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Wahlhelfer sortieren am 16.03.2014 in der Messe in München (Bayern) die eingeschickten Stimmen zur Briefwahl.

Der große Überblick

Kommunalwahl: Ergebnisse aus Bayern - Stichwahl läuft

München - Bei der Kommunalwahl in Bayern liegen nach den Prognosen nun erste Ergebnisse vor. Hier sehen sie alle Landkreise im Überblick und erfahren, welche Partei sich wo durchsetzen konnte.

Update Sonntag, 30. März: Nach den ersten Ergebnissen der Kommunalwahl 2014 ging es in zahlreichen Gemeinden und Landkreisen in Bayern in die Stichwahl. Am heutigen Sonntag zeichnet sich aber eine niedriege Wahlbeteiligung ab. Aller Ergebnisse und aktuelle Berichte finden Sie in unseren Live-Tickern zu Wahl in Bayern und zur OB-Wahl in München. Unter anderem geht es für den ungewöhnlichen Kandidaten Tobias Kablitzer um den Postes des Bürgermeisters von Schongau.

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Alle Wahlergebnisse der Stichwahl finden Sie ab 18 Uhr hier.

Bei den bayerischen Kommunalwahlen wird es in der Landeshauptstadt München aller Voraussicht nach eine Stichwahl geben. Der SPD-Kandidat Dieter Reiter lag nach der Prognose des Bayerischen Fernsehens vom Sonntagabend mit 42 Prozent vor dem CSU-Herausforderer Josef Schmid, der auf 35,5 Prozent kam. Der seit 1993 amtierende SPD-Amtsinhaber Christian Ude durfte aus Altersgründen nicht mehr kandidieren.

OB-Stichwahl in München: Das müssen Sie wissen

Bei der Münchner Stadtratswahl muss die SPD um ihren Rang als stärkste Rathaus-Fraktion bangen. Nach Auszählung von mehr als 640 der 1022 Stadtgebiete holte die CSU am Sonntag 33,8 Prozent. Die SPD musste herbe Verluste hinnehmen und kam nur auf 32,1 Prozent. Bei der Wahl vor sechs Jahren hatten die Sozialdemokraten noch 39,8 Prozent erhalten. Die Grünen verbesserten sich um 3,1 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent. Fast 1,1 Millionen Münchner waren an die Urnen gerufen.

Stichwahl in Bayern: Überblick über alle Gemeinden, Städte und Landkreise

In Rosenheim gewinnt Amtsinhaberin Gabriele Bauer haushoch

In der Hochschulstadt Rosenheim hat die Amtsinhaberin Gabriele Bauer von der CSU die Oberbürgermeisterwahl haushoch gewonnen. Die Rathauschefin gewann die Wahl am Sonntag mit 69,1 Prozent der Stimmen. Auf ihren Herausforderer Robert Metzger von der SPD entfielen lediglich 19,0 Prozent, Franz Lukas von den Grünen musste sich mit 11,9 Prozent zufriedengeben.

Bauer, die auch dem CSU-Parteivorstand angehört und stellvertretende Vorsitze der CSU-Oberbayern ist, regiert die 60 000-Einwohner-Kommune an Inn und Mangfall seit 2002. Auch bei ihrer Wiederwahl 2008 hatte sie souverän mit 69,2 Prozent der Stimmen gewonnen. Sie tritt jetzt ihre dritte und letzte Amtsperiode an.

Landkreis Miesbach: Affären-Landrat Kreidl von den Wählern abgestraft

Der Miesbacher Affären-Landrat Jakob Kreidl (CSU) ist bei der Kommunalwahl vom Sonntag von den Landkreisbürgern abgestraft worden. Nach Auszählung der Stimmen in zwölf der 17 Landkreisgemeinden kommt der 61-Jährige auf lediglich 17,36 Prozent der Stimmen. In Führung liegt der Kandidat der Freien Wähler, Norbert Kerkel. Der 49-Jährige liegt bei 35,48 Prozent.

