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Der Mann soll seine Mutter so stark geschlagen haben, dass sie blutüberströmt am Boden liegen blieb.

Einweisung in Psychiatrie

Mann verprügelt Mutter im Streit um Geld

Schweinfurt - Wegen ein paar Euro soll ein Mann seine Mutter brutal verprügelt haben. Vor Gericht behauptet er, seine Mutter habe sich selbst auf die Augen geschlagen. Nun hat das Gericht ein Urteil gefällt.

Der beinahe tödliche Streit um Geld mit seiner Mutter endet für einen 37 Jahre alten Mann in der Psychiatrie. Das Landgericht Schweinfurt ordnete am Freitag in seinem Urteil an, dass der Angeklagte aus Münnerstadt (Landkreis Bad Kissingen) weiterhin in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden muss. Der Mann neige zu Gewaltausbrüchen und sei aufgrund seiner paranoiden Schizophrenie deshalb gefährlich für die Allgemeinheit, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. Wegen dieser Krankheit sei der 37-Jährige schuldunfähig.

Wegen 50 Euro ein Schlag ins Gesicht

Der Unterfranke war wegen versuchten Mordes angeklagt. Er soll im März 2014 seine Mutter um rund 50 Euro gebeten und nicht bekommen haben. Daraufhin habe er sie ins Gesicht getreten beziehungsweise geschlagen. Ihr Ehemann und Vater des Angeklagten fand sie blutüberströmt in der Wohnung auf dem Boden liegend. Die Frau kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Mediziner stellten ein Schädel-Hirn-Trauma, die Lähmung eines Hirnnervs, einen offenen Nasenbeinbruch und Schwellungen im Gesicht fest.

Angeklagter bestritt seine Tat vehement

Vor Gericht hatte der Angeklagte die Tat vehement bestritten. Seine Mutter sei dement und habe sich selbst auf die Augen geschlagen, behauptete der arbeitslose, ungelernte und drogenabhängige Mann. Die 57-Jährige selbst kann sich an den Tathergang nicht erinnern. Die Kammer hatte indes keinen Zweifel daran, dass es nur der Angeklagte gewesen sein kann, der die Mutter lebensgefährlich verletzt hatte.

dpa

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