Sorge um Kindswohl

Verletztes Baby: Kripo ermittelt gegen Eltern

Neu-Ulm/Alb-Donau-Kreis - Blutergüsse und eine schwere Kopfverletzung bei einem Säugling ließen Ärzte hellhörig werden: Jetzt ermittelt die Kripo gegen die Eltern des Kindes.

Ein kleines Mädchen könne in Neu-Ulm misshandelt worden sein. Diesen Verdacht haben Staatsanwaltschaft und Jugendalt. Das mittlerweile drei Monate alte Kind war im Oktober bei einem Kinderarzt vorgestellt worden, der es umgehend zu weiteren Untersuchungen an ein Krankenhaus verwies. Dort diagnostizierten die Ärzte nicht nur Blutergüsse sondern auch eine zurückliegende schwere Kopfverletzung. Aufgrund des Verletzungsbildes informierten sie das zuständige Jugendamt und die Polizei.

Aus Sorge um das Kindswohl wurde der Säugling kam der Säugling in eine Pflegefamilie. Da das Verletzungsbild nicht mit den Angaben der Eltern zusammen passt, ermittelt die Kripo Neu-Ulm zu den Abläufen und eventuellen Straftaten.

Wohnungsdurchsuchungen

Im Rahmen dieser Ermittlungen wurden am Mittwoch Wohnungen der 20 und 21-Jahre alten Eltern und von Verwandten im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) sowie im Landkreis Neu-Ulm durchsucht. Dabei stellten die Polizisten unter anderem Babyausstattung, die als Beweismittel in dem Verfahren dienen könnte, sicher. Zur Klärung der Herkunft der Verletzungen ist zudem ein Rechtsmediziner mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt worden. Dem kleinen Mädchen, das sich aktuell noch immer bei der Pflegefamilie befindet, geht es gut.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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