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Nach irrer Chaosfahrt in Fürth: Staatsanwaltschaft gibt neue Details bekannt

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Von: Tanja Kipke

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Ein betrunkener Lkw-Fahrt hat mit einer Chaosfahrt in Fürth enormen Schaden angerichtet. Nun kam heraus, dass der Mann noch gar nicht so lange unterwegs war.

Update, 15. Februar, 14.05 Uhr: Nach der verheerenden Chaosfahrt eines betrunkenen Lkw-Fahrers hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth nun Details herausgegeben. Laut einer Sprecherin ist der Mann zum Zeitpunkt der Fahrt noch nicht lange unterwegs gewesen. Der 50-Jährige habe seine Fahrt in Fürth gestartet.

Medien hatten zuvor darüber berichtet. Der Fahrer hatte am Dienstag (8. Februar) vergangener Woche eine Straße in der Stadt nahe Nürnberg verwüstet. Drei Menschen wurden leicht verletzt, ein Haus ist unbewohnbar, Autos gingen in Flammen auf. Ein Atemalkoholtest ergab nach Angaben der Polizei später zwei Promille.

Der Fahrer habe eingeräumt, betrunken am Steuer gesessen zu haben, sagte die Staatsanwaltschaftssprecherin. Weitere Angaben zu dem Unfall machte sie zunächst nicht. Die Polizei ermittelt gegen den 50-Jährigen unter anderem wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, fahrlässiger Körperverletzung, fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Brandstiftung.

Chaosfahrt in Fürth: Untersuchungshaft für Unfallverursacher

Update 9. Februar, 21.01 Uhr: Wie bereits berichtet (siehe voriges Update) wurde der betrunkene Fahrer des Lkw am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an. Gegen den Mann, der bisher zum Hergang nichts sagte, wird wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort, fahrlässiger Körperverletzung, fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Die Polizei legte sich aber bereits am Mittwoch auf einen Unfall als Ursache für die Verwüstung fest. Ein Terrorakt könne ausgeschlossen werden, sagt der Leiter der Fürther Polizeiinspektion, Bernd Wolf.

Update vom 9. Februar, 17.38 Uhr: Nach der Chaosfahrt eines betrunken Lkw-Fahrers in Fürth (siehe Erstmeldung) sind die Anwohner immer noch fassungslos. „Es sieht aus wie nach einem Krieg“, schildert eine Zeugin der dpa. Drei Verletzte, 34 beschädigte Autos, ein Haus vorerst unbewohnbar - so lautet die Bilanz der Polizei am Ende der Irrfahrt. Viele Fragen sind allerdings noch offen: Wieso raste der Fahrer erst über eine rote Ampel, stieß mit einem Auto zusammen und fuhr dann einfach weiter die Straße hinunter? War er wegen seines Alkoholpegels unzurechnungsfähig? Oder gab es einen technischen Defekt?

Die Polizei ermittelt gegen den Mann wegen Körperverletzung, Unfallflucht und fahrlässiger Brandstiftung. Er wurde am Nachmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Ob der Untersuchungshaft anordnen wird, stand zunächst nicht fest. Ein Atemalkoholtest hatte laut Polizei einen Wert von rund zwei Promille ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Das Ergebnis einer Blutprobe stand am Mittwoch noch aus.

Nach Irrfahrt von Lkw-Fahrer in Fürth: OB fordert Konsequenzen

Update vom 9. Februar, 13.20 Uhr: Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) hat sich nach der folgenschweren Irrfahrt eines Sattelzugs durch eine Wohnstraße schockiert über das Ausmaß der Verwüstung gezeigt. Es sei ein Wunder, dass es keine Toten gegeben habe, sagte der Politiker am Mittwoch. Es sei unfassbar, was ein einziger Lkw außer Kontrolle anrichten kann. „Das ist schon eine Dimension, die einen erschrecken lässt.“

Jung forderte, Konsequenzen aus dem Vorfall zu ziehen. „Man muss sich wirklich Gedanken machen, wie das mit Lkw-Gefahren in großstädtischen Wohngebieten ausschaut. Aber das ist keine Sache, die die Stadt Fürth entscheiden kann. Das müssen sich Menschen in den Ministerien anschauen.“

Nach Chaosfahrt in Fürth - Wohnhaus nicht mehr bewohnbar

Update vom 9. Februar, 9.35 Uhr: Nach der verheerenden Chaosfahrt eines betrunkenen Lastwagenfahrers in Fürth mit drei Verletzten ist eines der Häuser am Unfallort vorerst nicht mehr bewohnbar. Experten müssten die Statik der Fassade untersuchen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Der tonnenschwere Sattelschlepper hatte am Dienstagabend nach Auskunft der Polizei etliche geparkte Autos gerammt und einige von ihnen in das Gebäude gedrückt. Die Fassade fing Feuer, Fensterscheiben barsten und Rauch drang in die Wohnungen ein. Es sei nicht absehbar, wann diese wieder bezogen werden könnten. „Das Schadensbild ist schon immens“, erklärte der Sprecher.

Die Aufräumarbeiten werden sich hinziehen, auch wenn in der Nacht schon einige der Autos geborgen werden konnten, die der Sattelzug bei seiner irren Fahrt teilweise geschrottet hat. Auch ein Kran soll eingesetzt werden, um den Lastwagen nach Abschluss der Untersuchungen abzutransportieren.

