+
Roger Cicero

Traurige Halbjahresbilanz

Diese Persönlichkeiten sind 2016 verstorben

München - Nach dem ersten Halbjahr 2016 haben viele Menschen dieses eine Gefühl: Es sterben viele Prominente, gefühlt mehr als sonst. Dieser Eindruck täuscht nicht...

Die Trauermeldungen und Nachrufe überschlagen sich in den letzten Monaten. Es fühlt sich so an, als wären dieses Jahr bereits mehr berühmte Persönlichkeiten gestorben, als in manch anderen Jahren insgesamt. Unter den verstorbenen Stars befinden sich deutsche Ausnahmekünstler, internationale Pop-Legenden und Politiker.

Achim Mentzel (15. Juli 1946 – 4. Januar 2016)

Achim Mentzel

Seine Fans liebten ihn für sein Lachen. Im Juli diesen Jahres wäre der ostdeutsche Musiker und Unterhalter 70 Jahre alt geworden. Sein unerwarteter Tod schockte seine Fans. Mit Achim Mentzel ging ein Künstler von uns, der immer für gute Laune sorgte. Er spielte zu DDR-Zeiten in verschiedenen Musikgruppen, trat in Fernsehshows auf oder moderierte seine eigene TV-Sendung. Sein Freund Oliver Kalkofe nannte den Unterhaltungskünstler mal „das zottelige Zonenmonster". Und so werden ihn bestimmt viele seiner Fans auch in Erinnerung behalten.

David Bowie (8. Januar 1947 – 10. Januar 2016)

David Bowie

Seinen ersten internationalen Musikhelden verlor die Welt am 10. Januar 2016. Kurz nachdem er sein neues Album veröffentlichte, starb die Poplegende an Krebs. 18 Monate lang versuchte er, die Krankheit zu besiegen, bis er letztendlich den Kampf gegen den Krebs verlor. Bowie kam am 8. Januar 1947 in London zur Welt. In seinem Leben wurde er zu einem der einflussreichsten Musiker der Welt und wird von vielen zu den größten Musikern aller Zeiten gezählt. David Bowie starb nur kurz nach seinen 69. Geburtstag.

Alan Rickman (21. Februar 1946 – 14. Januar 2016)

Alan Rickman

Seine wohl bekannteste Rolle war die des Professor Snape in der Verfilmung der "Harry Potter"-Romane. Mit dem Tod des Schauspielers am 14. Januar 2016 ist für viele Menschen mit ihm ein Teil ihrer Jugend gestorben. Doch der britische Schauspieler war mehr als nur der blasse und mürrische Zauberer von Hogwarts. Für seine unzähligen Kino-, Fernseh- und Theaterrollen (u.a. "Robin Hood - König der Diebe" oder "Stirb langsam") verkörperte er oft den Bösewicht. Mit seinen bösen Charakteren hatte Alan Rickman im echten Leben allerdings nichts gemeinsam. Auch er wurde wie Bowie nur 69 Jahre alt.

Wolfgang Rademann (24. November 1934 – 31. Januar 2016)

Wolfgang Rademann

Er war wohl einer der bekanntesten Produzenten im deutschen Fernsehland. Das "Traumschiff" oder die "Schwarzwaldklinik" sind nur zwei seiner Meisterwerke, die in Deutschland bereits Kultstatus erreicht haben. Was er erschuf, wurde geliebt und prompt zum Quotenschlager. Wolfang Rademann wurde 81 Jahre alt. Und in diesen 81 Jahren hat er der Fernsehlandschaft viel gegeben. Geschichten auf See und in fremden Ländern, Geschichten aus dem Krankenhaus, aber auch Komödien, die die Menschen in deutschen Wohnzimmern zum Lachen brachten. Viele Deutsche sind mit seinen Serien aufgewachsen und werden den Meister vermissen.

