Smart im Oytal ausgebrannt
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Von dem Smart ist nur noch das Skelett übrig.

Wrack stand verlassen im Oytal

Ausgebranntes Auto in den Alpen: Fahrer offenbar gefunden!

Oberstdorf - Ein ausgebrannter Wagen mitten im Oytal stellte die Polizei am Montag vor ein Rätsel. Nun konnte der Fahrer des Smarts offenbar ermittelt werden.

Update vom 12. November 2015: Am Donnerstag wurde der ausgebrannte Smart geborgen. Mit geländegängigen Fahrzeugen wurden die Überreste des Wagens aus dem Oytal bei Oberstdorf abtransportiert.

Zudem gab die Polizei bekannt, dass der offenbar psychisch kranke Besitzer des Smarts das Auto selbst angezündet hat.

Update vom 11. November 2015: Der Fahrer des ausgebrannten Smarts in den Allgäuer Alpen ist ermittelt. Nun soll der Wagen aus dem Oytal geborgen werden - kein einfacher Einsatz.

Ein ausgebranntes Auto ist nichts ungewöhnliches. Dass es allerdings mitten in einem Flussbett der Allgäuer Alpen steht, auf einer Höhe von 1400 Metern, kommt eher selten vor und sorgte am Montag vor Wirbel. Nun ist der Fahrer des Wagens offenbar ermittelt.

Wie die tzerfuhr, soll es am Freitag einen Einsatz der Bergwacht Oberstdorf nahe der Fundstelle des ausgebrannten Wracks gegeben haben. Dabei sei ein verletzter Mann ausgeflogen worden, bei dem es sich offenbar um den Fahrer des Smarts handeln soll. Der Vorbesitzer des Autos hatte seinen früheren Wagen identifiziert und konnte Hinweise auf den aktuellen Fahrzeughalter geben: einen 30 Jahre alten Unterallgäuer.

Ausgebrannter Smart im Oytal: Wirt ratlos

Andreas Knisel, Wirt der Jungviehalpe nahe der Fundstelle des abgebrannten Wracks, hat so etwas noch nicht erlebt. "Es gibt eine Straße, die zu der Alpe führt", erzählte er der tz. Doch diese sei eigentlich nicht für den öffentlichen Verkehr bestimmt. Dennoch würden sich immer wieder Autos zu der Käseralpe verirren. Die offizielle Erklärung: das Navi der Autofahrer habe sie fehlgeleitet. Doch oft sei es vermutlich einfach Faulheit, die die Menschen zu ihm hinauf fahren ließe.

Knisel selbst hat von dem Brand nichts mitbekommen, denn die Alpe ist seit Ende Oktober geschlossen. "Aber ich habe die Fahrspuren gesehen", erzählt er und ergänzt: "Es gibt keinerlei Erklärung dafür, warum der Lenker hier hoch gefahren sein könnte." Seine Alpe jedenfalls war nicht zwingend das Ziel, denn an der Hütte gibt es keinerlei Einbruchspuren.

Ausgebrannter Smart im Oytal: Polizei steht vor Rätsel

Für die Polizei war der Fall im Laufe des Montags immer mysteriöser geworden. Denn: Nachdem das Wrack am Sonntagabend im Oytal von einem Wanderer gefunden worden war, konnten die Ermittler die stark in Mitleidenschaft gezogenen Kennzeichen rekonstruieren - und das Ergebnis machte den Fall nicht einfacher.

Die Kennzeichen nämlich wurden ursprünglich nicht für den Smart angefertigt - sondern für einen VW Golf. "Die Kennzeichen wurden Anfang November einem Wagen in Ulm entwendet", bestätigte ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West unserem Onlineportal am Dienstagvormittag. Das Auto hatte auf einem Parkplatz gestanden, als der oder die Diebe zuschlugen. 

Was den Fahrer dazu trieb, in die Alpen zu fahren, ist noch nicht bekannt. "Wir reden hier von einem 1400 Meter hohen Gebirge", veranschaulichte der Pressesprecher noch mal. "Natürlich ist es möglich, dort hoch zu fahren. Aber die letzten 200, 300 Meter sind dafür nicht geeignet." Wodurch das Auto in Flammen aufging, ist noch ein Rätsel, das die Beamten lösen müssen. "Ob es vorsätzlich in Brand gesteckt wurde oder ob es ein technischer Defekt infolge des unwegsamen Geländes war, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht."

Hier wurde der Smart gefunden

mes, vp

Volker Pfau

Volker Pfau

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Merja Schubert

Merja Schubert

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