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Viel Verkehr in Bayern

Stau und Unwetter auf dem Weg in den Urlaub

München - Nirgendwo in der Bundesrepublik hat es am ersten Wochenende in den Sommerferien mehr Stau gegeben als im Freistaat.

Auf dem Weg in den Süden mussten die Urlauber am ersten Sommerferien-Wochenende in Bayern viel Geduld beweisen. Im Freistaat gab es insgesamt rund 120 Kilometer Stau auf den Autobahnen. Denn nicht nur im Freistaat hatten die Schulferien begonnen, sondern auch in Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Als sich der Verkehr endlich beruhigte, hatten die Autofahrer mit Starkregen zu kämpfen.

Schon auf der Autobahn 9 zwischen Nürnberg und München stauten sich die Fahrzeuge am Samstag auf bis zu 20 Kilometern Länge. Auf der Ostumfahrung München ging es nur stockend weiter. Auf der Autobahn 8 von München in Richtung Salzburg standen die Autokolonnen schließlich zwischenzeitlich auf rund 35 Kilometern Länge. Auch auf der Brennerautobahn in Richtung Italien ging es viele Kilometer lang nur langsam voran.

Aber auch auf anderen Fernstraßen herrschte dichter Verkehr. Auf der Autobahn 3 Richtung Passau stockten die Autos in Höhe Regensburg auf rund 30 Kilometern. Auf der Autobahn 6 gab es bei Nürnberg nach einem Unfall zehn Kilometer Stau.

Aquaplaning und schlechte Sicht

Vom Nachmittag an lösten sich die Staus langsam auf. Dafür sorgten heftige Unwetter auf vielen Autobahnen für Aquaplaning und schlechte Sicht.

Auf der A8 zwischen Leipheim und Günzburg verursachten Autofahrer bei Starkregen gleich drei Unfälle. Zwölf Menschen wurden verletzt. Weil sie zu schnell fuhren, seien innerhalb weniger Minuten zwei Fahrzeuge verunglückt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Autobahn sei daraufhin gesperrt worden. In den dann entstehenden Stau sei ein weiterer Fahrer gerast und habe sechs Wagen ineinandergeschoben. Der Schaden beträgt rund 75 000 Euro.

Auf der A9 bei Hof kam das Auto eines 49-Jährigen von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Wildschutzzaun und überschlug sich anschließend mehrmals. Die drei Insassen konnten sich selbst aus dem Wrack befreien.

Am Sonntag lief es auf den Autobahnen dann relativ flüssig. Am Mittag gab es einen 15 Kilometer langen Stau auf der A3 von Deggendorf nach Regensburg sowie einen 13 Kilometer langen Stau auf der A9 von Ingolstadt nach München. Auch auf der A3 rund ums Kreuz Erlangen sowie auf der A8 bei Rosenheim war viel los. „Dafür, dass wir Ferienbeginn haben, hält sich das aber sehr in Grenzen. Ich hätte mehr erwartet“, sagte ein Sprecher des Verkehrslagezentrums.

dpa

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