Nach dem Zwischenstand tritt er in der Stichwahl in zwei Wochen gegen den Grünen-Kandidaten und Verwaltungsfachmann Wolfgang Rzehak (46) an, der bei 22,06 Prozent liegt. Aus dem Rennen sind außer Kreidl auch der SPD-Kandidat Robert Huber (54) mit 17,97 Prozent und Martin Eberhard (52) von der FDP mit 7,13 Prozent.

OB-Wahl in München im Live-Ticker auf merkur-online.de

In Nürnberg klarer Wahlsieg von OB Maly

In Nürnberg hat sich am Sonntagabend ein klarer Wahlsieg des amtierenden Oberbürgermeisters Ulrich Maly (SPD) abgezeichnet. Nach Auszählung von einem Drittel der 495 Stimmbezirke kam das 53 Jahre alte Stadtoberhaupt auf 67,3 Prozent der Stimmen. Der Sozialdemokrat hätte damit sein überragendes Wahlergebnis von vor sechs Jahren deutlich übertroffen. Auf Malys CSU-Gegenkandidaten Sebastian Brehm entfielen lediglich 24,0 Prozent der Stimmen. Maly, der auch Präsident des Deutschen Städtetages ist, steht seit 2002 an der Spitze der zweitgrößten bayerischen Großstadt. Bei der Nürnberger Stadtratswahl lag die SPD mit 46,5 Prozent weit vor der CSU (27 Prozent).

Hier geht's zu den Ergebnissen der Kommunalwahl 2014

Überraschung in Erlangen - SPD zwingt CSU in Stichwahl

Der Oberbürgermeisterposten in Erlangen wird in einer Stichwahl entschieden. Bei der Kommunalwahl am Sonntagabend erreichte CSU-Amtsinhaber Siegfried Balleis 39,2 Prozent der Stimmen. Sein 34-jähriger Herausforderer von der SPD, Florian Janik, kam auf 37,2 Prozent. Der bislang unangefochtene Balleis (60) regiert seit 18 Jahren in Erlangen. Bei der Kommunalwahl 2008 war er noch mit 55,8 Prozent im ersten Wahlgang bestätigt worden. Der gebürtige Erlanger Janik führt die SPD-Stadtratsfraktion seit 2008. Der promovierte Sozialwissenschaftler arbeitet beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Stichwahl in Würzburg - CSU-Kandidat im ersten Wahlgang vorn

Der Würzburger Oberbürgermeister wird erst in einer Stichwahl gekürt. Der gemeinsame Kandidat von CSU, FDP und Würzburger Liste, Christian Schuchardt, lag am Sonntag mit 48,7 Prozent der Stimmen zwar deutlich in Führung, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Er tritt in zwei Wochen gegen den rot-grünen Bewerber Muchtar Al Ghusain an, der im ersten Wahlgang auf 36,3 Prozent kam.

Die weiteren Kandidaten lagen abgeschlagen dahinter: Wolfgang Baumann (Zukunft für Würzburg) erzielte 7,4 Prozent, Charlotte Schloßareck (Bürgerforum Würzburg) 4,4 Prozent, Raimund Binder (ÖDP) 3,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,5 Prozent.

Vor sechs Jahren hatte die SPD der CSU das Rathaus abgenommen. Amtsinhaber Georg Rosenthal konnte aus Altersgründen nicht erneut antreten und war im Herbst in den Landtag gewechselt.

Stadtkämmerer Schuchardt trat zwar für die CSU an, der 45-jährige gebürtige Hesse hat aber ein CDU-Parteibuch. Sollte Kulturreferent Al Ghusain (50) sich im zweiten Wahlgang durchsetzen, wäre er wohl der erste deutsche Großstadt-Oberbürgermeister mit arabischen Wurzeln - dem Deutschen Städte- und Gemeindebund ist jedenfalls kein weiterer bekannt.

