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Am Dienstagnachmittag musste die Autobahn 3 zwischen Passau und Nürnberg in beiden Richtungen gesperrt werden. Wasser aus der Donau lief über die Fahrbahn, wie ein Sprecher des Landratsamtes berichtete.

So ist Hochwasser-Lage in Bayern

Fünf Gemeinden im Kreis Straubing evakuiert

München - Die Hochwasser-Lage in den Landkreisen rund um München ist immer noch angespannt. In zahlreichen Gemeinden steht der Flut-Scheitelpunkt noch bevor. In anderen Gebieten zieht sich das Wasser bereits zurück und offenbart verheerende Schäden.

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Alle aktuellen Entwicklungen vom Dienstag zum Hochwasser in Bayern zum Nachlesen - und hier geht's zu unserem Nachrichten-Ticker vom Mittwoch!

21.35 Uhr: Wegen Hochwassers müssen Einwohner von fünf Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen am Dienstagabend ihre Häuser verlassen. Das Landratsamt ordnete die sofortige Evakuierung ganzer Ortsteile beziehungsweise größeren Straßenzügen an. In örtlichen Turnhallen oder Bürgerhäusern wurden Notquartiere eingerichtet. Betroffen sind die Gemeinden Parkstetten, Aiterhofen, Irlbach, Niederwinkling und Mariaposching. Die Anwohner können über das Bürgertelefon im Landratsamt Straubing-Bogen unter der Telefonnummer 09421/973-332 weitere Auskünfte erhalten.

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21.20 Uhr: Der Hochwasser-Pegel der Isar ist am Dienstag in München Stück für Stück zurückgegangen. Für die Bürger in der Au gibt es aber noch keine Entwarnung.

19.43 Uhr: Nach dem Rückgang des Hochwassers auf der Autobahn A 8 München - Salzburg im Bereich der Anschlussstelle Grabenstätt haben die Aufräum- und Reparaturarbeiten begonnen. Es ist beabsichtigt die Autobahn soweit notdürftig instand zu setzen, dass ab Mittwochmittag der Verkehr für beide Fahrtrichtungen einspurig auf der Richtungsfahrbahn Salzburg im Gegenverkehr wieder frei gegeben werden kann. Das heißt, dass der gesamte Verkehr auf einer Fahrbahnhälfte, aber jeweils statt auf zwei nur noch auf einer Fahrspur geführt wird. Das teilt die Autobahndirektion Südbayern mit. Die Fahrbahn in Richtung München ist wesentlich stärker geschädigt worden. Es wird angestrebt, bis Freitag hier zumindest eine Fahrspur zu öffnen. Nach jetzigem Stand wird ab Freitagnachmittag der Verkehr in Fahrtrichtung Salzburg daher wieder auf zwei Fahrspuren und in Fahrtrichtung auf einer Fahrspur fließen können.

18.12 Uhr: Im Raum Deggendorf hat sich die Hochwasserlage weiter zugespitzt. Am Dienstagnachmittag musste die Autobahn 3 zwischen Passau und Nürnberg in beiden Richtungen gesperrt werden. Wasser aus der Donau lief über die Fahrbahn, wie ein Sprecher des Landratsamtes berichtete. Zuvor hatten Helfer noch versucht, Sand aufzuhäufen, um die Autobahn vor den Wassermassen zu schützen. Auch die nahegelegene Ortschaft Fischerdorf wurde überschwemmt. „Da war nichts mehr zu halten“, sagte der Sprecher. Das Dorf war zuvor bereits evakuiert worden, ein Damm hatte das Hochwasser nicht mehr aufhalten können.

18.01 Uhr: An dutzenden Schulen in den bayerischen Hochwassergebieten sind in dieser Woche die Abitur-Prüfungen ausgefallen. An Berufs- und Fachoberschulen in und um Passau und Rosenheim sowie den Landkreisen Traunstein und Erding konnten die Deutsch-Prüfungen am Montag nicht geschrieben werden, wie das bayerische Kultusministerium am Dienstag mitteilte.

