Sportfan: der leidenschaftliche Anhänger von Real Madrid.

Social Media-Profi

Placido Domingo: Aktiver auf Facebook als mancher Teenie

Mit seinen 75 Jahren ist der spanische Startenor Plácido Domingo in den sozialen Netzwerken im Internet aktiver als so mancher Teenie. Fast täglich befeuert er die Seiten von Facebook und Twitter mit Impressionen aus seinem Leben.

Gläubiger: der Katholik mit dem Papst auf dem Petersplatz.

Gerade erst zeigte er sich ganz privat mit seinen Enkeln am Comer See. Da ist er dann nicht mehr Opernstar, sondern einfach nur Opa, der ein Eis kauft und die Kleinen zum Bötchen fahren einlädt. Denn eigentlich kennt man den Tenor nur von den großen Bühnen.

Dann begeistert er Tausende mit seiner einzigartigen Stimme. Bis heute sahen ihn die Zuschauer fast 4000-mal in über 140 Rollen. Dennoch ist er auf dem Teppich geblieben.

Anfang März postet er Bilder von sich und Papst Franziskus. Er übergibt dem Oberhaupt der katholischen Kirche ganz demütig eine seiner CDs – und der freut sich sichtlich. Der Sänger ist streng gläubig und betet vor jedem Auftritt. „Ich bitte um die Kraft, die mich trägt“, sagte er mal im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Besonders bittet er dabei die Heilige Cäcilia, die Schutzpatronin der Musik, und den Heiligen Blasius, der bei Halserkrankungen angerufen wird, um Hilfe.

Genießer: der Hobbykoch bei der Küchenarbeit. Fotos: Facebook

Wenn es in seinem Leben mal nicht um Musik oder die Familie geht, dann ist er auch ein großer Freund von verschiedensten sportlichen Events. Ein besonders großer Fan ist er von Tennisspieler Rafael Nadal. Wenn der Tenor Zeit hat, besucht er gerne, wie Ende April, die Turniere seines Landsmannes und schreibt auf Facebook zu dem gemeinsamen Erinnerungsfoto: „Es ist immer eine Freude, dich spielen zu sehen und dich später begrüßen zu dürfen.“

Doch nicht nur Tennis hat es ihm angetan, sondern auch seine Liebe zum Fußball zeigt er immer wieder in seinen Bildern. So war der Jubel groß, als Real Madrid die Champions League Ende Mai gewann. Und auch der heiße Reifen der Formel 1 interessiert ihn sehr. Er vergleicht den Sport im BR-Interview sogar mit seinen Auftritten. Die Tenorstimme sei die Stimme, die am meisten gefährdet sei, sagte der Opernstar. „Warum mögen das die Leute? Es ist die Gefahr, die dabei fasziniert, wenn sie mit 300 Stundenkilometern über die Piste rasen. Genauso ist es mit den Tenören. Ein stimmlicher Einbruch oder eine falsche Note bei einem Bariton ist kaum zu hören. Bei einem Tenor hören sie das sofort.“ Ein rasantes Leben... Nur beim Kochen schaltet er mal einen Gang runter.

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