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Herrmann mahnt zur Vorsicht

Rund 15.000 Zuschauer bei Bikertreffen

Kulmbach - Tausende Biker und Zuschauer haben sich am Sonntag in Kulmbach am Motorradfahren erfreut - trotz des widrigen Wetters. Verkehrsminister Herrmann, vorneweg im Cabrio unterwegs, nutzte das Treffen aber auch für ernste Töne.

Es wurde laut in Kulmbach: Mehr als 1000 Motorradfahrer sind am Sonntag durch die oberfränkische Stadt geknattert. Zum Abschluss der 16. Motorrad-Sternfahrt waren nach Polizeiangaben trotz des mauen Wetters mit Regen und fast winterlichen Temperaturen auch rund 15 000 Schaulustige gekommen. Einige der Biker hatten sich verkleidet - mit einem rosa Hasenkostüm oder einem punkigen Irokesen auf dem Motorradhelm. Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) führte den Korso durch die Kulmbacher Innenstadt in einem Cabrio an - und mahnte die Biker zur Vorsicht. „Motorradfahrer sind stark und schwach zugleich“, sagte er.

Nach Angaben des Ministeriums ist die Zahl der Motorradunfälle in Bayern 2015 im Vergleich zum Vorjahr von 9470 auf 9411 leicht zurückgegangen. 140 Biker kamen 2015 aber bei Verkehrsunfällen ums Leben, das sind 13 mehr als 2014. 8365 Motorradfahrer wurden bei den Unfällen verletzt. 2014 waren es 8402. Mehr als zwei Drittel (99) der tödlichen Unfälle verursachten die Biker demnach selbst. Die häufigsten Unfallursachen waren nicht angepasste Geschwindigkeit (29 Unfälle) und fehlerhaftes Überholen (23 Unfälle).

Um die Zahl der schweren Unfälle zu senken, stattet der Freistaat Bundes- und Staatsstraßen mit einem speziellen Unterfahrschutz an den Leitplanken aus. Die sollen verhindern, dass Motorradfahrer bei einem Sturz unter die Planken rutzen und sich dabei verletzen oder sterben. Seit 2010 wurden laut Herrmann rund 600 Kurven auf einer Länge von mehr als 80 Kilometern für etwa 3,4 Millionen Euro mit diesem Unterfahrschutz ausgestattet. Seither seien an diesen Streckenabschnitten keine Motorradfahrer mehr ums Leben gekommen.

dpa

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