Kommunalwahl Oberbayern im Live-Ticker auf merkur-online.de

Erstmals seit 24 Jahren keine OB-Stichwahl in Augsburg - Gribl siegt

In Augsburg ist nach 24 Jahren erstmals wieder ein Oberbürgermeister im ersten Wahlgang gewählt worden. Amtsinhaber Kurt Gribl (CSU) konnte sich am Sonntag mit 51,9 Prozent der Stimmen durchsetzen und verwies seine acht Herausforderer mit großem Abstand auf die Plätze. Gribl regiert Bayerns drittgrößte Stadt seit 2008.

Beobachter hatten aufgrund der zahlreichen Stichwahlen in Augsburg in der Vergangenheit und der Vielzahl von Kandidaten nicht damit gerechnet, dass Gribl auf Anhieb seinen Posten verteidigen kann. „Ich habe gehofft, dass ich ohne Stichwahl davonkommen kann“, sagte hingegen Gribl nach seinem Triumph im Bayerischen Fernsehen.

Stefan Kiefer, der SPD-Fraktionschef im Augsburger Stadtrat, kam als Zweitplatzierter auf 28,0 Prozent, die sieben anderen Kandidaten spielten keine Rolle. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,2 Prozent. Zuletzt hatte CSU-Kandidat Peter Menacher im Jahr 1990 in Augsburg ganz knapp direkt eine OB-Wahl gewonnen, als er dem damaligen SPD-Rathauschef den Posten abnahm.

Stichwahl im Landkreis München - CSU-Kandidat vorn

Im einwohnerstarken Landkreis München entscheidet erst eine Stichwahl in zwei Wochen über das Amt des Landrates. Nach dem ersten Wahlgang vom Sonntag liegt der bisherige Vizelandrat und Bürgermeister von Gräfelfing, Christoph Göbel (CSU), mit 42,7 Prozent deutlich vorn. Die Journalistin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) aus Ismaning erzielte 28,4 Prozent. Die beiden gehen in zwei Wochen in die Stichwahl. Aus dem Rennen sind die Kandidaten von Grünen, Freien Wählern und FDP. Die aus Altersgründen ausscheidende Amtsinhaberin Johanna Rumschöttel hatte die Wahl vor sechs Jahren überraschend für die SPD gewonnen.

SPD verteidigt Fürther Oberbürgermeisterposten klar

Der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) hat seinen Posten klar verteidigt. Der 52-Jährige erhielt bei der Kommunalwahl am Sonntag nach dem vorläufigen Endergebnis 73 Prozent der Wählerstimmen. Er musste damit jedoch Verluste hinnehmen - vor sechs Jahren konnte er noch 80,14 Prozent einfahren. Der 52 Jahre alte Jung steht seit zwölf Jahren an der Spitze des Rathauses in Fürth. Jungs Herausforderer von der CSU, Dietmar Helm, erreichte nur 17,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,1 Prozent.

Keine Stichwahl: Überraschung bei Oberbürgermeisterwahl in Coburg

Bei der Coburger Oberbürgermeisterwahl hat es am Sonntagabend eine Überraschung gegeben: Norbert Tessmer von der SPD erzielte trotz sechs Mitbewerbern knapp eine absolute Mehrheit. Er kam auf 51,3 Prozent. Wegen der vielen Kandidaten um die Nachfolge des beliebten Amtsinhabers Norbert Kastner (SPD) galt eine Stichwahl in Coburg als sehr wahrscheinlich. Birgit Weber von der CSU erreichte 25,6 Prozent. Auf Platz drei landete Christian Müller von den Christlich Sozialen Bürgern (CSB) mit 9,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,3 Prozent. OB Norbert Kastner trat nach 24 Jahren im Amt nicht mehr an. Norbert Tessmer war seit sechs Jahren sein Stellvertreter.

