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Jetzt ist eine bisher unbekannte Postkarte von Adolf Hitler aus dem Ersten Weltkrieg aufgetaucht.

Ihm wurden wohl 15 Zähne gezogen

Unbekannte Hitler-Postkarte aufgetaucht

München - In Landshut ist bei einem Privatmann eine bisher unbekannte Postkarte von Adolf Hitler aus dem Ersten Weltkrieg aufgetaucht. Daraus geht hervor, dass ihm ca. 15 Zähne gezogen worden sind.

Das berichtet der "Münchner Merkur", der das Dokument in Augenschein genommen hat und von dem Augsburger Professor für Neueste Geschichte Ludwig Eiber bewerten ließ. An der Echtheit gibt es demnach keinen Zweifel. Die Postkarte ist nach dem Poststempel auf den 21. Dezember 1916 datiert, sie ist handschriftlich und mit "A. Hitler" unterschrieben.

Hitler war damals - nach Einsatz an der Westfront, Kriegsverletzung wegen eines Granatsplitters im Oberschenkel und einer Behandlung in einem Lazarett - beim 2. bayerischen Infanterieregiment in München stationiert. Die Postkarte schrieb er an seinen Regimentskameraden Karl Lanzhammer, der damals mit seiner Einheit im Krieg gegen Frankreich stand.

Aus der Postkarte geht hervor, dass Hitler nach der Genesung von der Verwundung noch einen schweren zahnärztlichen Eingriff hinter sich gebracht hatte. Das erklärt, warum er fast ein halbes Jahr, von Anfang Oktober 1916 bis Anfang März 1917, nicht an der Front war. Er selbst gibt auf der Postkarte an, ihm seien 19 Zähne gerissen worden. "Kannst Dir denken wie nett ich ausgesehen habe", schrieb er an den Kameraden Lanzhammer. "Jetzt geht es mir besser."

Nach Auswertung von Zahnschemata ist indes klar, dass Hitler übertrieb. Es können ihm maximal 15 Zähne gezogen worden sein. Dennoch war auch dies ein gewaltiger operativer Eingriff. Aus dem Dokument geht weiter hervor, dass sich Hitler wieder an die Front zurück sehnte. "Leider keine Aussicht, dass ich wieder hinaus komme wenigstens jetzt nicht. Möchte ich wäre wieder bei Euch." Erst im März 1917 gelangte Hitler dann wieder an die Front. Nach einer neuerlichen Verletzung im Oktober 1918 nach einem Senfgasangriff erlebte er das Kriegsende schließlich in einem Lazarett. Der angeschriebene Kriegskamerad Lanzhammer überlebte nicht - er starb während seiner Fliegerausbildung im März 1918 in Oberschleißheim bei München.

Anmerkung: Zitate wie im Original, fehlende Kommata wurden absichtlich nicht ergänzt.

dw

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