Arbeitsniederlegung trifft Bayern

Post-Streik: Fast ein Viertel der Briefe bleibt liegen

München - Die Streiks bei der Post haben den Briefverkehr in Bayern spürbar getroffen. In einigen Regionen kam die Zustellung nach Angaben der Gewerkschaft Verdi fast zum Erliegen.

„In den unbefristet bestreikten Bereichen sinkt die Postzustellung mittlerweile auf 20 bis 0 Prozent“, sagte Anton Hirtreiter von Verdi Bayern am Mittwoch in München.

Bayernweit wird nach Angaben der Post aber ein Großteil der Briefe pünktlich zugestellt. „Wir tun alles dafür, die Kundenauswirkungen möglichst gering zu halten“, sagte ein Sprecher in München. Am Mittwoch seien 76 Prozent der Briefe und 62 Prozent der Pakete pünktlich zugestellt worden.

Wie viele Briefe in den einzelnen Bezirken zugestellt würden, hängt nach Angaben von Verdi vor allem davon ab, wie viele Beamte im Einsatz sind, die die Auswirkungen der Streiks abfedern. Inzwischen sind nach Angaben von Hirtreiter alle Briefsortierzentren sowie 160 der rund 550 bayerischen Stützpunkte für die Post-Zustellung in einem unbefristeten Streik. Bis zu einer Einigung will Verdi die Aktionen täglich ausweiten.

In dem Tarifkonflikt geht es um die Bezahlung und Arbeitsbedingungen von bundesweit rund 140 000 Beschäftigten. In bislang fünf Verhandlungsrunden konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft nicht einigen.

dpa

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