17.39 Uhr: Kühles Nass mal nicht aus der Donau: In Österreich unterstützt eine Brauerei die Hochwasser-Helfer mit Freibier. Wirte, Feuerwehr- und Militärstützpunkte in den Hochwassergebieten erhielten je 100 Liter Bier, alkoholfreies Bier und Radler, sagte eine Firmensprecherin. Dies sollten sie dann an die Hilfskräfte verteilen.

17.05 Uhr: In der Region Deggendorf und Straubing müssen rund 6000 Menschen ihre Häuser wegen des Hochwassers verlassen. Dies teilte das Innenministerium mit. Zwei Dämme konnten im Landkreis Deggendorf den Wassermassen nicht mehr standhalten

16.55 Uhr: In Passau haben unterdessen die Aufräumarbeiten begonnen. Helfer versuchen, Wohnhäuser und Geschäftsräume wieder in Ordnung zu bringen.

Großes Aufräumen in Passau

Großes Aufräumen in Passau

16.45 Uhr: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer rechnet damit, dass die A8 ab Mittwoch sogar wieder zweispurig befahrbar sein wird - allerdings "nur mit massiven Geschwindigkeitsbegrenzungen". Für die Bahnstrecke München-Salzburg ist er aber weniger optimistisch:Frühestens in einer Woche könnte hier der Verkehr wieder frei gegeben werden.

16.35 Uhr: Hochwasser-Zoff zwischen Seehofer und Ude auf Facebook: Seehofers Herausforderer bei der Landtagswahl, Christian Ude, hat am Dienstag auf seiner Facebook-Seite geschrieben: „Vielleicht wundert Ihr Euch: Warum keine Fotos von mir in Gummistiefeln? Ich mache keinen Wahlkampf mit dem Leid bedrängter Menschen und keinen störenden Hochwassertourismus.“

Daraufhin sagte Seehofer, der am Vormittag die vom Hochwasser besonders betroffene Stadt Passau besucht hatte, im Landtag: „Mit trockenen Füßen unterm Schreibtisch kann man die Sache nicht beurteilen. Man muss sich das wirklich ansehen, um die Dimension des Geschehens zu begreifen.“

16.08 Uhr: Auch der Bahnverkehr leidet nach wie vor unter den Fluten: Etliche Bahngleise in Oberbayern sind noch immer unpassierbar.

15.50 Uhr: Vorsichtiger Optimismus für die Verkehrslage auf der A8: Voraussichtlich ab Mittwochabend ist die Autobahn in beiden Richtungen wieder einpurig befahrbar, berichtet die Polizei. Seit der Überflutung am Sonntag ist die A8 bei Grabenstätt gesperrt. Derzeit wird das Teilstück noch untersucht. Alle aktuellen Infos zu Verkehrsentwicklungen gibt es im Internet auf www.bayerninfo.de.

15.34 Uhr: Zahlreiche Hilfsorganisationen bitten um finanzielle Unterstützung für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe. In den Hochwasserjahren 2002, 2006 und 2010 sei die Hilfsbereitschaft der Deutschen sehr groß gewesen, sagte die Sprecherin von der Diakonie Katastrophenhilfe.

15.17 Uhr: Ministerpräsident Seehofer stellt in Aussicht, dass das geplante Hilfspaket mehr als 150 Millionen Euro umfassen könnte. Es gebe bei dem Paket, das an diesem Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll, einen „atmenden Deckel“. Ziel ist nach Worten Seehofers, dass Freistaat und Bund die Finanzhilfen je zur Hälfte schultern.

