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Frontmann Mick Jagger  bei einem kostenlosen Open-Air-Konzert der Rollings Stones in Havanna.

Brutal ehrlich

Mick Jagger: Diva mit Mega-Ego in neuer Biografie

Los Angeles - In einer neuen Biografie über Mick Jagger muss die Ikone so einiges wegstecken. Autor Rich Cohen stellt den Sänger unter anderem als Diva mit Mega-Ego dar.

''Der Rock n' Roll hat ihn in ein machthungriges Monster verwandelt'": Eine neue Biografie über Mick Jagger ist alles andere als schmeichelhaft für ihn. In ''The Sun & the Moon & the Rolling Stones'' stellt Autor Rich Cohen den Sänger als Diva mit Mega-Ego hin, für den nichts anderes zählt, als im Mittelpunkt zu stehen: ''Unbekannt zu sein ist für Mick schlimmer als der Tod. Sein Hunger auf Ruhm ist unersättlich und hinterlässt einen Pfad der Zerstörung.''

Cohen, ein respektierter Journalist des Magazins ''Vanity Fair'', hatte Zugang zu Jaggers inneren Kreis und erfuhr so lang gehütete Geheimnisse über die legendäre Band. So soll Gründungsmitglied Brian Jones 1969 nicht nur gefeuert worden sein, weil seine Drogenprobleme außer Kontrolle geraten waren. Cohen sagt: ''Keith Richards hat verraten, dass Mick in Wirklichkeit eifersüchtig war.'' Jones wurde nur Wochen später tot in seinem Pool entdeckt. Richards Drogenexzesse Anfang der 70er Jahre verschafften Jagger dann die Möglichkeit, die Kontrolle über die Stones zu übernehmen. 

Cohen zitiert June Shelley, die damals mit der Band gereist war: „Keith wäre beinah 1972 bei durch eine Überdosis Heroin gestorben. Danach haben er und seine Frau Anita in der Schweiz eine Entzugskur gemacht.'' Als Richards wieder clean war, wollte er die Zügel für die Band zurück – Jagger kämpfte dagegen an. Chris Kimsey, der das Album “Undercover” produzierte sagt zu den Konflikten: ''Es war nicht auszuhalten mit den Beiden. Sie haben sich gegenseitig sabotiert.''

Weil Jagger eifersüchtig auf die Solo-Erfolge von David Bowie und Michael Jackson war, unterschrieb er einen Vertrag für zwei eigene Alben – ohne es seinen Bandmitgliedern zu verraten. Die Rollings Stones trennten sich. 1989 kam die Wiedervereinigung – weil Jaggers Alben ''Primitive Cool'' und ''Goddess in the Doorway'' Flops wurden. Rich Cohen meint: ''Mick hatte erkannt, dass er seinen Superstar-Status nur als Stones halten kann. Sein größtes Problem ist, dass er mit 72 nicht jünger wird. Und ein sexhungriger alter Mann ist schon ein merkwürdiges Ding.”

Die Rolling Stones rocken Kuba

ds

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