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Johnny Depp und Amber Heard.

"Jahre der Gewalt"

Johnny Depp: Noch-Ehefrau erstattet nun doch Anzeige

Los Angeles - Die Noch-Ehefrau von Johnny Depp, Amber Heard, hat nun doch Anzeige wegen häuslicher Gewalt gegen den Hollywood-Star eingereicht.

Darin führe sie "Jahre der physischen und psychologischen Gewalt" an, die sie durch Depp habe erdulden müssen, teilten Heards Anwälte am Dienstag (Ortszeit) in Los Angeles mit. Sie habe dies getan, weil die Anwälte Depps sie dazu gedrängt hätten, alles richtig zu stellen.

Nach einem mutmaßlichen Angriff Depps auf seine Frau am 21. Mai war die Polizei im Haus des Paares und hatte nach eigenen Angaben keine Hinweise auf eine Gewalttat gefunden. Heard gab damals an, von ihrem Mann mit einem Smartphone ins Gesicht geschlagen worden zu sein, wollte aber keine Anzeige erstatten. Mit der nun eingereichten Anzeige wolle sie den "ständigen Angriffen" auf sie und den "glatten Lügen" über sie ein Ende bereiten, erklärten ihre Anwälte.

Depp hatte in den vergangenen Tagen von vielen Seiten Unterstützung bekommen. So schilderten seine Ex-Partnerin Vanessa Paradis und seine Tochter Lily-Rose ihn als liebevollen Menschen, der nie jemanden angreifen würde. Unterstützung kam auch von Schauspieler und Regisseur Terry Gilliam. "Wie viele von Johnnys Freunden entdecke ich gerade, dass Amber eine bessere Schauspielerin ist, als ich dachte", schrieb das frühere Mitglied der britischen Komiker-Truppe Monty Python im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die 30-jährige Heard und der 22 Jahre ältere Depp hatten sich 2011 kennengelernt und sind seit rund 15 Monaten verheiratet. Anfang vergangener Woche reichte Heard die Scheidung ein und warf Depp vor einem Gericht in Los Angeles vor, wiederholt gewalttätig geworden zu sein. "Während der gesamten Dauer unserer Beziehung hat Johnny mich verbal und physisch misshandelt", hieß es in einer eidesstattlichen Erklärung der Schauspielerin. Depp habe eine "bekannte Geschichte des privaten und öffentlichen Drogen- und Alkoholmissbrauchs". Der Richter verbot Depp daraufhin am Freitag bis auf Weiteres, sich seiner Frau zu nähern.

AFP

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