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Bayerns Chinesen feiern Fasching

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In einem Ruderboot sitzen Teilnehmer des traditionellen Chinesenfasching in Dietfurt. © dpa

Dietfurt - Auch vom Winterchaos lassen sich die bayerischen Chinesen das Feiern nicht verleiden. Weit mehr als 10 000 Narren kamen am Donnerstag zu dem traditionellen Chinesenfasching in Dietfurt.

Nur wenige ließen sich von dem Wetter abhalten. Das Spektakel lockte erneut viele Faschingsfans aus Oberbayern und Franken in das kleine Altmühl-Städtchen in der Oberpfalz. Tausendfach erklang in der bei dem Festumzug der Dietfurter Faschingsgruß “Killewau“.

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Mehr als 50 Gruppen zogen pünktlich ab “13.61 Uhr“ durch die Stadt, beim Festzug waren beispielsweise die “Chinesischen Bananen“ und “Des Kaisers süße Mietzen“ dabei. Der Gaudiwurm stand dabei ganz im Zeichen des Faschings-Kaisers “Ko-Houang-Di“, der vor zehn Jahren gekrönt wurde und seitdem das närrische Dietfurt regiert.

Der ungewöhnliche Faschingsumzug im Landkreis Neumarkt geht auf die Legende zurück, wonach die Dietfurter einst im Mittelalter einen Steuereintreiber einfach vor der Stadtmauer stehen ließen. Der Kämmerer soll sich anschließend bei seinem Dienstherrn, dem Bischof, darüber beschwert haben, das sich die Dietfurter “wie die Chinesen“ hinter ihrer Mauer verschanzen. Daher verkleiden sich die Dietfurter am “Unsinnige Donnerstag“ als Asiaten und begehen mit zahlreichen Gästen aus nah und fern den Nationalfeiertag von “Bayrisch China“. Dafür gibt es sogar eine eigene bayrisch-chinesischen Nationalhymne.

dpa

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