Der Raser soll in der Tempo-50-Zone in Nürnberg mindestens 120 Stundenkilometer schnell gewesen sein.
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Vier Monate nach dem tödlichen Raser-Unfall in Nürnberg hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Autofahrer erhoben. 

Nach Unfall in Nürnberg

Anklage gegen Raser, der Inline-Skaterin tötete

Nürnberg - Vier Monate nach dem tödlichen Raser-Unfall in Nürnberg hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Autofahrer erhoben.  Eine Inline-Skaterin kam damals ums Leben.

Vier Monate nach dem tödlichen Raser-Unfall auf der alten NS-Aufmarschstraße in Nürnberg hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Autofahrer erhoben. Er soll in der Tempo-50-Zone mit mindestens 120 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein und dadurch eine 18-jährige Inline-Skaterin angefahren und tödlich verletzt haben. Die junge Frau starb noch an der Unfallstelle.

Ermittler: "Aus Angeberei" mit Auto gerast

Die Ermittler gehen davon aus, dass der 27-Jährige am 11. Juni betrunken und unter Drogen auf der Großen Straße auf und ab fuhr. „Allein aus Spaß am zu schnellen Fahren und aus Angeberei“ habe er dabei immer wieder stark beschleunigt, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Auto war nicht zugelassen oder versichert

Laut Anklage war der Wagen nicht zugelassen und versichert. Vor der Fahrt schraubte der Mann deshalb die Kennzeichen eines anderen Autos an. Im Handschuhfach lag zudem eine ungeladene Schreckschusswaffe, ohne dass der Mann die Erlaubnis dafür hatte. Neben Gefährdung des Straßenverkehrs mit fahrlässiger Tötung wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann daher auch Urkundenfälschung und Verstöße gegen das Pflichtversicherungs- und Waffengesetz vor.

27-jähriger Fahrer sprach bisher nicht

Der 27-Jährige hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Anklagebehörde hat 43 Zeugen und sieben Sachverständige benannt. Das Amtsgericht Nürnberg muss nun über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung entscheiden.

dpa

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