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„Schnee, Schneeregen und Graupelschauer“ in Bayern: Nächster Sturm schon im Anmarsch

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Von: Katarina Amtmann

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Sturmtief Nasim zog über Deutschland und sorgte auch in Bayern für einen ungemütlichen Donnerstag. Jetzt ist Sturm Ortrud im Anmarsch.

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Update vom 8. April, 10.48 Uhr: Das Sturmtief „Nasim“ ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 Kilometern pro Stunde über Bayern gezogen. Die stärksten Orkanböen seien am Donnerstag an der Zugspitze gemessen worden, sagte ein Experte des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bereits am Vormittag habe der Sturm vor allem im südlichen Teil des Freistaats viele Regenschauer mit sich gebracht. In der Nacht zum Freitag schwächte sich der Wind etwas ab - zuvor kam es aber zu zahlreichen Einsätzen von Feuerwehr und Polizei.

In der Oberpfalz gab es der Polizei zufolge mehr als 50 Feuerwehreinsätze aufgrund des Wetters. Zwei Personen seien durch Windböen leicht verletzt worden: Ein Mann, der sein Fahrrad schob, stürzte im Kreis Regensburg aufgrund des Windes. Ebenso wurde eine ältere Dame in Regensburg durch eine Böe umgestoßen. Die Einsatzkräfte rückten wegen umgefallener Bäume, herabfallender Äste oder verwehten Gegenständen aus.

In Augsburg blockierte ein durch den Sturm auf die Straße gewehtes Metallschild dem Amt für Brand und Katastrophenschutz zufolge den Fahrweg einer Straßenbahn. Die Tram überfuhr am Donnerstagabend die Werbetafel, die auf den Gleisen gelandet war, und konnte dann nicht mehr weiterfahren. Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Spezialisten der Verkehrsbetriebe mussten die Straßenbahn anheben, um die Tafel aus dem Unterbodenbereich der Tram zu entfernen. Nach einer Kontrolle der Unterseite der Bahn konnte diese die Fahrt fortsetzen. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.

Auch in den kommenden Tagen soll es nach Angaben des DWD-Experten stürmisch bleiben. Ein weiteres Tief werde im Laufe des Freitags südlich der Donau wieder zu starken Windböen führen. In Franken soll es vor allem in der Nacht zum Samstag viel regnen und in höheren Lagen auch Schneefall geben. Erst am Montag werde es zu einem Wetterumschwung kommen, wodurch die Temperaturen in Bayern steigen. Am Dienstag und Mittwoch soll es dann über 20 Grad warm werden.

Ortrud: Nächster Sturm schon im Anmarsch

Update vom 8. April, 8.32 Uhr: Der Donnerstag und die Nacht auf Freitag waren in Bayern stürmisch. „Aktuell zieht im Südwesten neuer Dauerregen auf. Der wird bis zum Mittag fast den ganzen Süden bedecken und sich weiter nach Osten und Norden ausdehnen“, so die Prognose von Meteorologe Dominik Jung. „Zugleich kommt ab dem Nachmittag im Süden ein neuer Sturm an. Er heißt Ortrud in Deutschland, hat international aber auch einen Namen bekommen: Diego. Es ist ein Schnellläufer. Ein gefährliches Randtief, welches sich aktuell über Frankreich gebildet hat. Es wird besonders dort für orkanartige Böen bis ganz runter sorgen. Bei uns trifft er ab dem Nachmittag besonders auf den Süden von Bayern und Baden-Württemberg“ so der Experte.

Er wird hierzulande aber „nicht ganz so heftig ausfallen“ wie in Frankreich. Trotzdem sind Böen um 90 bis 100, oben sogar bis zu 120 km/h möglich. Die Warnung vor Sturmböen gilt laut DWD bis 16 Uhr.

Warnkarte DWD
Der DWD warnt bis 16 Uhr vor Sturmböen. © Screenshot DWD

Update vom 7. April, 14.17 Uhr: Stürmisch, wechselhaft und kalt präsentiert sich das Wetter in Bayern in diesen Tagen - doch Besserung ist in Sicht: Ab nächster Woche kehrt der Frühling zurück. Doch bis dahin pfeift so manche Sturmböe über Hausdächer und durch Bäume, es regnet verbreitet, und selbst im Flachland wird es mancherorts schneien.

