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Das stärkste Bier der Welt wird nicht länger in Franken, sondern in Schottland gebraut.

Stärkstes Bier der Welt: Franken verlieren Titel

London/Gunzenhausen - Das stärkste Bier der Welt wird nicht länger in Franken, sondern in Schottland gebraut. Viel sollte man davon allerdings nicht trinken.

Mit einem Alkoholgehalt von 41 Prozent habe das von der Brauerei BrewDog gebraute Starkbier ein Prozent mehr Alkohol als das der fränkischen Brauerei Schorschbräu in Gunzenhausen, berichteten britische Medien am Dienstag. Die 330 Milliliter-Flasche ist unter dem Namen “Sink the Bismarck“ (Die letzte Fahrt der Bismarck) für 40 Pfund (46 Euro) Über das Internet zu bestellen. Das Bier ist nach einem Kriegsfilm benannt, in dem es um die Jagd der britischen Marine auf das deutsche Schlachtschiff Bismarck geht. Der Braumeister der fränkischen Brauerei Schorschbräu, Georg Tscheuschner, äußerte allerdings Zweifel an dem angeblichen neuen Rekord.

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Er vermute, dass die Schotten das Bier in Whiskyfässern gelagert hätten und es dadurch zusätzlich Whisky-Alkohol aufgenommen habe, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa in Nürnberg. Er sei gerade dabei, dies zu überprüfen. “Ich möchte, dass es einen fairen Wettbewerb gibt“, sagte Tscheuschner. Er selbst wolle in Kürze ein Bier mit 45 Volumenprozent Alkohol herausbringen. Der hohe Alkoholgehalt wird nach seinen Worten erreicht, indem man im sogenannten Eisbockverfahren das Bier gefriert und die Eiskristalle abtrennt. In der übriggebliebenen Flüssigkeit sei die Alkohol- und Zuckerkonzentration dann wesentlich höher. Schorschbräu im fränkischen Gunzenhausen ist auf Starkbiere spezialisiert.

Tscheuschner sagte, er produziere dabei limitierte Auflagen von nicht mehr als 1000 Flaschen im Jahr. Von dem 40-prozentigen “Rekordbier“, dem Schorschbock, habe er bisher 95 Flaschen hergestellt. Die Flasche kostet 99 Euro. Es handle sich um eine Spezialität für Sammler und Liebhaber. 

dpa

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