Reizgas, Schreckschuss und Co

Immer mehr Bayern machen kleinen Waffenschein

München  - Immer mehr Menschen beantragen in Bayern einen sogenannten "kleinen Waffenschein". Im Gegensatz dazu sind die Zahlen für Schusswaffenscheine allerdings rückläufig.

Insgesamt 46 690 dieser Scheine, die zum Führen von Reizgas-, Schreckschuss- und Signalwaffen berechtigen, haben die bayerischen Behörden nach Angaben des Innenministeriums bis Ende Oktober dieses Jahres ausgestellt. 3161 wurden innerhalb der vergangenen zwölf Monate beantragt. "Anders als bei Waffenerlaubnissen für Schusswaffen nimmt die Zahl der "kleinen Waffenscheine" demnach auch in Bayern in letzter Zeit zu", sagte ein Ministeriumssprecher. "Über die Ursachen für diese Zunahme lässt sich aber nur spekulieren." Die Antragsteller für einen "kleinen Waffenschein" müssen nicht angeben, wozu sie ihn benötigen.

Die Zahl der "großen" Waffenscheine geht in Bayern außerdem nur noch leicht zurück. Ende Oktober 2015 besaßen nach Angaben des Innenministeriums rund 220 000 Menschen die Erlaubnis für insgesamt knapp 1,14 Millionen erlaubnispflichtige Schusswaffen. Nach dem Amoklauf von Winnenden im Jahr 2009 und der darauffolgenden Gesetzesänderung waren beide Zahlen nach Ministeriumsangaben stark zurückgegangen. Diese Tendenz scheint nun vorbei zu sein. Im zweiten Jahr in Folge gingen die Zahlen in Bayern nur noch leicht zurück. Das Ministerium bezieht sich mit seinen Angaben auf das Nationale Waffenregister.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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