Joachim Fuchsberger
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Immer mit Spaß bei der Arbeit: Joachim "Blacky" Fuchsberger während der Dreharbeiten zur Edgar-Wallace-Parodie "Neues vom Wixxer" im Jahr 2006.

So kam Fuchsberger zu seinem Spitznamen

Warum hieß "Blacky" eigentlich "Blacky"?

München - Nach dem Tod von Joachim Fuchsberger verabschieden sich viele Freunde und Fans von ihrem "Blacky". Aber woher kommt der Spitzname eigentlich? Eine rätselhafte Spurensuche in der Vergangenheit.

Joachim "Blacky" Fuchsberger ist am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Grünwald gestorben. Hinter ihm liegt ein bewegtes Leben: Mit über 80 Film- und Fernsehauftritten, gilt der Schauspieler als eine Legende in der Branche. Mit den Edgar-Wallace Filmen gelang im in den 60er Jahren der Durchbruch. Sein skandalöser Nachthemd-Auftritt bei "Auf Los geht's Los" bleibt unvergessen. Ebenso wie seine Rolle als Stadionsprecher bei den Olympische Spielen 1972 in München. Kaum jemand verbindet nicht eine Erinnerung mit "Blacky".

Doch woher kommt eigentlich der Spitzname von Joachim Fuchsberger, unter dem er auch international bekannt ist? "Blacky" ist hat sich über die Jahre hinweg so eingebürgert, dass kaum noch jemand weiß, wo er wirklich herkommt. Kaum begibt man sich auf Spurensuche, finden sich deshalb gleich mehrere Versionen, wie Fuchsberger zu seinem Spitznamen kam. Hier gibt's alle Geschichten zum Nachlesen.

Wie aus "Jackie" einst "Blacky" wurde

Als Jugendlicher zur Zeit des Zweiten Weltkriegs musste auch Joachim Fuchsberger zum Militärdienst. Der Frankfurter Rundschauerzählte er 2011 von dem düsteren Kapitel in seinem Leben. Eine Zeit, die er selbst als "permanente Vergewaltigung" empfunden hat: "Auch ich sollte in die Waffen-SS übernommen werden und lehnte das ab. Aber das war riskant", berichtet Fuchsberger, "Da wurde man ganz schnell als Drückeberger eingestuft. Deshalb meldete ich mich freiwillig zu den Fallschirmjägern." Bei Wittstock in Brandenburg erhielt der damals 16-Jährige seine Ausbildung. Aus dieser Zeit soll er den Einsatznamen "Jackie" mitgenommen haben. Durch ein Missverständnis blieb der Spitzname dann kleben: Eine Freundin soll den Namen falsch verstanden und ihn statt "Jackie" fortan "Blacky" genannt haben.

Blacky, der Kumpel

Eine andere Möglichkeit wie Joachim Fuchsberger zu seinem Spitznamen "Blacky" gekommen ist, könnte aus seiner Zeit vor der Karriere beim Fernsehen stammen. In den Jahren nach dem Krieg arbeitete Fuchsberger vier Monate lang als Kumpel in einer Zeche bei Recklinghausen, in der Steinkohle abgebaut wurde.

Nicht nur die rußige Arbeit unter Tage, auch sein kohlrabenschwarzes Haar könnte zu dem Spitznamen geführt haben, behauptet zumindest der Bayerische Rundfunk. Vielleicht aber auch eine Kombination aus Beidem.

Joachim Fuchsberger und der "Whisky, Black & White"

In einem Interview mit dem Stern im Jahr 2007 erzählt Joachim Fuchsberger selbst dann eine ganz andere Geschichte zu seinem Spitznamen: Der solle nämlich aus seiner Zeit in München in den 50er Jahren stammen, als er beim Bayerischen Rundfunk als Nachrichtensprecher gearbeitet hat.

"Man hatte mich um vier Uhr morgens im Funkhaus von einer Party geholt, ziemlich blau", erzählte Fuchsberger damals. "Um sechs saß ich halbnüchtern am Mikro und verhaspelte mich gehörig. Trunkenheit am Mikrofon - ein Skandal." Der nicht ganz ohne Folgen blieb: Denn für diesen Fauxpas musste Joachim Fuchsberger beim Chef antreten.

Der soll ihn gefragt haben, was er denn getrunken habe. Darauf Fuchsberger: "Irgendwas mit Whisky, Black & White." Der Kommentar des Programmchefs darauf hin: "Na, wenn Sie mal Vater werden, kriegen Sie kleine Blackys." 

So wurde laut Spiegel Online scherzhaft vor den Folgen des übermäßigen Konsums der Whisky-Marke gewarnt, der anscheinend für die ein oder andere Schwangerschaft maßgeblich verantwortlich gewesen sein soll. Einige Kollegen hätten das so lustig gefunden, erzählt der damals 80-Jährige, dass sie ihn fortan nur noch Blacky nannten.

Joachim "Blacky" Fuchsberger: Sein Leben in Bildern

Joachim "Blacky" Fuchsberger: Sein Leben in Bildern

vf

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