Hoehlenrettung
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Polizeihubschrauber unterstützen die Retter bei ihrer Arbeit.

Drama am Untersberg

Höhlenforscher sendet Grüße an die Familie

Berchtesgaden - Der Rücktransport des verletzten Höhlenforschers läuft gut an: Die Retter haben den ersten Biwak erreicht und sind nun auf der „Langen Geraden“ unterwegs.

Nachricht des Forschers aus der Höhle: „Er fühlt sich in der Trage sehr wohl und sendet liebe Grüße an seine Familie“, sagte ein Sprecher der Bergwacht am Samstagmorgen. Inzwischen habe das Rettungsteam einen komplizierten Teil der Strecke geschafft.

Zu dieser Zeit hatte die Gruppe aus 14 Höhlenrettern, dem Verletzten Westhauser und einem Arzt aus München den ersten Teil der Strecke zurückgelegt. Um 4.00 Uhr morgens traf sie vor dem Biwak 5 ein und legte in „Barbarossas Thronsaal“ eine längere Ruhepause ein.

Am späten Vormittag hätten italienische Rettungskräfte das Team abgelöst und den Transport fortgesetzt, berichtete ein Sprecher der Bergwacht am Samstagnachmittag mit. Vor ihnen liegt nun die „Lange Gerade“, eine Strecke, die zwar nicht leichter, aber „entspannter“ zu bewältigen sein soll. Die Strecke führt kilometerweit nahezu waagrecht durch den Berg. An ihrem Ende liegt der Biwak 4 in 920 Metern Tiefe.

Dem Höhlentelefon entgegen

Bis dorthin reichen auch die Kabel des Höhlentelefons, das die Einsatzkräfte verlegt haben. Das Kommunikationssystem soll es den Rettern ermöglichen, ständig mit allen 60 Einsatzkräften im Berg sowie in der Zentrale in Verbindung zu stehen - denn bislang besteht nur sporadisch Funkkontakt zur Außenwelt.

Insgesamt soll der Transport des Karlsruher Höhlenforschers rund eine Woche dauern. Derzeit ist das erklärte Ziel, sich in Tagesetappen von Biwak zu Biwak zu bewegen. Sind die Kräfte der Gruppe erschöpft, wird pausiert. Westhauser hatte am vergangen Sonntag in der Höhle durch einen Steinschlag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Der Transport ans Tageslicht aus rund 1000 Metern Tiefe hatte am Freitag begonnen.

Nach jeder Teilstrecke wechseln außerdem die Rettungskräfte und der behandelnde Arzt. Am Samstag hat nach Angaben der Bergwacht ein slowenischer Mediziner den Abstieg zum Verletzten angetreten. Und auch am Einstieg der Höhle in 1800 Metern Höhe harrt ein Notarzt aus - für die Helfer, die unten im Einsatz sind. Denn diejenigen, die nach oft mehrtägigem Einsatz wieder ans Licht kommen, seien vollkommen erschöpft.

Bilder von der Rettungsaktion an der Riesending-Schachthöhle am Untersberg

Bilder von der Rettungsaktion an der Riesending-Schachthöhle am Untersberg

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