Laut Polizeibericht war der 50-Jährige an einer Kreuzung bei Rot über eine Ampel gefahren und mit dem Auto einer 74-Jährigen kollidiert, die dabei schwer verletzt wurde. Der Lkw bretterte weiter und krachte in zahlreiche Autos. Ein 64 Jahre alter Passant konnte gerade noch zur Seite springen, er wurde nach Angaben der Ermittler leicht verletzt, ebenso wie der Fahrer. Mindestens 33 Fahrzeuge wurden beschädigt. Wie genau es zu der Horrorfahrt des 50-Jährigen kommen konnte, war zunächst noch unklar.

Chaosfahrt in Fürth: 31 beschädigte Autos und drei Verletzte

Update vom 9. Februar, 6.11 Uhr: Alles hätte noch viel schlimmer ausgehen können: Ein Lkw-Fahrer kommt in Fürth von der Fahrbahn ab, sein tonnenschwerer Sattelzug kracht in geparkte Autos, beschädigt mehr als 30 Fahrzeuge.

Nach der folgenschweren Chaosfahrt eines betrunkenen Lkw-Fahrers gehen die Bergungsarbeiten in Fürth am Mittwoch weiter. Der tonnenschwere Sattelzug war am Abend in etliche geparkte Fahrzeuge gekracht und hinterließ auf mehreren hundert Metern eine Schneise der Zerstörung. 31 Autos wurden beschädigt und gingen teils in Flammen auf, der Fahrer wurde festgenommen. Ob der 50-Jährige ein konkretes Motiv hatte oder aufgrund seines Alkoholpegels unzurechnungsfähig war, war auch Stunden später ungeklärt.

Augenzeugen filmten das Geschehen.
Augenzeugen filmten das Geschehen. © NEWS5 / Augenzeugenmaterial

„So ein Verwüstungsszenario habe ich noch nie erlebt“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken der Deutschen Presse-Agentur. „Man kann nur erahnen, mit welcher Wucht der Lkw dort entlang ist. Das hätte ein Horrorszenario werden können, wenn dort mehr Passanten unterwegs gewesen wären.“ So blieb es bei drei Leichtverletzten - darunter der Lkw-Fahrer selbst.

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Chaosfahrt in Fürth: Lkw-Fahrer mit rund zwei Promille Atemalkohol

Der Sattelzug habe die vielen Autos „gerammt, touchiert, vor sich hergeschoben und in ein Haus gedrückt“, so der Sprecher. Mehrere Wagen hätten lichterloh gebrannt. Zudem geriet auch die Fassade eines Wohnhauses in Brand. Fensterscheiben zerbarsten, Rollläden schmolzen. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten die Flammen schließlich löschen, doch zurückblieb ein heilloses Chaos. Anwohner wurden aus ihren Wohnungen evakuiert und mussten aufgrund der niedrigen Temperaturen in nahegelegenen Unterkünften übernachten. Eine ältere Frau kam vorsorglich ins Krankenhaus.

Der Fahrer, bei dem rund zwei Promille Atemalkohol gemessen wurden, war nach Polizeiangaben wohl bei Rot mit seinem Lkw über eine Kreuzung gefahren und in ein Auto gekracht, dessen Fahrerin leicht verletzt wurde. Dennoch sei er weitergefahren und habe wahrscheinlich noch beschleunigt. Ein Passant habe sich noch in Sicherheit bringen können und sei so mit leichten Verletzungen davongekommen.

Der Lastwagenfahrer soll nun einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Möglicherweise kommt er in Untersuchungshaft. Ermittelt wird wegen Unfallflucht und Körperverletzung.

Bild der Verwüstung in Fürth: Lkw kracht in Wohngebiet in Fahrzeuge - mehrere Autos gehen in Flammen auf

Erstmeldung vom 8. Februar: Fürth - Ein Lkw-Fahrer rammte gegen 19 Uhr mehrere geparkte Autos in der Hardstraße in Fürth. „Einige Pkw fingen dabei Feuer“, teilt die Polizei mit. Die Feuerwehr Fürth und der Rettungsdienst seien noch im Einsatz (Stand 20.31 Uhr).

Schwerer Unfall in Fürth: Lkw rammt mehrere Autos - Polizei gibt Statement

Ein Polizeisprecher erklärte auf Nachfrage von Merkur.de, der Lkw habe mehrere Autos gerammt und diese „teilweise ineinander geschoben, in Hausfassaden geschoben“. Die Ursache sei noch nicht gänzlich geklärt. „Das Ausmaß der Beschädigung ist noch nicht klar“, teilte der Sprecher mit. „Was das Ganze spektakulärer gemacht hat war, dass teilweise Fahrzeuge angefangen haben zu brennen.“ Einzelne Hausfassen sind durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen worden. „Da ist sehr, sehr viel los im Moment.“

Eine Schneise der Verwüstung zieht sich druch die Hardstraße in Fürth.
Eine Schneise der Verwüstung zieht sich druch die Hardstraße in Fürth. © NEWS5 / Oßwald

Der Fahrer des Lkws hatte offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war in der Hardstraße in über 30 Autos gekracht. Das berichtet News5, die sich vor Ort befinden. Das Feuer hat auch auf ein angrenzendes Haus übergegriffen und dieses massiv beschädigt. Ob es Verletzte gab, ist bislang noch unklar. Laut der Nachrichtenagentur sei der Lkw-Fahrer von der Polizei festgenommen worden. Dies ist jedoch noch nicht bestätigt. (tkip)

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