In Ingolstadt bleibt das Rathaus in CSU-Hand

Bayerns fünftgrößte Kommune Ingolstadt wird weiterhin von einem CSU-Oberbürgermeister regiert. Bei der Wahl vom Sonntag erreichte Christian Lösel 52,6 Prozent der Stimmen. Der neue Rathauschef war bisher Referent des scheidenden Oberbürgermeisters Alfred Lehmann (CSU). Die Unternehmerin Veronika Peters, die für die SPD antrat, musste sich mit 28,45 Prozent geschlagen geben. Peter Springl von den Freien Wählern holte 6,2 Prozent. Barbara Leininger (Grüne) kam auf 5,3 Prozent.

Lehmann hatte nach zwölf Jahren auf dem Chefsessel des Rathauses nicht mehr kandidiert. Auch CSU-Chef Horst Seehofer dürfte brennend interessiert haben, wie sich der Kandidat seiner Partei schlug: Der Ministerpräsident durfte mitwählen, denn er wohnt ebenso wie Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) in Ingolstadt.

Passau wählt Jürgen Dupper (SPD) erneut zum Oberbürgermeister

Jürgen Dupper (SPD) ist erneut zum Oberbürgermeister von Passau gewählt worden. Der 53-Jährige erhielt am Sonntag bei der Kommunalwahl 64,68 Prozent der Stimmen. Rosemarie Weber von der CSU kam auf 18,4 Prozent, Urban Mangold (ÖDP) erhielt 8,98 Prozent. Dupper hatte sich vor allem bei der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Frühsommer als Krisenmanager bewährt.

Wie entspannt der 53-Jährige auch bei Wahlen ist, bewies er am Sonntagabend. Während die meisten Politiker mit Parteifreunden mit einer gewissen Anspannung auf die Ergebnisse warten, entspannte der SPD-Politiker bei einer Tanzstunde. „Das hat er auch bei der Wahl vor sechs Jahren gemacht. Er hat halt am Sonntagabend seine Tanzstunde und will ungerne darauf verzichten“, sagte Stadtsprecher Herbert Zillinger am Sonntag. Erst etwa 90 Minuten nach Schließung der Wahllokale kam Dupper ins Rathaus.

Schwabacher CSU-OB Thürauf klar bestätigt

Der Schwabacher Oberbürgermeister Matthias Thürauf (CSU) hat sein Amt mit einem verbesserten Ergebnis verteidigt. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielt der 40-Jährige am Sonntag 65,3 Prozent der Wählerstimmen. Seine Herausforderin von der SPD, Doris Reinecke, bekam nur 24,2 Prozent. Matthias Thürauf regiert seit sechs Jahren in Schwabach. Damals hatte er sich mit 59,6 Prozent gegen Helga Schmitt-Bussinger (SPD) durchgesetzt.

Überraschend Stichwahl um Regensburger OB-Sessel

Bei der Landratswahl in Regensburg kommt es in zwei Wochen zu einer Stichwahl. Peter Aumer (CSU) und Tanja Schweiger von den Freien Wählern lieferten sich am Sonntag bei der Kommunalwahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Überraschend lag die Lebensgefährtin von Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger mit 43,2 Prozent leicht vor Aumer mit 42,6 Prozent. Paula Wolf von der SPD kam auf 6,7 Prozent. Amtsinhaber Herbert Mirbeth (CSU) war nicht mehr angetreten.

Schweinfurter CSU-Oberbürgermeister klar bestätigt

Der Schweinfurter CSU-Oberbürgermeister Sebastian Remelé ist mit riesigem Vorsprung im Amt bestätigt worden. Der 44-Jährige erhielt am Sonntag 66,9 Prozent der Stimmen. SPD-Kandidat Stephan Kuserau erhielt dem vorläufigen Ergebnis zufolge 22 Prozent, der für Die Linke ins Rennen gegangene DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Firsching 11 Prozent.

