Karlheinz Böhm bei Autounfall in Äthiopien verletzt

München/Salzburg - Der Schauspieler und Gründer der Stiftung "Menschen für Menschen", Karlheinz Böhm (79), ist bei einem Autounfall in Äthiopien schwer verletzt worden. Wie eine Sprecherin seiner Stiftung am Donnerstag in München mitteilte, erlitt er Prellungen im Brust und Rückenbereich sowie eventuell einen Rippenanriss.

Sein engster Mitarbeiter Berhanu Negussie erlitt bei dem Unfall Knochenbrüche, beide seien jedoch nicht in Lebensgefahr. Sie wurden zur Behandlung nach Salzburg geflogen, wo sie am Donnerstagmorgen in einer Klinik eintrafen, wie es weiter hieß.

Nach ersten Ermittlungen ereignete sich der Unfall zwischen Harar und Dire Dawa im Südosten Äthiopiens. Ein entgegenkommendes Fahrzeug stieß den Angaben zufolge in einer scharfen Kurve mit dem Fahrzeug der Stiftung zusammen. Kurz vor seinem Flug nach Österreich habe Böhm dann am Flughafen in Addis Abeba noch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) bei deren Ankunft zum Staatsbesuch in Äthiopien getroffen. Merkel habe sich nach Böhms Befinden erkundigt und ihm sowie seinem Mitarbeiter laut Stiftung "schnelle Genesung" gewünscht.

Der deutsch-österreichische Schauspieler, bekannt vor allem als junger Kaiser "Franzl" aus den Sissi-Filmen an der Seite von Romy Schneider, hatte 1981 in Deutschland die Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" gegründet, die humanitäre und entwicklungspolitische Hilfsprojekte in Äthiopien organisiert. Seit 2006 ist der in vierter Ehe mit der äthiopischen Agrar-Expertin Almaz Teshome verheiratete Böhm auch äthiopischer Staatsbürger. Das Ehepaar lebt aber vorwiegend in Salzburg. (dpa)

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