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Erst ließ er sich beraten, dann raubte er die Bank aus: Ein Mann im Rentenalter erbeutete mehrere Zehntausend Euro.

Frecher Verbrecher

Sparkassenräuber bat zunächst um Termin

Regensburg - Das dürfte es auch noch nicht oft gegeben haben: Ein Bankräuber hat vor einem Überfall erst mal ein Beratungsgespräch geführt - das etwa 20 Minuten dauerte.

Erst nach einer Weile zog er seine Waffe, der Überfall gelang und nun ist der Mann im Rentenalter mit mehreren Zehntausend Euro auf der Flucht.

Der Räuber interessierte sich angeblich für Immobilien. Kurz vor 18 Uhr tauchte er deswegen in der Sparkassenfiliale in Bernhardswald (Kreis Regensburg) auf und bat um eine Beratung - diese dauerte etwa 20 Minuten.

Während des Gesprächs, gegen 18.30 Uhr, zog er plötzlich eine Schusswaffe aus einem mitgebrachten Jutebeutel. Er bedrohte damit eine 27-jährige Angestellte und schrie: „Das ist ein Überfall!“ Zu dem Zeitpunkt befanden sich ingesamt drei Angestellte in der Sparkasse. Von denen ließ er sich die Beute geben; er steckte die Scheine in seinen Jutebeutel. Dann verließ er die Bank, die erst wieder aufgeschlossen werden musste, und flüchtete zu Fuß. Es wurde niemand verletzt.

Täterbeschreibung

Der Räuber wird folgendermaßen beschrieben. Er ist rund 70 Jahre alt, 1,65 bis 1,70 Meter groß. Er war mit einer Jeans und einem blauen Hemd bekleidet und hat eine dicke Statur mit hervortretendem Bauch. Außerdem trug er eine dunkle Hose und eine kittelartige Jacke, ein hellblaues Hemd und dunkle Schuhe sowie Hut, Brille und einen grauen Vollbart – insgesamt handelte es sich bei ihm um eine relativ ungepflegte Erscheinung. Außerdem sprach er bairisch.

Da er sich ziemlich lange in der Filiale aufgehalten hat, wurde er gefilmt, die Bilder werden derzeit ausgewertet. Die Fahndung, in der auch ein Polizeihund und ein Hubschrauber eingesetzt wurden, blieb bislang erfolglos.

Hinweise

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg erbittet Hinweise aus der Bevölkerung unter der Tel.-Nr. 0941 / 506-2888.

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