Vierköpfige Skitourengruppe

Lawinenabgang: Drei Leichtverletzte am Breitenstein

Grassau - Eine vierköpfige Skitourengruppe aus dem Raum Wasserburg stieg nach Einbruch der Dunkelheit auf den Breitenstein - und löste eine Lawine aus. Drei Bergsteiger wurden leicht verletzt.

Glück im Unglück: Bei einem Lawinenabgang auf dem Breitenstein wurden drei Skitourengeher nur leicht verletzt. Einer kam sogar ohne Blessuren davon. Die vierköpfige Gruppe zog nach Einbruch der Dunkelheit los und wählte die Route über die sogenannte Leitrinne. Kurz vor ihrem Ziel (sie waren schon 1500 Meter hoch gekommen) löste die Gruppe gegen 20 Uhr ein Schneebrett aus. Alle vier wurden erfasst, zwei sogar total verschüttet. Einer konnte sich selbstständig befreien und zusammen mit den beiden anderen ihren verschütteten Kameraden suchen. Mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät konnte er geortet und ausgegraben werden. Knapp 300 Meter hinter der Gruppe befand sich noch ein einzelner Skitourengeher aus dem Achental, der von der Lawine glücklicherweise nicht erfasst wurde und Erste Hilfe leisten konnte.

Die Bergwacht fand schließlich die vom Unfall betroffenen Männer. Die hatten zunächst Probleme, durch die Schneemassen ins Tal zu kommen, weil sie teilweise ihre Ski verloren hatten - drei waren zudem immer noch leicht verletzt. Die Bergwacht brachte die Beteiligten dann ins Tal, von wo aus sie ins Krankenhaus kamen. Durch einen Bergführer der Polizei wurden am Unfallort die notwendigen Feststellungen zur Auslösung der Lawine getroffen. Die Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs herrschte in den Chiemgauer Alpen die Lawinengefahrstufe zwei, oberhalb von 1500 Metern sogar Stufe drei.

ahi

Rubriklistenbild: © dpa

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