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Corona-Impfpflicht in der Pflege: Ungeimpfte Mitarbeiter in Klinik bereiten Klage vor 

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Ab Mitte März gilt eine einrichtungsbezogene Impfpflicht. In Regensburg wollen einige ungeimpfte Mitarbeiter dagegen klagen.(Symbolbild)
Ab Mitte März gilt eine einrichtungsbezogene Impfpflicht. In Regensburg wollen einige ungeimpfte Mitarbeiter dagegen klagen. (Symbolbild) © Fabian Strauch/dpa

Manche Pflegekräfte in Regensburg wollen sich nicht impfen lassen – selbst wenn das eventuell ihren Job kosten würde. Die Kliniken sind vorbereitet.

Regensburg – Sie sind diejenigen, die beruflich am meisten mit dem Coronavirus* zu tun haben. Und trotzdem finden sich unter den Pflegekräften einige, die sich nicht impfen lassen wollen. Das könnte ab dem 15. März ein Kündigungsgrund werden. Die Regensburger Krankenhäuser seien darauf vorbereitet, wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet. 

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Impfpflicht in Regensburg: Kliniken reagieren gelassen auf angekündigte Klagen  

Darauf reagieren manche Pflegekräfte mit einer Klage, die sie gerade vorbereiten – doch das wird laut der Zeitung in den Regensburger* Kliniken eher gelassen abgewartet. „Wir suchen aktuell mit jedem der betroffenen Mitarbeiter das persönliche Gespräch, um zu den Vorteilen der Impfung weiter aufzuklären“, erklärt Katja Rußwurm, Sprecherin des Uniklinikums. Sie haben unter den Mitarbeitern eine Impfquote von knapp 94 Prozent. Sollten sie diejenigen durch die Impfpflicht verlieren, befänden sich die Verluste im Rahmen der regelmäßigen Fluktuation. Daran seien sie gewöhnt. 

Doch trotz vieler Gespräche beharren manche Pflegekräfte auf ihrer Seite. Im Gespräch mit der Mittelbayerische Zeitung erklärt ein 35 Jahre alter Pfleger, warum er sich nicht impfen lassen will: „Als die Impfungen angekündigt wurden, war ich totaler Hardliner und völlig dagegen. Mittlerweile bin ich weich geworden und sage: In 30 bis 40 Jahren, wenn ich zur Risikogruppe gehöre, lasse ich mich auch impfen!“ Ihm fehle das Vertrauen in Politik und Medien sowie in die „vorherrschende medizinische Sichtweise“. Auch er bereite derzeit eine Klage vor. 

Schutz der Patienten als höchstes Gut 

„Ich denke, dass es immens wichtig ist, dass fachlich und professionell beraten wird, um auf etwaige Ängste und Bedenken einzugehen und diese möglichst auszuräumen“, erklärt der Regensburger Kinderarzt Guido Judex. Dennoch gebe es wohl eine kleine Gruppe, die rationalen Argumenten nicht zugänglich und sich der Verantwortung nicht bewusst sei. Aus seiner Sicht wäre es zwar „schade, aber dann vielleicht unumgänglich, den Schutz der Patienten als höheres Gut zu werten“. Der Kinderarzt weist darauf hin, dass in seiner Praxis alle geimpft seien. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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