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Dieses Phantombild wurde von der Polizei veröffentlicht. Es zeigt den Täter des brutalen Raubmordes von Bad Reichenhall.

Raubmord von Bad Reichenhall

Haftbefehl: Verdächtiger bestreitet Vorwürfe

Bad Reichenhall - Eineinhalb Wochen nach dem Raubmord von Bad Reichenhall hat die Polizei einen dringend Tatverdächtigen festgenommen. Doch der Mann bestreitet die Vorwürfe.

Knapp zwei Wochen nach dem Raubmord von Bad Reichenhall sitzt ein dringend tatverdächtiger Mann in Untersuchungshaft. Der 21-Jährige war nach Veröffentlichung eines Phantombildes des Täters ins Visier der Ermittler geraten. Am Freitagabend wurde gegen den Mann Haftbefehl erlassen, wie die Polizei mitteilte.

Der 21-Jährige habe die Vorwürfe bestritten, berichtete ein Polizeisprecher am Samstag. Die Ähnlichkeit mit dem Bild, das nach den Angaben des überlebenden zweiten Opfers des Räubers entstand, ist nach Angaben der Polizei jedoch verblüffend. Mehrere Anrufer hatten sich bei den Ermittlern gemeldet, weil sie in dem 21-Jährigen den Mann vom Phantombild erkannt zu haben glaubten.

Der Verdächtige war am Donnerstagabend in Bad Reichenhall gefasst worden. Da die beiden Raubüberfälle „mit großer Brutalität ausgeführt wurden“, so der Sprecher, sei an der Festnahme ein Spezialkommando der Polizei beteiligt gewesen. Die Festnahme verlief den Angaben zufolge problemlos. Danach wurden mehrere Wohnungen durchsucht.

Die Kripo will weitere Spuren auswerten, um den Tatverdacht erhärten zu können. Bis die DNA-Untersuchungen vom Tatort vorlägen, könne es noch eine Weile dauern. Eine Gegenüberstellung des Mannes mit dem überlebenden Opfer der beiden Raubüberfälle stand zunächst noch aus. „Da muss man auch sehen, wann die Frau soweit ist, dass man ihr das zumuten kann“, sagte der Polizeisprecher.

Der Täter hatte einen 72-Jährigen vor eineinhalb Wochen nachts auf der Straße erschlagen. Nur wenige Minuten später überfiel er eine junge Frau und raubte auch sie aus. Die 17-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen. Nach der Veröffentlichung des Phantombildes gingen bei der Sonderkommission „14. Juli“ mehr als 300 Hinweise ein. Ein vor einer Woche festgenommener junger Mann war zuvor wieder entlassen worden. Er kommt für die Tat nicht infrage.

dpa

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