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Beim zweiten Blitzmarathon in Bayern gingen der Polizei allein in den ersten 24 Stunden über 8000 Raser in die Falle.

"Einige haben es leider nicht kapiert"

Blitz-Marathon: Schon mehr als 8000 Temposünder

München  - Beim „Blitz-Marathon“ in Bayern sind in 24 Stunden fast 8300 zu schnelle Autofahrer erwischt worden. Der Schnellste war in München unterwegs.

„Trotz groß angelegter Vorankündigung haben es einige leider immer noch nicht kapiert, besser den Fuß vom Gaspedal zu nehmen“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag. Der bayernweit schlimmste Raser war ein englischer Tourist - er war in München mit 136 Stundenkilometern unterwegs, erlaubt war Tempo 50. Er muss 250 Euro zahlen, dazu droht ihm ein dreimonatiges Fahrverbot.

Knapp 232.000 Fahrzeuge wurden beim zweiten Blitz-Marathon in Bayern kontrolliert, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Innerhalb der ersten 24 Stunden wurden fast 8300 zu schnelle Autofahrer erwischt. „Wenn mehrfach in ganz Bayern Autofahrer sogar mit mehr als 60 Stundenkilometern zu schnell geblitzt wurden, fehlt mir jegliches Verständnis“, sagte Herrmann. Die Kontrollaktion mit mehr als 2000 Messstellen in ganz Bayern dauert noch bis nächsten Donnerstag.

Die Bilanz nach dem Blitzmarathon

Die Polizeipräsidien der Regierungsbezirke ein erstes Fazit veröffentlicht:

Oberbayern Süd: Mehr als 18 000 Fahrzeuge wurden kontrolliert, 584 Geschwindigkeitsverstöße wurden festgestellt.

Oberbayern Nord: 18 942 Fahrzeuge wurden kontrolliert, 465 Geschwindigkeitsverstöße wurden registriert.

Niederbayern: Etwa 15 000 Fahrzeuge wurden kontrolliert, knapp 500 Fahrer waren zu schnell.

Oberpfalz: 6292 Fahrzeuge wurden von den Radargeräten erfasst, dabei wurden 151 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt.

Oberfranken: An über 200 Stellen wurde kontrolliert, knapp 590 Fahrer waren zu schnell.

Mittelfranken: Knapp 37 000 Fahrzeuge wurden kontrolliert, es kam zu 860 Geschwindigkeitsverstößen.

Unterfranken: Gemessen wurden 22 581 Fahrzeuge, 427 überschritten die zulässige Geschwindigkeit.

Schwaben Nord: Knapp 13 000 Fahrzeuge wurden kontrolliert, rund 325 davon waren zu schnell.

Schwaben Süd/West: 568 Autofahrer wurden verwarnt oder angezeigt.

dpa/tz

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