbesondere bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und bei Nässe auf der Fahrbahn, müssen sich alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf Eisglätte einstellen. Auch auf erfahrungsgemäß glatteisgefährdeten Straßenabschnitten - zum Beispiel Waldstrecken und Brücken – sollte von vornherein nur mit stark gedrosseltem Tempo gefahren werden.

ml

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