AEG
+
Das ehemalige AEG-Firmengelände in Nürnberg.

Bis zu 5000 Studienplätze geplant 

Aus Nürnberger AEG-Gelände soll Uni werden

Nürnberg - Die bayerische Staatsregierung plant auf dem früheren Nürnberger AEG-Gelände ein Uni- und Forschungszentrum mit bis zu 5000 Studien- und 850 Arbeitsplätzen.

Auf dem rund 100 Hektar großen Areal sollen vor allem Technologie-orientierte Fachrichtungen untergebracht werden, berichtete Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) am Dienstag in Nürnberg. Spaenle, der die „Vision“ zusammen mit seinen Kabinettskollegen Joachim Herrmann und Markus Söder (beide CSU) vorstellte, verglich den Technologiecampus mit dem Forschungsstandort Garching im Norden von München.

Nach Ansicht des Erlanger Uni-Präsidenten Karl-Dieter Grüske steht die Universität Erlangen-Nürnberg damit vor „der größten Standort-Restrukturierung in ihrer Geschichte“. Insgesamt entstünden „Auf AEG“ in den kommenden 15 Jahren rund zwölf bisher teils in Erlangen beheimatete Studiengänge. Angesiedelt werden sollen auf dem Gelände der früheren Hausgeräte-Fabrik unter anderem die Maschinenbauer, die Werkstofftechnik und der interdisziplinär angelegte Studiengang „Produktion, Ingenieurwesen und Management“.

In Erlangen verblieben die Grundlagenforschung und die Naturwissenschaften. Mit den freiwerdenden Räumen könne endlich die räumliche Zersplitterung aufgehoben werden. „Derzeit sind allein die technischen Fakultäten auf 28 Standorte verteilt“, berichtete Grüske. Zugleich biete die Umstrukturierung die Chance, die bislang in Nürnberg angesiedelte Ausbildung von Grund- und Haupt- und Realschullehrern in Erlangen zu zentralisieren. Sie soll bis zum Anfang des nächsten Jahrzehnts im heutigen Siemens-Verwaltungsbau, dem sogenannten Himbeerpalast, unterkommen.

Für die Schaffung des neuen Uni-Zentrums will Finanzminister Söder das gesamte frühere AEG-Gelände erwerben - auch die bereits angemieteten Teile des Areals. Auf lange Sicht sei ein Erwerb der insgesamt 150 000 Quadratmeter großen Fläche wirtschaftlicher als die Anmietung, betonte Söder. Neben Fakultäten der Uni Erlangen-Nürnberg sollen auf dem Areal künftig auch wissenschaftliche Einrichtungen der Technischen Hochschule Nürnberg, ein Zentrum für Wissenstransfer und Hightech-Unternehmen Platz finden. Für die Umsetzung der Pläne veranschlagt die bayerische Staatsregierung 15 bis 20 Jahre.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Autobahnen in Bayern dicht - stundenlange Staus

München - In vielen Bundesländern haben die Sommerferien begonnen. Die Folge: Kilometerlange Staus auf den bayerischen Autobahnen. Wo es besonders schlimm ist.
Autobahnen in Bayern dicht - stundenlange Staus

Motorradfahrer (21) bei Unfall schwer verletzt

Traunstein - Schwer verletzt wurde am Freitag ein 21-Jähriger bei einem Unfall im Berchtesgadener Land. Sein Motorrad kollidierte mit einem Auto.
Motorradfahrer (21) bei Unfall schwer verletzt

Axt-Attentat im Zug: Zustand der Opfer verbessert sich 

Würzburg - Nach dem Blutbad in einem Regionalzug bei Würzburg hat sich der Zustand der Opfer verbessert, doch ein 62-Jährige ist weiter in Lebensgefahr. Wir halten Sie …
Axt-Attentat im Zug: Zustand der Opfer verbessert sich 

Nach Unfall im Freibad: Bub (8) stirbt im Krankenhaus

Hof an der Saale - Mehrere Tage kämpften die Ärzte um sein Leben, aber vergeblich: Ein Achtjähriger ist nach einem Badeunfall in Oberfranken gestorben.
Nach Unfall im Freibad: Bub (8) stirbt im Krankenhaus

Kommentare