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Harald Hölzer aus Obertshausen (Hessen), frisch gekrönter deutscher Grill- und BBQ-König.

Grill- und BBQ-Meisterschaft

Brutzel-Profis kämpfen um Titel: Hesse gewinnt

Schweinfurt - Am Grillrost ist er der neue König von Deutschland: Der Hesse Harald Hölzer hat mit seinem Team barbecuecompany die Deutsche Grill- und BBQ-Meisterschaft gewonnen.

Er ist der neue König von Deutschland - am Grillrost: Der Hesse Harald Hölzer hat mit seinem Team barbecuecompany die 19. Deutsche Grill- und BBQ-Meisterschaft gewonnen. Die Jury wählte die Brutzler aus Obertshausen am Sonntag in der Profiklasse an die Spitze. Der 50-jährige Teamchef darf sich damit Deutscher Grill- und BBQ-König nennen.

41 Teams grillten bei der Meisterschaft im unterfränkischen Schweinfurt um die Wette, nach Schätzungen der Veranstalter kamen rund 800 Kilogramm Fleisch und 100 Kilogramm Fisch auf den Rost.

Dabei mussten die Grillfreunde Kreativität beweisen: Aus dem Klassiker Bratwurst machten sie beispielsweise einen umhüllten Wurst-Lolli, ein Cordon bleu oder eine Sushi-Sausage. Auch ein vegetarisches Gericht und ein Dessert vom Grill standen auf dem Programm. 130 eigens ausgebildete Juroren bewerteten die Speisen für die German Barbecue Association.

Sieger bei den Amateuren wurde das Team BBQ Wiesel aus dem nordrhein-westfälischen Wesel. Die Wettbewerber bereiten sich oft monatelang auf die Meisterschaft vor und stecken viel Geld in das Hobby - sie alle rückten mit mehreren, zum Teil Kleiderschrank-großen Grills an.

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov belegt, wie beliebt Bratwurst und Co. vom Rost in Deutschland sind: Zwei Drittel der Menschen im Land grillen demnach im Sommer zumindest ab und zu. Bei 30 Prozent wird sogar regelmäßig oder sehr oft der Grill angeheizt. Nur 12 Prozent grillen niemals, 21 Prozent selten. Männer sind im Schnitt etwas häufiger dabei als Frauen - und Holzkohle ist deutlich beliebter als ein Gasgrill.

Einen Grillmeister suchte am Samstagabend übrigens auch das ZDF: In der „Großen Grill Show“ traten Promiteams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am Rost gegeneinander an - unter Anleitung von „Vorgriller“ Johann Lafer. Die Eidgenossen Christina Surer, Max Moor und Nik Hartmann lagen letztlich vorn.

Weniger um die Wurst als um die Schärfe ging es unterdessen in Berlin-Wedding: Dort konnten hartgesottene Currywurst-Liebhaber am Samstag ihre Resistenz gegen Chili auf die Probe stellen. An der ersten Weltmeisterschaft im Schärfe-Wettessen an der „Curry & Chili“-Bude von Frank Spieß nahmen 15 Mutige aus 9 Ländern teil. Weltmeister wurde Stefan Kühne für Mazedonien. Laut Spieß kamen die vier schärfsten Chilisorten der Welt zum Einsatz.

dpa

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