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Gericht urteilt für Rentnerin

Ohne Lesebrille unterschrieben: Vertrag ungültig

Sie wollte nur an einer Werbeaktion teilnehmen. Doch weil die Rentnerin ihre Lesebrille nicht auf hatte, stand sie mit einem teuren Fitnesspaket da und hatte viel Ärger. Doch nun bekam sie vor Gericht Recht.

Wie am Donnerstag das Amtsgericht München mitteilte, ist im Fall der Seniorin aus München der abgeschlossene Vertrag für ungültig erklärt worden.

Statt eines Kurzvertrags für zwei Wochen unterschrieb die fast 70-Jährige im Februar für ein 64 Wochen Basispaket - Gesamtwert rund 1130 Euro. Erst zu Hause, diesmal mit Brille, bemerkte sie ihren Fehler. Die Seniorin weigerte sich zu zahlen, das Fitnessstudio klagte.

Das Amtsgericht gab aber Kundin Recht. Die Seniorin hatte im konkreten Fall bei der Unterzeichnung des Vertrags mehrfach deutlich gemacht, welchen Vertrag sie abschließen wolle. Außerdem trug sie eben keine Lesebrille, konnte den Vertrag daher nicht selbst prüfen und hatte auch die Mitarbeiter des Studios darauf hingewiesen.

Eine böswillige Absicht konnte die Richterin bei den Studiobetreibern allerdings nicht feststellen. Vielmehr dürfte laut Gericht der Fehler bei beiden Seiten gelegen haben: „Wird schlecht zugehört, redet man schnell aneinander vorbei.“

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