Das Rathaus der industriell geprägten 53 000-Einwohner-Stadt in Unterfranken wird seit 1992 von der CSU geführt - zuvor hatten stets die Sozialdemokraten den Oberbürgermeister gestellt. Remelé konnte sein Ergebnis mit diesem triumphalen Sieg deutlich verbessern: Bei seiner ersten Wahl vor vier Jahren war der Jurist im ersten Wahlgang noch auf rund 46,4 Prozent gekommen und hatte sich erst in der Stichwahl durchsetzen können. Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei 42,6 Prozent.

Im Flughafen-Landkreis Freising Stichwahl erforderlich

Im Landkreis Freising entscheidet erst eine Stichwahl über das Amt des Landrates. Die Nase vorn hatte bei der Kommunalwahl am Sonntag der Freisinger Schulamtsdirektor Josef Hauner von der CSU. Er erzielte 40,46 der Stimmen, gefolgt von Rainer Schneider von den Freien Wählern mit 26,14 Prozent. Sie beide gehen in zwei Wochen in die Stichwahl. Aus dem Rennen sind hingegen die Unternehmerin Birgit Mooser-Niefanger (Grüne) mit 23,24 und Martin Bengler (SPD) mit 10,15 Prozent. Der Landkreis Freising ist am stärksten von dem geplanten Bau der dritten Startbahn am Münchner Flughafen betroffen. Der seit 2008 amtierende Landrat Michael Schwaiger (FW) hatte nicht mehr kandidiert.

CSU-OB Pannermayr triumphiert in Straubing

Der CSU-Politiker Markus Pannermayr hat die Oberbürgermeisterwahl in Straubing haushoch gewonnen. Der Amtsinhaber kam am Sonntag bei der Kommunalwahl auf 75,3 Prozent der Stimmen. Fritz Geisperger von der SPD erhielt lediglich 17,6 Prozent der Stimmen. ÖDP-Kandidat Georg Dasch kam auf 7 Prozent.

Ansbach Oberbürgermeisterin Seidel muss in Stichwahl

Bei den Oberbürgermeisterwahlen in Ansbach hat die Amtsinhaberin Carda Seidel (parteilos) zwar die Nase vorn, muss aber trotzdem in die Stichwahl. Auf die 49 Jahre alte Rathauschefin entfielen bei der OB-Wahl am Sonntag 40,8 Prozent Stimmen. Sie konnte damit ihr Erstwahl-Ergebnis von vor sechs Jahren um gut zwei Prozentpunkte verbessern. Seidel, die 2008 in der Stichwahl überraschend die Ära des langjährigen SPD-Oberbürgermeisters Ralf Felber beendet hatte, muss sich in 14 Tagen mit ihrem CSU-Konkurrenten Thomas Deffner messen.

Der 47 Jahre alte Leiter der Bauverwaltung im Landratsamt Ansbach kam am Sonntag auf 25,1 Prozent. Deffners Ergebnis hat anscheinend unter der Kandidatur seiner Parteifreundin Elke Homm-Vogel auf einem Ticket der Freien Wähler gelitten; für die Geschäftsführerin eines Ansbacher Einkaufszentrums stimmten 7,2 Prozent der Wähler. Der sozialdemokratische OB-Kandidaten Martin Porzner (47) musste sich mit lediglich 14,2 Prozent zufriedengeben. Für den Kandidaten der Linkspartei stimmten 6,5 Prozent, für den der Grünen 5,7 Prozent.

CSU-Mann Stefan Bosse in Kaufbeuren wiedergewählt

Stefan Bosse (CSU) bleibt für eine weitere Amtszeit Oberbürgermeister von Kaufbeuren. Bei der Wahl am Sonntag erzielte der 49-Jährige trotz zwei Gegenkandidaten auf Anhieb die absolute Mehrheit. 57,48 Prozent stimmten dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge für den amtierenden Rathauschef. Der Kandidat der FDP, Johannes Espermüller, holte 23,34 Prozent. Die Kandidatin der SPD, Catrin Riedl, kam auf 19,18 Prozent. An der Wahl beteiligten sich 45,83 Prozent der Wahlberechtigten. Bosse ist bereits seit 2004 im Amt.

