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Doch noch Schneeflocken an Ostern? „Kälte-Ei“ kullert auf Bayern zu

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Von: Tanja Kipke

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Das Wetter in Bayern macht, was es will: Regen, Schnee und Sonne. Für Ostern sind sich die Modelle uneinig. Gewitter und Saharastaub bahnen sich an.

Update vom 14. April, 9.10 Uhr: Ein „Kälte-Ei“ trifft Deutschland an Ostern. Bedeutet: Die Temperaturen fallen. Gerade können sich die Bayern über Werte um die 20 bis 24 Grad freuen. Zu Ostern ist diese sommerliche Wärme offenbar wieder Geschichte. Dann kann nur noch mit Höchstwerten um die 16, 17 Grad gerechnet werden. „Das Kälte-Ei ist kalte Höhenluft über Deutschland“, erklärt Experte Dominik Jung von wetter.net. „Dabei kann es auch Schneeflocken geben.“ Allerdings nur in Höhenlagen. Bayern scheint laut Wetterkarte davon verschont zu bleiben.

„Trotzdem muss man am Morgen des Ostersonntags stellenweise mit Luftfrost und Bodenfrost rechnen“, warnt Jung. Auch im Freistaat. „So warm wie in den vergangenen Tagen wird es nicht mehr werden.“

Bayern-Wetter an Ostern: Modelle geben uneindeutige Prognosen

Erstmeldung vom 13. April: Nürnberg – Kommt der Wintereinbruch an Ostern zurück, ja oder nein? Die Wetter-Modelle für Bayern scheinen sich offenbar nicht ganz sicher zu sein. Am gestrigen Dienstag (18 Uhr) zeigte das amerikanische Wettermodell noch Schnee und Schneeregen am Ostermontag bis in tiefe Lagen für Bayern an, wie Wetter-Experte Dominik Jung in einem Video erklärt. Vor allem Franken, insbesondere die Metropolregion Nürnberg, sind auf der Karte lila eingefärbt, was Schneefall bedeutet. Am Dienstag um 0 Uhr zeigte das Modell dann gar keinen Schnee mehr an. Wie kann das sein?

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Wetter in Bayern: Doch noch Schneefall am Ostermontag möglich?

Der Grund für die Uneindeutigkeit: Die frühere Prognose hat das Hoch über Großbritannien schwächer berechnet als die 0-Uhr-Prognose, erklärt Jung. Er warnt jedoch: „Unser Oster-Wetter ist noch keinesfalls so richtig sicher.“ Momentan sieht vor allem der Ostersonntag sehr freundlich aus. Ob das am Ostermontag auch der Fall sein wird, bleibt abzuwarten, da die Tiefs über Osteuropa Bayern dann „sehr nahekommen“ würden. Die Prognosen würden aktuell „hin und her springen“.

Kommt erst Saharastaub und dann Gewitter nach Bayern? Wetter-Experte gibt Prognose ab.
Kommt erst Saharastaub und dann Gewitter nach Bayern? Wetter-Experte gibt Prognose ab. © Robert Michael/dpa/Sebastien Bozon/AFP (Fotomontage)

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Wetter an Ostern: Gewitter mit Blutregen ziehen auf Bayern zu

„Am Gründonnerstag und Karfreitag sind vor allem im Süden Deutschlands Gewitter mit Starkregen möglich“, sagte Jung in seiner Wetter-Prognose am Mittwoch voraus. Das seien die ersten, richtigen Wärmegewitter 2022. Aus Nordafrika würde zudem noch Saharastaub nach Deutschland ziehen. Durch die Gewitter kann der Saharastaub dann aus der Atmosphäre „gewaschen“ werden, dann spricht man von dem Phänomen Blutregen. Erst vor einigen Wochen färbte Saharastaub den Himmel über Bayern rötlich-gelb. Das spektakuläre Wetter-Phänomen war vor allem in Oberbayern gut zu beobachten und sorgte für etliche schmutzige Autos.

Betroffen von den Gewittern ist laut Wettermodellen vor allem der Norden Bayerns. „Einzelne Gewitter mit Potenzial für Starkregen“, erwartet Jung dort. Die Temperaturen liegen an diesen Tagen zwischen 14 und 23 Grad. Am Karsamstag und Ostersonntag wird es dann wieder sonnig im Freistaat, auch in der Metropolregion Nürnberg. Allerdings fallen die Temperaturen und die Höchstwerte liegen nur noch bei 17 Grad. DWD-Meteorologe Wolz kündigte auf Nachfrage von Merkur.de ebenfalls „kühle Ostern“ an und erklärte die Ursache. (tkip)

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