Nach "Sieg-Heil"-Ruf

Schulrektorin muss 1000 Euro zahlen

Ansbach - Gegen eine Geldauflage von 1000 Euro hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen eine Schulrektorin nach einem „Sieg-Heil“-Ruf eingestellt. Dienstrechtliche Folgen sind aber möglich.

Das Geld soll einem "Runden Tisch gegen Rechts" in ihrer mittelfränkische Heimatstadt Weißenburg zukommen, teilte der Ansbacher Oberstaatsanwalt Gerhard Karl am Freitag mit. Er bestätigte damit Medienberichte. Die Ermittler hatten der Lehrerin das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.

Der "Sieg-Heil"-Ruf während eines Schülerwettbewerbs sei eine "Spontanäußerung" gewesen, sagte Karl. Zudem habe die Rektorin sofort klargestellt, wie sie die Äußerung gemeint habe. Sie habe sich umgehend dafür entschuldigt. Auch hätten die Ermittler festgestellt, dass bei der Pädagogin kein rechtsradikaler Hintergrund vorliege.

Unklar ist noch, welche Konsequenzen das Kultusministerium zieht. Ein Ministeriumssprecher sagte, der Fall werde dienstrechtlich untersucht. Solche Äußerungen aus dem Wortschatz des Nationalsozialismus seien nicht hinnehmbar. Derzeit warte man aber noch auf die offiziellen Informationen der Staatsanwaltschaft.

dpa

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