Sommer ist Bauzeit

Stau-Alarm: Darum kann es München besonders hart treffen

München - Sommer ist Bauzeit auf den Straßen im Freistaat. Kilometerweise werden Beläge erneuert, Autobahnen erweitert. Die Landeshauptstadt könnte es richtig heftig treffen.

Im Sommer müssen Fahrer auf Bayerns Straßen stellenweise viel Geduld mitbringen. Im Freistaat wird im Juli und August allein an 98 Arbeitsstellen auf Autobahnen mindestens vier Tage lang gebaut, wie aus Daten des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht. Deutschlandweit belegt Bayern damit Platz zwei, die mit Abstand meisten Projekte gibt es mit 138 Baustellen in Nordrhein-Westfalen. Eine Großbaustelle wird im staugeplagten München von August an für zusätzliche massive Verkehrsbehinderungen sorgen.

Am Isarring im Nordwesten der Landeshauptstadt wird eine dritte Spur angebaut. Dafür müssen die bisher schon nicht ausreichenden zwei Spuren auf eine verengt werden. „Das bedeutet für diesen sehr stark befahrenen Abschnitt des Mittleren Rings eine sehr harte Einschränkung“, sagte Baustellenkoordinator Richard Bartl.

In der Nacht zum Mittwoch (20. Juli) wird die Brückenplatte für die Verbreiterung des Unterführungsbauwerks geliefert. Dafür wird die nördliche Fahrtrichtung gut zwei Stunden voll gesperrt. In die heiße Phase geht das Projekt in der Nacht vom 7. auf den 8. August. Die Arbeiten sollen bis Ende Oktober dauern. Experten befürchten weitreichende Folgen für den Verkehr im Münchner Nordosten. Denn Ausweichrouten fehlen oder sind jetzt schon an der Kapazitätsgrenze.

An den Autobahnen werden neben kleineren Brücken-Instandsetzungen vor allem die Beläge erneuert, wie die Autobahndirektion Nordbayern mitteilte. Schnellstraßen wie auf der A3 und der A6 würden streckenweise auf sechs Spuren ausgebaut. Wenn möglich, würden dabei nur die Fahrspuren verengt und die Geschwindigkeit gedrosselt.

Um die Autobahnen in den bauintensiven Sommermonaten zu entlasten, gilt im Juli und August für Lastwagen ab 7,5 Tonnen und Lkw mit Anhänger auch samstags ein Fahrverbot - und nicht nur wie generell an Sonn- und Feiertagen. Insgesamt wird in dieser Zeit deutschlandweit an 500 Stellen gebaut - im Vorjahr waren es noch 370.

dpa

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