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Oberbayern und Allgäu betroffen

Regionalverkehr: Busfahrer streiken heute

München - Im Berufs- und Schülerverkehr kann es heute zu massiven Störungen kommen. Wegen der festgefahrenen Tarifverhandlungen streiken die Busfahrer des Regionalverkehrs Oberbayern und Allgäu.

Die Busfahrer des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) und Allgäu (RVA) haben für Donnerstag zum Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand beginnt am 16.07. um 3 Uhr und soll bis 17.07. um 3 Uhr dauern.

Bestreikt werden die beiden Unternehmen Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) und Regionalverkehr Allgäu GmbH (RVA) mit der Zentrale in München, sowie allen Betrieben und Außenstellen.

Betroffen sind folgende Standorte: 

Erding, Mainburg, Freising, Moosburg, Wartenberg, Taufkirchen/Vils, Velden/Vils, Buchbach, Dorfen, Hohenlinden, Poing, Neufahrn, Markt Schwaben, Isen, Tegernsee, Bad Tölz, Schliersee, Holzkirchen, Miesbach, Jachenau, Lenggries, Kochel, Weilheim, Garmisch, Reichling, Schongau, Steingaden, Murnau, Peißenberg, Eberfing, Penzberg, Bernried, Kochel, Oberammergau, Wallgau, Mittenwald, Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Teisendorf, Surheim, Ramsau, Rosenheim, Haag, Wasserburg, Amerang, Prien, Traunstein, Reit im Winkl, Rummering, Trostberg, Inzell, Oberstdorf, Immenstadt, Mittelberg, Füssen und Kempten.

Der Hintergrund: Bei den Tarifverhandlungen für die rund 650 Beschäftigten zeichnet sich keine Lösung ab. „Die Geschäftsführung hat einen weitreichenden Kompromissvorschlag der Tarifkommission abgelehnt“, erklärte der Verhandlungsführer der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Bernd Sehmisch. Die Arbeitgeber suchten „offenbar nicht den Kompromiss, sondern die Eskalation.“ „Wir bedauern, dass wir auch die Fahrgäste treffen und bitten um Verständnis“, so der Streikleiter der EVG, Isidoro Peronace. „Aber wenn es nach fünf Verhandlungsrunden in zentralen Punkten keine Annäherung gibt, bleibt uns angesichts der Unbeweglichkeit der Arbeitgeberseite keine andere Möglichkeit, als Druck auszuüben.

Die Mitglieder akzeptieren bereits, dass es übergangsweise seit April 2014 kein Entgelt auf die Lohntabellen gibt, sondern monatlich einen festen Betrag von 70 Euro. Sie würden das sogar noch bis Ende dieses Jahres hinnehmen. Dann aber soll es mehr Geld - analog wie bei der DB AG um insgesamt 5,1 Prozent in zwei Stufen (4 Prozent ab Januar 2016 und weitere 1,1 Prozent ab Januar 2017) - geben. Das alles bis Juni 2017. Das wäre dann eine Laufzeit von insgesamt 39 Monate.“

"Wir fordern weiterhin, dass es keinen Unterschied mehr zwischen vor und nach dem 31.12.2005 eingestellte Arbeitnehmer gibt und eine schrittweise Angleichung beim Weihnachtsgeld und beim Urlaub bis 2020. Die Arbeitgeberseite hat das alles abgelehnt. Das ist absolut inakzeptabel! „Wir würden lieber auf dem Verhandlungsweg zu einem Ergebnis kommen, statt zum Arbeitskampf aufzurufen“, so Peronace.

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