14.44 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck hat nach Worten von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) seine Anteilnahme mit sämtlichen Hochwasseropfern ausgedrückt. Der Bundespräsident habe sich am Montag von ihm über die Lage in den betroffenen Gebieten unterrichten lassen, sagte Seehofer am Dienstag im Landtag in München. Gauck habe ihn dann gebeten, der Bevölkerung seine Anteilnahme zu übermitteln. Seehofer sagte in einer Aktuellen Stunde im Parlament, „dass wir zur Zeit in einem Ausnahmezustand sind“: „Aufgrund der Flut ist Bayern mitten in einem Katastrophenzustand.“

14.27 Uhr: An der A8 bei Grabenstätt (siehe auch 12.21 Uhr) haben inzwischen die Aufräumarbeiten begonnen. Feuerwehren sowie Straßenmeistereien arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung der immensen Schäden. Es gilt, Treibgut und Schlamm zu beseitigen und die unterspülte Fahrbahn wieder instand zu setzen.

14.05 Uhr: Kurzzeitig musste die A 3 bei Deggendorf in Richtung Passau gesperrt werden, ist jetzt aber wieder befahrbar. Mit Sandsäcken und Sandaufschüttungen wollten die Einsatzkräfte verhindern, dass Wasser aus der nahen Donau auf die Fahrbahn gelangt.

Kachelmann rät Flutopfern via Twitter, Sandsäcke liegen zu lassen

13.40 Uhr: Jörg Kachelmann twittert: "Man muss wegen der moeglichen Wetterlage kommende Woche (Anmerkung der Redaktion: Erneuter Regen in Sachsen und im Süden Deutschlands; siehe auch 9.15 Uhr) noch keine Panik haben, aber koennte Sandsaecke erst mal stehen lassen. Anders formuliert der Rat an die #hochwasser-Gebiete aus heutiger Sicht: keine Sandsaecke wegraeumen bis klar, was kommende Woche passiert."

13.35 Uhr: In Deggendorf ist ein zweiter Damm gebrochen (siehe auch 11.04 Uhr). Er befindet sich an der Mündung der Isar in die Donau. Der Scheitelpunkt des Hochwassers soll in Deggendorf allerdings erst in der Nacht zum Mittwoch erreicht werden. Es wird dort dann ein Pegelstand von 8,44 Meter prognostiziert. Das wäre demnach dort der höchste jemals gemessene Wert.

13.23 Uhr: Am Dienstagmittag war es soweit: Nach der Stadt Regensburg hat nun auch der Landkreis den Katastrophenfall ausgerufen. Die Hochwassersituation an den Flüssen habe sich verschärft, teilte Landrat Otto Gascher mit. Probleme gibt es demnach nicht nur an der Donau, sondern auch an der Naab und an kleineren Flüssen. Auch Wohngebiete seien vom Hochwasser bedroht, betonte der Landrat. Für besorgte Einwohner wurde ein Bürgertelefon im Landratsamt eingerichtet.

12.58 Uhr: In Regensburg hat die Donau am Dienstagmittag einen Pegelstand von 6,79 Meter erreicht. Damit war der Wasserstand nach Angaben der Stadt so hoch wie seit mehr als 130 Jahren nicht mehr. Eine Gefahr für die Bewohner der Stadt bestehe jedoch nicht. Strom- und Trinkwasserversorgung funktionierten. Die berühmte Steinerne Brücke war am Dienstag aber zunächst weiterhin für Fußgänger passierbar.

12.32 Uhr: Das Hochwasser in Passau geht weiter zurück. Die aus Regensburg nahenden Fluten seien keine weitere Gefahr mehr, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs. Bis zum Dienstagabend erwartet Passau einen Pegelstand von 10,80 Meter. Dass die Städte Regensburg, Deggendorf und Straubing am Dienstag Höchststände an der Donau vermeldeten, dürfte nach Angaben der Sprecherin keine größeren Auswirkungen auf Passau haben.