Michael Cerny (CSU) ist Oberbürgermeister in Amberg

Bei der Wahl zum Oberbürgermeister in Amberg hat sich überraschend gleich im ersten Anlauf Michael Cerny (CSU) durchgesetzt. Der 49-Jährige erhielt bei der Kommunalwahl am Sonntag nach dem vorläufigen Endergebnis 51,91 Prozent der Stimmen. Damit ist der Informatiker Nachfolger von Wolfgang Dandorfer (CSU). Der 64 Jährige war seit 1990 OB in Amberg, war aber nicht mehr zur Wahl angetreten. Das zweitbeste Ergebnis bei der Kommunalwahl in Amberg erzielte Florian Fuchs von der SPD, der 32,67 Prozent erhielt.

Weiden wird weiter von SPD-Oberbürgermeister regiert

Die Stadt Weiden in der Oberpfalz wird weiter von einem SPD-Politiker geführt. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß wurde am Sonntag mit 52,5 Prozent im Amt bestätigt. Wolfgang Pausch (CSU) erhielt 28,1 Prozent. Für Reinhard Meier, der für die Bürgerliste angetreten war, stimmten 9,9 Prozent der Wähler. Karl Bärnklau von den Grünen kam auf 4,5 Prozent.

Bad Kissinger SPD-Oberbürgermeister mit großem Vorsprung bestätigt

Oberbürgermeister Kay Blankenburg ist in Bad Kissingen mit einem souveränen Vorsprung wiedergewählt worden. Der Sozialdemokrat erzielte am Sonntag 68,38 Prozent der Stimmen, CSU-Herausforderer Michael Heppes kam laut vorläufigem Ergebnis auf 31,62 Prozent. In der unterfränkischen Kurstadt ging etwas mehr als jeder zweite Wähler an die Urne, die Wahlbeteiligung lag bei 53,34 Prozent. Der 56 Jahre alte Rechtsanwalt Blankenburg ist seit 2008 Stadtchef in Bad Kissingen.

Thomas Kiechle wird neuer Oberbürgermeister in Kempten

In Kempten ist Thomas Kiechle (CSU/Freie Wähler) bereits im ersten Wahlgang zum neuen Oberbürgermeister gewählt worden. Der Sohn des früheren Bundeslandwirtschaftsministers Ignaz Kiechle erreichte mit 51,09 Prozent auf Anhieb die absolute Mehrheit und schlug damit seine fünf Mitbewerber aus dem Feld. Auf Rang zwei landete nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis Martin Bernhard (SPD) mit 23,03 Prozent. Amtsinhaber Ulrich Netzer (CSU) war nach 18 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl angetreten, da er an die Spitze des Bayerischen Sparkassenverbands wechselt. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,08 Prozent.

Stichwahl in Kitzingen - Amtsinhaber Müller in Führung

In Kitzingen hat sich im ersten Wahlgang wie erwartet kein Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters durchsetzen können. Amtsinhaber Siegfried Müller von der Unabhängigen sozialen Wählergruppe (UsW) muss in der Stichwahl gegen CSU-Herausforderer Stefan Güntner antreten. Der 58 Jahre alte Stadtchef kam am Sonntag auf 33,87 Prozent der Stimmen, Güntner (32) erzielte laut vorläufigem Ergebnis 18,44 Prozent. In der historischen Weinhandelsstadt am Main hatten sich noch fünf weitere Kandidaten um den Job des Oberbürgermeisters beworben, sie erreichten Ergebnisse zwischen sechs und zwölf Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,95 Prozent.