Schon am Donnerstag bestimmte ein kräftiges Tiefdrucksystem das Wetter im Freistaat, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erläuterte. Die dazugehörige Kaltfront sollte am Nachmittag hereinziehen und in der Nacht die Alpen erreichen. „Das ist ein schmaler, sehr intensiver Streifen, da ist auf jeden Fall punktuell Starkregen mit dabei, auch vereinzelte Gewitter sind nicht auszuschließen.“ Regnen wird es der Prognose zufolge nahezu überall, für das Allgäu wurde gar eine Starkregenwarnung herausgegeben.

Orkanböen in Bayern -  „Das gibt dann auch Schnee, Schneeregen und Graupelschauer“

Die Kaltfront bringt außerdem schwere Sturmböen mit, teilweise sogar Orkanböen (siehe Erstmeldung). Wenn die Kaltfront durchgezogen ist, flaut der Sturm zwar ab, doch einzelne Böen können immer noch stark sein. Und schon wenige Stunden später zieht von Frankreich her das nächste Tiefdrucksystem heran. „Das wird uns dann am Freitag erneut beschäftigen mit recht unbeständigem Wetter und zum Teil auch längeren und kräftigeren Regenfällen“, erläuterte der DWD-Experte weiter.

Je nach Region und Höhenlage wird es nicht bei Regen bleiben: „Das gibt dann auch Schnee, Schneeregen und Graupelschauer, im Bergland wird Schnee fallen.“ Der Meteorologe bilanzierte: „Das ist eine ziemlich komplexe Wetterlage.“

„Samstag und Sonntag sind dann typische Rückseitenwetter mit hier und da kurzen sonnigen Abschnitten, sonst aber auch einzelnen Schneeregen und Graupelschauern.“ Die Temperaturen liegen am Freitag bei 7 Grad im bayerischen Vogtland und zweistelligen Werten in Südbayern. Am Samstag werden fünf bis zehn Grad erreicht, am wärmsten wird es dabei am Untermain. In der Nacht zu Sonntag ist bayernweit verbreitet mit leichtem Frost zu rechnen.

Wetterumschwung? Nächste Woche über 20 Grad in Bayern möglich

Obwohl in den Mittelgebirgen bis zu 15, in den Alpen in höheren Lagen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee fallen sollen, dürfte vieles bald wieder wegschmelzen: „Am Montag wird es mit Hochdruckeinfluss spürbar milder, die Temperaturen steigen wieder auf zweistellige Werte“, kündigte der Wetterexperte an. „Zwischen 11 und 16 Grad sind da drin.“ Richtig frühlingshaft sollen dann der Dienstag und der Mittwoch mit viel Sonne und Temperaturen über 20 Grad werden.

Sturmtief fegt über Bayern: DWD warnt vor Orkanböen bis zu 130 Stundenkilometern

Erstmeldung vom 7. April, 9.13 Uhr: München - Bayern muss sich auf einen windigen Donnerstag einstellen. Die Kaltfront eines Sturmtiefs ziehe im Laufe des Tages über das Land. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Morgen mit. Die Meteorologen warnten vor Sturmböen im Flachland und Orkanböen im Bergland.

Amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen ab 12 Uhr am Donnerstag

Orkanböen im Süden Bayerns - DWD warnt

Dazu heißt es: „Es treten oberhalb 1500 m orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 km/h (25m/s, 48kn, Bft 10) und 110 km/h (31m/s, 60kn, Bft 11) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Orkanböen bis 130 km/h (36m/s, 70kn, Bft 12) gerechnet werden.“ Die Warnung gilt ab zwölf Uhr und ist bis Freitag, sechs Uhr, gültig. Seit dem Morgen gilt außerdem eine Warnung vor Sturmböen.

Stürmisch wird es aber nicht nur im Süden, sondern auch im Norden Bayerns (Warnung gilt seit acht Uhr).

Bayern-Wetter: Auch im Norden gibt es Orkanböen - Warnung seit acht Uhr

Im Norden Bayerns gilt die Warnung vor Orkanböen bis Donnerstag, 21 Uhr. Aber auch dem Rest Bayerns steht ein windiger Tag bevor. Bis zum frühen Freitagmorgen warnt der DWD vor Sturmböen. (kam)

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