Hohe Geldstrafen für uneinsichtige Gaffer gefordert

12.25 Uhr: Um Katastrophen-Touristen von brenzlichen Einsatzorten besser fernhalten zu können, hat Bayerns oberster Feuerwehr-Vertreter hohe Geldstrafen für uneinsichtige Gaffer gefordert. „Wenn er weiß, dass er 2000 bis 3000 Euro Strafe zahlen muss, wird es sich der Gaffer vielleicht überlegen“, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Feuerwehrverbandes, Alfons Weinzierl, am Dienstag in München. Die Polizei könne zwar Platzverweise aussprechen, aber vom Gesetzgeber vorgesehene Geldbußen könnten diesen Aufforderungen besser Nachdruck verleihen.

12.21 Uhr: Bei einem Rundgang an der Autobahn A8 bei Grabenstätt am Dienstag war erstmals das ganze Ausmaß der Flutschäden sichtbar. Das Wasser hat die Fahrbahn zum Teil unterspült und Wasserrohre herausgerissen. Nach ersten Erkenntnissen wird wohl ein Teil der Autobahn erneuert werden müssen. Am Nachmittag möchte sich Verkehrsminister Peter Ramsauer vor Ort ein Bild von den Schäden machen.

Hochwasser: Das hier war mal eine Autobahn

Hochwasser: Das hier war mal eine Autobahn

12.00 Uhr: Die Feuerwehr und die Stadtwerke München geben wichtige Tipps rund ums Hochwasser.

11.59 Uhr: Die Stadtwerke geben jetzt wegen des Hochwassers rein vorsorglich Chlor ins Münchner Trinkwasser.

11.52 Uhr: Christian Ude hat auf seiner Facebook-Seite ein Hochwasserbild gepostet und geschrieben: "Vielleicht wundert Ihr Euch: Warum keine Fotos von mir in Gummistiefeln? Ich mache keinen Wahlkampf mit dem Leid bedrängter Menschen und keinen störenden Hochwassertourismus. Lieber stelle ich Kommunen in Not Münchner Hilfe zur Verfügung."

11.41 Uhr: Unser Kollege Marcus Mäckler von der Merkur-Bayern-Redaktion ist in Tegernsee und hat einen kurzen Sachstandsbericht durchgegeben: "Die Pegel gehen zurück und sind seit gestern um etwa 50 Zentimeter gesunken, es ist relativ ruhig in Tegernsee." Bis zum Ortseingang ist er gekommen, "dahinter steht alles unter Wasser und es geht nicht weiter".

11.23 Uhr: In der Unterführung bei Gilching, (Kreis Starnberg) ist schon wieder ein Auto abgesoffen. Taucher haben in einer dramatischen Rettungsaktion die Fahrerin herausgezogen. Jetzt wird mit einem Spezialkran das Auto geborgen.

Absperrung ignoriert: Frau versenkt Toyota in Gilchinger Unterführung

11.11 Uhr: Zuerst hieß es, der Ammersee wäre an der Seepromenade in Herrsching über die Ufer getreten. Nun hat sich dieses Information als falsch herausgestellt. (siehe auch 7.15 Uhr)

11.04 Uhr: Im Landkreis Deggendorf hat ein Damm den Wassermassen der Donau nicht mehr standhalten können. Nahe der Ortschaft Winzer sei am Dienstag ein Damm gebrochen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. Das Wasser breitete sich nun dahinter aus. Betroffen seien zunächst nur einzelne Gehöfte, die weiteren Folgen seien noch nicht abzusehen.

Hochwasser-Bilder unserer Facebook-Freunde

Hochwasser-Bilder unserer Facebook-Freunde

10.59 Uhr: In Oberbayern verlagert sich das Hochwasser in die nördlichen Landkreise. Betroffen davon sind die Bewohner entlang von Flüssen vor allem in den Landkreisen Freising, Pfaffenhofen a.d. Ilm und Neuburg-Schrobenhausen. Die Paar und die Amper sind nach Behördenangaben vom Dienstag an zahlreichen Stellen über die Ufer getreten.

10.17 Uhr: Zahlt die Versicherung Hochwasserschäden? Was muss ich tun, damit die Versicherung zahlt? Wo gibt es Hilfe? Diese und andere Fragen werden hier beantwortet.