Neu-Ulmer CSU-Rathauschef muss in die Stichwahl

Im schwäbischen Neu-Ulm muss Amtsinhaber Gerold Noerenberg (CSU) erstmals in die Stichwahl. Er errang am Sonntag im ersten Wahlgang nur 46,0 Prozent der Stimmen. Der Jurist Detlef Kröger landete mit 41,4 Prozent auf dem zweiten Platz. Kröger ist der gemeinsame Kandidat von SPD, Grünen, Freien Wählern und FDP und wird nun in zwei Wochen gegen den OB nochmals antreten. Stephan Salzmann von einer Bürgerliste kam auf 12,5 Prozent. Noerenberg führt die Stadtverwaltung von Neu-Ulm seit zehn Jahren, bislang hatte er die Wahlen immer direkt gewonnen. Im Jahr 2004 wurde er Nachfolger von Beate Merk (CSU), der heutigen bayerischen Europaministerin. Die damalige Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin war zunächst als Justizministerin nach München gewechselt.

Laufs Grünen-Bürgermeister Bisping muss in die Stichwahl

Der als Vorzeige-Kommunalpolitiker der bayerischen Grünen gehandelte Laufer Bürgermeister Benedikt Bisping (Grüne) muss in die Stichwahl. Für das 46 Jahre alte Stadtoberhaupt votierten 38,47 Prozent. Er blieb damit allerdings deutlich vor den Bürgermeister-Kandidaten der großen Volksparteien. Für den CSU-Politiker Norbert Maschler stimmten 23,68 Prozent, auf den Sozialdemokraten Georg Schweikert entfielen sogar nur 17,73 Prozent der Stimmen. Der für die Freien Wähler angetretene Thomas Lang kam auf einen Stimmenanteil von 20,12 Prozent. Bisping waren zuletzt wegen seines Politikstils in der Stadt nordöstlich von Nürnberg in die Kritik geraten. Vertreter im Stadtrat hatten ihm ein überzogenes Selbstdarstellungsbedürfnis und Eigenwilligkeit vorgeworfen.

In Balderschwang fährt die CSU Traumergebnis ein

In Deutschlands höchstgelegener Gemeinde, dem Oberallgäuer Ferienort Balderschwang, hat die CSU bei der Kommunalwahl am Sonntag ein Traumergebnis eingefahren: Der einzige Bürgermeisterkandidat Konrad Kienle brachte es nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 78,79 Prozent der Stimmen. Noch deutlicher fiel das Ergebnis bei der Landratswahl aus: 92,4 Prozent stimmten in Balderschwang für den CSU-Mann Anton Klotz.

Eine andere Partei oder Gruppierung als die CSU existiert in der 310-Einwohner-Gemeinde nicht. Entsprechend sieht auch die Zusammensetzung des Gemeinderates aus: Sechs der acht Ratsherren sind nach Angaben des CSU-Ortsverbands Christsoziale, zwei sind parteilos. Der bisherige Bürgermeister Werner Fritz (parteilos) war nach zwölf Jahren nicht mehr zur Wahl angetreten.

In Garmisch-Partenkirchen muss Amtsinhaber Schmid in die Stichwahl

Im oberbayerischen Skisportort Garmisch-Partenkirchen muss Rathauschef Thomas Schmid vom Christlich-Sozialen Bündnis (CSB) in die Stichwahl. Der Bürgermeister holte bei der Kommunalwahl am Sonntag 33,28 Prozent der Stimmen. Die SPD-Kandidatin und Ärztin Sigrid Meierhofer (SPD) brachte es auf 29,27 und ist damit in der entscheidenden Wahl in zwei Wochen Schmids Kontrahentin. Der Verwaltungsangestellte Wolfgang Bauer von der CSU ist mit 25,43 Prozent aus dem Rennen. Die übrigen drei Kandidaten erzielten jeweils nur Ergebnisse im einstelligen Prozentbereich. Schmid ist seit 2002 Rathauschef der rund 26 000 Einwohner zählenden Marktgemeinde zu Füßen der Zugspitze. Das CSB ist eine Abspaltung der CSU.

