Den Sohn geschüttelt und geschlagen

Mutter tötet Kind - Vermindert schuldfähig

Aschaffenburg - Eine Mutter soll ihren Säugling zu Tode geschlagen und geschüttelt haben. Der Ehemann verweigerte die Aussage, das für heute erwartete Urteil wird verschoben.

Im Aschaffenburger Prozess gegen eine Mutter, die ihren Säugling zu Tode geschlagen und geschüttelt haben soll, hat der Ehemann die Aussage verweigert. Ihm und auch den Ärzten hatte die 32-Jährige zunächst erzählt, ihr Sohn sei vom Sofa auf den Steinboden gefallen. Das Paar hat noch einen zehn Jahre alten Sohn. Das Jugendamt war über die Probleme informiert, die Frau lehnte jedoch jede Hilfe ab, weil sie es allein schaffen wollte.

Seine Frau soll der Anklage zufolge im Juni 2014 den gemeinsamen, sechs Monate alten Sohn so lange misshandelt haben, bis er bewusstlos wurde. Das Baby starb drei Tage später im Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Kopfverletzungen. Die Frau muss sich wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Ursprünglich war für Dienstag bereits das Urteil vorgesehen. Das wollen die Richter nun an diesem Freitag (16. Januar) verkünden.

Ein Gutachter hat der Frau verminderte Schuldfähigkeit bescheinigt. Die brutale Reaktion auf das Schreien ihres sechs Monate alten Sohnes sei „ein Ausdruck ihrer mangelnden Fähigkeit, Problemlösungen zu entwickeln“, sagte der Gutachter am Dienstag vor dem Landgericht Aschaffenburg über die Angeklagte. Der Gutachter empfahl jedoch keine Einweisung in eine psychiatrische Klinik.

dpa/lby

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