Webcam zeigt aktuelles Isar-Hochwasser

10.08 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Passau eingetroffen, um sich vom Hubschrauber aus selbst ein Bild von der Hochwasser-Lage in der Drei-Flüsse Stadt zu machen. Sie sei von der dramatischen Lage überrascht, sagte die Kanzlerin danach. "Wir haben gedacht, 2002 war die Lage schon exorbitant." Jetzt sei die Situation aber noch dramatischer als beim damaligen Hochwasser. Den Opfern versprach Merkel 50 Millionen Euro für unbürokratische Soforthilfe vom Bund. Weitere 50 Millionen Euro steuere der Freistaat Bayern bei. Seehofer verwies anschließend aber auf das Hilfspaket in Höhe von 150 Millionen Euro, das das bayerische Kabinett an diesem Mittwoch beschließen will. Daran werde sich der Bund zur Hälfte beteiligen, sagte er. Merkel sagte daraufhin: „Wenn Bayern heute kommt und mehr Geld braucht, lassen wir mit uns reden.“

9.38 Uhr: Die Pegelstände sinken zwar langsam, aber kontinuierlich. Das gilt für den Schliersee ebenso wie für Schlierach und Leitzach. Auch die Lage auf den Straßen hat sich gebessert. Die Sperrung der Industriestraße in Hausham wurde am Montag aufgehoben, die Staatsstraße 2075 Bayrischzell-Landl soll ab Dienstag wieder frei befahrbar sein. Für die halbseitig gesperrte B 318 am Sudelfeld ist die Freigabe für Dienstagmittag prognostiziert. Weiterhin gesperrt bleibt die Staatsstraße 2077 im Bereich Leitzach-Wörnsmühl. Eingeschränkt auf unbestimmte Zeit bleibt der Verkehr der Bayerischen Oberlandbahn zwischen Holzkirchen und Bayrischzell, unter anderem wegen eines Murenabgangs bei Thalham.

9.15 Uhr: Bereits für kommenden Montag kündigen sich aktuellen Prognosen zufolge erneut Regenfälle an. Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net kamen mehrere Berechnungen in den letzten 36 Stunden zu dem Ergebnis, dass sich dann eine neue Starkregenwetterlage einstellen könnte und zwar wieder zwischen Sachsen und dem Süden Bayerns.

Video vom Hochwasser an der Isar

8.41 Uhr: In den Sylensteinspeichersee im Landkreis Bad Tölz flossen zu Spitzenzeiten 675.000 Liter pro Sekunde, berichtet Dr. Tobias Lang vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim. Die „Wanne“ sei randvoll gewesen - der Speicher fasst 62 Millionen Kubikmeter Wasser. Dem Speichersee fehlten noch sechs Zentimeter, bis das Wasser in Überlauf-Systeme geflossen wäre.

8.06 Uhr: Der Hochwassernachrichtendienst warnt vor steigenden Pegelständen entlang der Isar. Davon betroffen ist vor allem der Abschnitt Landshut bis Plattling, der in Meldestufe 4 leicht ansteigt. Auch in den Zuflüssen ist unterhalb der Seen noch mit steigenden Wasserständen zu rechnen. Dies betrifft vor allem die Amper, die Würm und auch in Kochel/Loisach wurde die Meldestufe 4 inzwischen überschritten.

Webcam vom Sylvensteinspeicher - er läuft fast über

7.33 Uhr: Die Verkehrslage im Tegernseer Tal ist weiterhin angespannt. Die Bundesstraße 307 bleibt zwischen Rottach-Egern und Tegernsee weiterhin gesperrt. Das meldet die Polizei am Dienstagvormittag. Nach Tegernsee kommt man derzeit nur über Gmund. Die Strecke bis zum Leeberg ist frei. Am Montag war Tegernsee nur noch mit dem Zug erreichbar gewesen (siehe auch Eintrag um 6.25 Uhr). Auch die Schüler im Landkreis Miesbach müssen am Dienstag wieder ausnahmslos zum Unterricht erscheinen.

