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Das Bistum Passau hat am Montag mit der Offenlegung seiner Finanzen begonnen. Bischof Stefan Oster begrüßte den Schritt als wichtigen Beitrag zur Glaubwürdigkeit der Kirche.

Für mehr Transparenz

Bistum Passau legt Kirchenvermögen offen

Passau - Das Bistum hat am Montag mit der Offenlegung seiner Finanzen begonnen. Mit diesem Schritt will man zur Glaubwürdigkeit der Kirche beitragen. Doch einige Zahlen lassen auf sich warten.

Das Bistum Passau hat am Montag mit der Offenlegung seines Kirchenvermögens begonnen. „Wir wollen durch Offenheit und Transparenz auch in finanziellen Dingen zur Glaubwürdigkeit unserer Kirche beitragen“, erklärte Bischof Stefan Oster. Nach Angaben des Bischöflichen Ordinariats beliefen sich die Finanzmittel allein des Rechtsträgers „Bischöflicher Stuhl“ im vergangenen Jahr auf knapp 190 Millionen Euro. „Diese Finanzmittel werden wie Stiftungskapital behandelt, dessen Überschüsse jedes Jahr in pastorale und gemeinnützige Projekte des Bistums fließen“, hieß es weiter in der Mitteilung.

Danach belaufen sich die Überschüsse der Körperschaft „Bischöflicher Stuhl“ auf rund fünf Millionen Euro im Jahr. Sie sollen 2015 in den Wiederaufbau des sogenannten Konradinums fließen - das ist ein Haus für Menschen in Not, das beim Hochwasser 2013 schwer beschädigt worden war und abgerissen werden muss. Mehrere Einrichtungen der Caritas, die dort untergebracht waren, haben vorübergehend eine andere Bleibe bezogen.

In der Offenlegung des Kirchenvermögens sind noch nicht die Immobilien und Grundstücke des „Bischöflichen Stuhls“ enthalten. Im Zuge der Umstellung der Rechnungslegung sollen diese erst im kommenden Jahr detailliert bewertet werden. „Zu diesen Details werden wir 2016 umfassend auskunftsfähig sein“, erklärte Finanzdirektor Josef Sonnleitner. Oster wertete die Offenlegung als „wichtigen und unerlässlichen Schritt“, um der Öffentlichkeit zu zeigen, „dass mit den Geldern der Diözese verantwortungsvoll im Sinne unseres Glaubens umgegangen wird“.

dpa

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