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Die Täter arbeiteten zum Teil mit zehn Personen am Tatort, um die schwere Beute zu verladen.

Festgenommen

Diebesbande hat es auf Buntmetalle abgesehen

Ingolstadt/Landshut - Ein Jahr, 42 Tatverdächtige, 113 Einbruchdiebstähle und 2,4 Millionen Euro Schaden: Die Polizei hat eine Bande festgenommen, die Buntmetalle und Fahrzeuge gestohlen hat. 

Die Liste der Beute ist lang: Messing- und Hartmetallteile aus Wolznach im Wert von über 40.000 Euro zum Beispiel. Oder ein Mercedes Sprinter und 2,6 Tonnen für etwa 10.000 Euro aus Freising. Eine überregional agierende rumänische Tätergruppe hat innerhalb eines Jahres 113 Einbruchdiebstähle in Bayern begangen und dabei Güter im Wert von 2,4 Millionen Euro erbeutet. 

Die Polizei hat die Bande mit 42 Tatverdächtigen nun festgenommen und 21 Haftbefehle in Deutschland, Österreich, Schweden, Luxemburg, Italien, Niederlande und Rumänien vollzogen. Die Beschuldigten sind im Alter von 16 bis 47 Jahren.

Täter verkaufen Beute im Ausland

Die rumänischen Täter waren laut Polizei gut organisiert. Sie hatten es hauptsächlich auf Buntmetalle abgesehen, erlangten aber auch Transportfahrzeugen, Fahrräder, Elektro-Werkzeuge sowie weit über 100 hochwertige Kfz-Kompletträder. Die Beute verkauften sie gewinnbringend im Ausland. 

An den Tatorten arbeiteten zum Teil über zehn Personen der Gruppierung arbeitsteilig zusammen, um das teilweise bis zu 5 Tonnen schwere Buntmetall verladen zu können. Sie spähten die Umgebung vor Tatbegehung regelmäßig aus. Der Absatz des Diebesguts im Ausland, nach bisherigen Erkenntnissen rund 80 Tonnen Buntmetall, war bereits vor der Tat vereinbart. Der so aktivste Täter soll nach polizeilichen Ermittlungen an über 70 Fällen beteiligt gewesen sein.

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