7.15 Uhr: Während beispielsweise für den Landkreis Weilheim-Schongau Entwarnung gegeben wurde, erhöhten die Behörden am Montagabend gegen 23 Uhr die Warnstufe für den Landkreis Starnberg. Grund: Die weiter steigenden Pegel von Ammer- und Starnberger See. Einer aktualisierten Prognose zufolge wird der Pegel des Ammersees am Dienstagmittag seinen Höhepunkt erreichen und dann langsam fallen. Allein am Montag stieg der Wasserstand um 36 Zentimeter. Steigt der Ammersee weiter in diesem Tempo, überschwemmt er bewohnte Gebiete und die Werft der Seenschifffahrt in Stegen. Fakt ist: Der Höhepunkt der Wasserwelle wird für Dienstag erwartet. Weit weniger stark steigt der Starnberger See, der am späten Abend den Pegel für erste Überschwemmungen im Bereich der Wassersportsiedlung überschritten hatte - um einen Zentimeter. Zuletzt stieg der Pegel um einen Zentimeter in sechs Stunden.

Hochwasser: Neue Bilder unserer Leser

Hochwasser: Neue Bilder unserer Leser

Die aktuelle Hochwasserlage in Bayern - interaktive Grafik

7.04 Uhr: Stadt und Landkreis Freising am Rande einer Flut-Katastrophe: Für ein Chaos in Freising sorgte die Moosach. Im Ampertal brach an drei Stellen ein Amper-Damm. Die Rettungskräfte sind pausenlos im Einsatz. Das Hauptproblem in der Stadt Freising ist eines, das man bisher so nicht gekannt hat: Die Wassermassen, die nach den starken Regenfällen aus dem Freisinger Moos ins Stadtgebiet drängen, können nicht mehr abfließen. Und die Prognosen des Hochwassernachrichtendienstes lassen nichts Gutes ahnen: Die Pegel der Amper sollen bis Dienstagmittag weiter steigen.

Hochwasser im Kreis Freising: Bilder

Hochwasser im Kreis Freising: Bilder

6.57 Uhr: Die Amper in Moosburg im Landkreis Freising hat die Feuerwehr böse überrascht: In Windeseile ist sie im Laufe des Montags in die Höhe gestiegen. Das Flusswasser hat den Amperwall auf Höhe der Reiteraustraße langsam ausgespül - nun droht er zu brechen. Der Damm wurde an der Stelle aufgegeben. Am Montag sah es noch so aus, als würde die Amper im Laufe des Abends ihren Höchststand erreichen.

An diesen Schulen fällt am Dienstag der Unterricht aus

Hochwasser in Freising im Video

6.49 Uhr: In Kochel kämpften Feuerwehr, Schützenverein und weitere Freiwillige den ganzen Tag um die Rettung des Schützenhauses vor Überflutung. Trotzdem gab es bis zum frühen Abend keine Entwarnung. Der Loisachpegel am Kochelseeauslauf stieg und stieg, bis auf etwa vier Meter - vor dem Hochwasser lag er bei 75 Zentimetern. „Wir wissen nicht, ob der Damm vor dem Schützenhaus hält, er weicht immer mehr auf“, schilderte Bürgermeister Thomas Holz die Lage. Schlehdorf konnte hingegen bereits am Montag aufatmen.

Garmisch-Partenkirchen kommt mit blauem Auge davon - Experte warnt

6.43 Uhr: Garmisch-Partenkirchen scheint sicher vor Hochwasser zu sein. Die Partnach behielt ihr Wasser bei sich. Und die Loisach, die stieg zwar ganz schön an - aber gefährlich? Johannes Riedl vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim sieht die Situation in Garmisch und auch in Burgrain kritisch. „Das sind Brennpunkte“, sagt der Experte. Dass bei den Regenfällen - seit Donnerstag fielen 160 Liter pro Quadratmeter - die Ortsteile nicht überflutet wurden, hat nur einen Grund: „Wir haben Glück gehabt.“ Hätte es geregnet wie beispielsweise am Tegernsee, „wäre Garmisch baden gegangen“. Es war also nicht der ausreichende Schutz, der den Ortsteil davor bewahrte, überflutet zu werden - sondern schlichtweg die Tatsache, dass weniger Wasser in die Loisach schoss, als befürchtet.