Landratswahl in Hof: Stichwahl nach Kopf-an-Kopf-Rennen nötig

Wer neuer Landrat in Hof wird, entscheidet sich erst in einer Stichwahl in zwei Wochen. Oliver Bär (CSU) und Alexander Eberl (SPD) lieferten sich am Wahlabend am Sonntag ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Bär kam am auf 49,9 Prozent, Eberl auf 47 Prozent. Amtsinhaber Bernd Hering (SPD) stand nach 18 Amtsjahren nicht mehr zur Wahl, weil er mit 67 Jahren die Altersgrenze für Landräte erreicht hatte. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,4 Prozent.

Trinkfester Schongauer Bürgermeisterkandidat in der Stichwahl

Seine im Internet bewiesene Trinkfestigkeit hatte im Wahlkampf bundesweit Aufsehen erregt: Nun schafft es der Schongauer Bürgermeisterkandidat Tobias Kalbitzer von der Alternativen Liste immerhin in die Stichwahl. Der passionierte Biertrinker holte bei der Wahl am Sonntag 28,8 Prozent der Stimmen. An erster Stelle liegt Falk Sluyterman von der SPD mit 34,3 Prozent. Die beiden machen das Rennen bei der Stichwahl in der oberbayerischen Stadt in zwei Wochen unter sich aus. Der Lehrer und CSU-Kandidat Robert Stöhr ist mit 22,3 Prozent aus dem Rennen, ebenso Ralf Alexander Schnabel (Unabhängige Wählerinitiative) mit 14,6 Prozent.

Kalbitzer hatte im Wahlkampf seine Kontrahenten via Internet zum Trinkwettbewerb herausgefordert. In einem Video auf seiner Facebook-Seite war der 27-Jährige zu sehen, wie er einen halben Liter Bier auf ex austrinkt und die drei Gegenkandidaten aufforderte, es ihm gleichzutun. Hintergrund der Aktion war das „Socialbeergame“, das derzeit auf Facebook Furore macht.

Singende Bürgermeisterin Schmid wiedergewählt

Die singende Bürgermeisterin von Kollnburg (Landkreis Regen), Josefa Schmid, ist wiedergewählt worden. Die FDP-Politikerin erhielt am Sonntag 51,97 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Josef Klimmer (CSU) durch, der auf 48,03 Prozent kam. Bundesweit bekannt wurde Schmid mit einer Cover-Version eines Hits des österreichischen Sängers Rainhard Fendrich. Sie hatte den Song ungefragt im Internet veröffentlicht. Nach tagelangem Streit einigte sich Schmid mit dem Musikverlag, dass ihre Version schließlich doch wieder ins Internet gestellt werden darf.

CSU nur noch drittstärkste Fraktion im Bamberger Stadtrat

Die CSU hat bei den Bamberger Stadtratswahlen am Sonntag nach einer Prognose sieben Sitze verloren. Sie dürfte nach der Schnellmeldung des Wahlamts mit zehn Sitzen nur noch drittstärkste Fraktion sein. In Bamberg wurden am Sonntag lediglich die Stimmzettel mit unverändert angekreuzten Wahlvorschlägen (Listenkreuze) ausgezählt. Die restlichen Stimmzettel mit Einzelstimmvergaben folgen erst am Montag. Die SPD verliert nach dieser Prognose einen Sitz und kommt auf elf Stadtratsmandate. Großer Gewinner wäre die Grün-Alternative Liste (GAL) mit ebenfalls elf Sitzen - vier mehr als bei der Kommunalwahl 2008. Die Bamberger Linke Liste (Bali) würde auf Anhieb mit drei Sitzen den Sprung in den Stadtrat schaffen.

CSU verpasst in Traunstein Sieg bei der Landratswahl

Die CSU hat im oberbayerischen Landkreis Traunstein den Sieg bei der Landratswahl verpasst. CSU-Kandidat Siegfried Walch kam auf 41,2 Prozent. Er muss sich am 30. März der Stichwahl mit dem SPD-Kandidaten Sepp Konhäuser stellen, der 22,3 Prozent holte. Der bisherige CSU-Landrat Hermann Steinmaßl trat aus Altersgründen nicht mehr an.

dpa

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