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So sah es nach der Gasexplosion in Harthausen aus.

Urteil gefallen

Gasexplosion: Brandstifter muss ins Gefängnis

Frankenthal - 17 Verletzte, zehn Millionen Euro Schaden und eine Großevakuierung: Eine Brandstiftung in Harthausen hatte verheerende Folgen. Jetzt wurde der Täter verurteilt.

Mehrere Explosionen zerreißen die Stille in der kleinen Gemeinde Harthausen, zahlreiche Feuerwehrmänner sind da bereits zum Löschen eines Brandes am Ort und werden verletzt. Kein Unfall, sagt das Gericht, sondern Absicht. Der Schuldige muss lange hinter Gitter.

Mehr als ein Jahr nach den Gasexplosionen im pfälzischen Harthausen ist ein Mann aus Mittelfranken unter anderem wegen besonders schwerer Brandstiftung zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Der 41-Jährige hatte nach Überzeugung des Landgerichts Frankenthal Ende September 2013 auf dem Gelände eines Gasversorgers Feuer gelegt und damit die Explosionen ausgelöst. Beim Löschen waren 17 Feuerwehrleute verletzt worden, einige schwer.

Die Druckwelle hatte Fenster zerstört und Dächer abgedeckt, der Gesamtschaden wird auf etwa zehn Millionen Euro geschätzt. Sicherheitshalber war der etwa 3000 Einwohner zählende Ort in der Nähe von Speyer zeitweilig evakuiert worden.

Versuchter Mord nicht erwiesen

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe für den Mann aus Mittelfranken gefordert, der sich vor Gericht ausgeschwiegen hatte. Den Tatvorwurf des versuchten Mordes sah das Gericht aber nicht als erwiesen an. Es könne nicht sicher gesagt werden, ob der Mann vom Gas-Inhalt der Tanks gewusst habe, die er in Brand setzte. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch und verwies auf fehlende Beweise.

Anklage und Urteil basieren weitgehend auf dem Geständnis einer 27 Jahre alten Mitangeklagten, die am Mittwoch zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wurde. Sie hatte sich für die Tat entschuldigt und ausgesagt, sie habe dem Schrotthändler beim Feuerlegen auf dem Gelände des Flüssiggashändlers geholfen. Die Schilderung der Frau sei „absolut glaubwürdig“, sagte der Richter bei der Urteilsbegründung. Es gebe keinen Grund für Zweifel an ihrer Darstellung.

dpa

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