Bilder: Hochwasser im Raum Murnau

Bilder: Hochwasser im Raum Murnau

Aufatmen auch in der Region Murnau: Die Pegelstände der Loisach sinken, das Schlimmste scheint vorbei zu sein. Der Landkreis sei „recht glimpflich davongekommen".

Lage im Lkr. Wolfratshausen entspannt sich - Straßen weiter gesperrt

6.31 Uhr: Das Wasser befindet sich am Montag zumindest im Landkreis Wolfratshausen auf dem Rückzug, doch vielerorts hinterlässt es deutliche Spuren. Wie hoch die Schäden sind, wird sich erst in den kommenden Tagen und Wochen zeigen. Betroffen von der Flut sind beispielsweise die Grundstücke am Loisachbogen, der Autobahnzubringer sowie die Berggasse am Bergwald. Auch das Blumenviertel wurde vom Hochwasser heimgesucht. Die Grundstraße zwischen der B 11 Königsdorf und Geretsried ist weiterhin gesperrt. Ebenso musste die Straße zwischen Puppling und Ascholding gesperrt werden. Der Aufhofener Weiher war laut Kreisbrandmeister Erich Zengerle über die Ufer getreten. Zwischen Ascholding und Emmerkofen spülte das Wasser an der Staatsstraße 2073 die Bankette davon. Auch die Staatsstraße 2370 auf Höhe Achmühle war von Überflutungen betroffen. Schlimmer traf es den Abschnitt zwischen Maxkron und Penzberg nahe Bierbichl, der wohl noch den gesamten Dienstag gesperrt sein wird, und die Herrnhauser Straße an der Brücke.

Tegernsee nur noch mit dem Zug erreichbar

6.25 Uhr: Das Hochwasser hat rund um den Tegernsee eine neue, traurige Rekordmarke gesetzt - 20 Zentimeter über der bisherigen Rekordmarke. Die Stadt Tegernsee ist seit Montag nur noch mit dem Zug erreichbar. Wo sonst zigtausend Autos täglich über die Bundesstraße rauschen, schwappen Wellen ans Seehotel Luitpold. Im Ort herrscht den ganzen Tag über gespenstische Stille, weil keiner mit dem Auto rein oder raus kommt. Teile der Straßen rund um den See sind überflutet. Die Rettungskräfte berichteten von Murenabgängen in Bayrischzell und im Bereich der Moni-Alm. Auch in Fischbachau und im Ortsteil Hammer ist die Lage dramatisch.  

Hochwasser im Landkreis Miesbach am Montag

Hochwasser im Landkreis Miesbach

Montagmittag musste die Feuerwehr in Rottach-Egern nicht nur das Wasser, sondern auch einen Brand bekämpfen. In der Schreinerei Lamm hatte ein Wassersauger Feuer gefangen. Im gesamten Landkreis sind seit Sonntag 700 Hilfskräfte im Einsatz, betont Landrat Jakob Kreidl, der sich jeweils vor Ort ein Bild von den Hochwasser-Schwerpunkten macht. Unter anderem in Rottach-Egern. Die Lage ist nach wie vor kritisch. Trotzdem konnte Kreidl noch am Montag den Katastrophenfall wieder aufheben.

Hochwasser im Landkreis Miesbach am Sonntag

Hochwasser im Landkreis Miesbach

6.22 Uhr: Im Landkreis Miesbach wird in den Gemeinden Fischbachau (Restmüll) und in der Stadt Miesbach sowie den Gemeinden Hausham, Irschenberg, Otterfing und Weyarn (Biomüll) der Müll erst am Samstag abgeholt.

