Insgesamt verlief es aber ruhig

Freinacht-Bilanz: Brennende Mülltonnen und ausgehobene Gullydeckel

München - Viele Streiche und Scherze sind in der Freinacht erlaubt - Gullydeckel auszuheben gehört nicht dazu. Das hielt allerdings einige Witzbolde nicht davon ab, es trotzdem zu machen.

Die sogenannte Freinacht vom 30. April auf 1. Mai brachte den Polizeidienststellen im nördlichen Oberbayern einige Einsätze, verlief jedoch ohne größere Sicherheitsstörungen.

Bis in die Morgenstunden verzeichnete die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord insgesamt 49 Einsätze mit Freinachtbezug. Im Zusammenhang mit einer körperlichen Auseinandersetzung in Kirchseeon (Kreis Ebersberg) wurden zwei junge Männer leicht verletzt.

Gegen 22.15 Uhr fuhr eine Polizeistreife nach Bergham (Taufkirchen), da dort Ketchup und Rasierschaum auf eine Hauswand und ein Klingelbrett geschmiert worden waren. Die jugendlichen Verursacher waren vor Ort und mussten in Anwesenheit ihrer Eltern alles wieder sauber machen. Um 23 Uhr erhielt die Einsatzzentrale den Hinweis, dass im Westpark eine Holzhütte brennen würde. Es stellte sich heraus, dass mobile Toilettenhäuschen angezündet worden warne. Der Schaden war hier deutlich höher: Er liegt bei etwa 20.000 Euro.

Einige Freinachtaktivitäten, bei denen die Grenze vom Brauchtum zum strafbaren Verhalten überschritten wurde, führten zu Sachschäden. Beispielhaft sind hier vier in Brand gesetzte Mülltonnen in Ingolstadt. Insgesamt beläuft sich der bisher bekannt gewordene Sachschaden auf etwa 2000 Euro.

Auszuschließen ist jedoch nicht, dass im Verlauf des Tages noch weitere Sachschäden festgestellt und angezeigt werden. Die strafbare Unsitte, Gullydeckel auszuheben - was auch in der Freinacht 2016 wieder passiert ist - blieb glücklicherweise ohne Folgen für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer.

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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