6.19 Uhr: Die Pegel sinken. Zwar sind noch Straßen gesperrt; und eine Mure bei Thalham bremst die BOB aus. Doch insgesamt hat der nördliche Landkreis Miesbach die große Flut gut überstanden. Direkt am Mangfallknie litt die Grubmühler Brücke unter der Wucht des Hochwassers. Sie ist gesperrt. Ebenfalls gesperrt bleibt bis auf weiteres auch die Straße nach Maxlmühle.

6.18 Uhr: In Straubing steht der Wasserhöchststand noch bevor. „Wir rechnen im Laufe des Tages mit einem Pegel von bis zu 7,80 Metern“, sagte ein Sprecher des Landkreises Straubing-Bogen am Dienstagmorgen. „Das sind noch einmal 30 Zentimeter mehr als beim Jahrhunderthochwasser 2002.“ Die Stadt und der Landkreis Straubing sehen sich für die erwartete Scheitelwelle gut gerüstet: „Bislang halten die Deiche; wir hoffen, dass das so bleibt“. Im Landkreis Deggendorf werden bereits einzelne kleinere Ortschaften evakuiert.

Zahlt die Versicherung für Hochwasser-Schäden?

6.17 Uhr: Die Stadt Regensburg hat in der Nacht zum Dienstag Katastrophenalarm ausgerufen. Der Hochwasser-Scheitel werde am Dienstagmorgen um 8 Uhr erwartet, sagte eine Sprecherin der Stadt. Mit einer erwarteten Höhe von 6,80 Meter an der Messstelle „Eiserne Brücke“ werde der Wasserstand in der Donaustadt so hoch sein wie seit mehr als 130 Jahren nicht. Es drohte die Überflutung mehrerer Straßen, die vorsorglich gesperrt wurden. In einer Schule im Stadtgebiet stand ein Notlager mit 365 Feldbetten bereit.

Luftaufnahme des Hochwassers in Passau vom Montag

6.13 Uhr: Passau ächzt weiter unter dem schlimmsten Hochwasser seit dem Jahr 1501. In der Nacht zum Dienstag herrschte eine fast gespenstische Atmosphäre in der Stadt: Das Wasser stand in den Straßen, war in die Häuser gelaufen. Die Stadtwerke hatten die Trinkwasser-Versorgung gekappt - denn durch das Flusswasser droht eine Verunreinigung. Der Strom war abgestellt. Auch die Festnetz-Telefone funktionierten nicht mehr. Rettungskräfte waren mit Booten in den Straßen unterwegs.

BR-Wetterexperte erklärt den Dauerregen

Der Pegelstand der Donau hatte die Marke von 12,89 Meter überschritten und übertraf damit deutlich das Jahrhundert-Hochwasser von 1954 mit damals 12,20 Metern. Um 4 Uhr Morgens sank er jedoch wieder auf 12,40 Meter. Bis zum Nachmittag sollte das Wasser auf etwas über 10 Meter zurückgehen. Am heutigen Dienstag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Sie will sich selbst in der Dreiflüssestadt über das Ausmaß der Flut informieren.

6.00 Uhr: Die Lage in den oberbayerischen Hochwassergebieten beruhigt sich langsam. Die Pegelstände im Landkreis Rosenheim seien weiter gefallen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Rosenheim am späten Montagabend. Die ganze Nacht hindurch seien Pumpen in Betrieb, um das Wasser aus den Häusern zu pumpen. Man müsse sich nun für die Aufräumarbeiten rüsten. Voraussichtlich kann am Dienstag der Katastrophenalarm für den Landkreis aufgehoben werden. Weiterhin wegen Überflutung gesperrt blieb die Autobahn 8 nahe dem Chiemsee.

dpa/mm

Andrea Pientka

Andrea Pientka

E-Mail:andrea.pientka@merkur.de

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