Roger Willemsen (15. August 1955 – 7. Februar 2016)

Roger Willemsen

Roger Willemsen war einer der bekanntesten zeitgenössischen Publizisten in Deutschland. Er war ein Buchautor und Journalist, der vor Intellekt nur so strotzte. Leider wurde er nur 60 Jahre alt, er starb an Krebs. Von der Erkrankung erfuhr Willemsen im Sommer 2015. Seitdem wurde es bereits stiller um ihn. Vertreter aus Kultur und Politik schätzen ihn vor allem für seine Weisheit. Grünen-Chefin Simone Peter äußerte sich auf Twitter mit folgenden Worten zu seinem Tod: "Wir trauern um einen wunderbaren Menschen, um einen wichtigen Intellektuellen, Autor und Moderator".

Umberto Eco (5. Januar 1932 – 19. Februar 2016)

Umberto Eco

Mit 84 Jahren hieß es 2016 auch für den "Der Name der Rose"-Autor Umberto Eco, der Welt auf Wiedersehen zu sagen. Der italienische Autor wurde für seine Bücher gefeiert - und das zurecht. "Der Name der Rose" machte ihn über Nacht zum Star. Er gilt als einer der großen Autoren der zeitgenössischen Weltliteratur. Doch Umberto Eco war mehr als nur ein Autor: Er war zwar vor allem als solcher bekannt, doch der Italiener machte sich auch als Philosoph und Sprachwissenschaftler einen Namen. Eine Woche nach seinem Tod erschien sein letztes Buch und wurde wie zu erwarten zum Verkaufsschlager.

Peter Lustig (27. Oktober 1937 – 23. Februar 2016)

Peter Lustig

Mit ihm verlor Deutschland eine seiner TV-Legenden. Er prägte eine ganze Generation, die den langen, schlanken Mann in seiner charakteristischen Latzhose im Fernsehen verfolgten: Er war Moderator der Wissenssendung "Löwenzahn". In den 80er-Jahren saßen die Kinder reihenweise vor den Fernsehern, um spannende Dinge von Peter Lustig zu lernen. Sei es wie man einem Igel den perfekten Unterschlupf für den Winter bauen oder welche wilden Pilze man essen darf, die man im Wald findet. Peter Lustig wusste darauf stets die Antwort.

Guido Westerwelle (27. Dezember 1961 – 18. März 2016)

Guido Westerwelle

Mehr als 30 Jahre war Guido Westwelle ein präsentes Gesicht in der Politik: Zehn Jahre davon war er FDP-Vorsitzender und vier Jahre lang Außenminister. Westerwelle gehörte zu den wichtigsten Personen der deutschen Politik. Im Juni 2014 war bei Westerwelle - ein halbes Jahr nach seinem Ausscheiden aus dem Auswärtigen Amt - eine besonders schlimme Form von Blutkrebs diagnostiziert worden. Am 18. März starb Westerwelle an Leukämie. Er wurde nur 54 Jahre alt.

Lothar Spät (16. November 1937 - 18. März 2016)

Lothar Späth

Mit Lothar Spät verstarb ein Politiker, der vor allem wegen seiner wirtschaftlichen Fähigkeiten bewundert wurde. Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident brachte sein Bundesland von 1978 bis 1991 auf Erfolgskurs. Von Kollegen wurde der CDU-Politiker "Cleverle" genannt. Es gab allerdings auch Schattenseiten seiner Tätigkeit. 1991 musste er nach einer Korruptionsaffäre zurücktreten. Eine Vielzahl an Reisen sollen ihm von Firmen bezahlt worden sein.  Im Alter von 78 Jahren verstarb Späth, nachdem er zuletzt in einem Pflegeheim gewohnt hatte.

Roger Cicero (6. Juli 1970 – 24. März 2016)

Roger Cicero

Sein Tod zählt bislang wohl zu denen, mit dem die Menschen am wenigsten rechneten - er schockte die Nation. Mit nur 45 Jahren starb Roger Cicero an einem Hirninfarkt. Cicero war ein begnadeter Jazz-Sänger und liebte es, sein Publikum zu unterhalten. Cicero hatte für Deutschland 2007 beim Eurovision Song Contest (ESC) gesungen und mit „Frauen regier'n die Welt“ den 19. Platz belegt. Cicero wird von seinen Fans "Mister Swing" genannt - und so wird er ihnen auch in Erinnerung bleiben.

Hans-Dietrich Genscher (21. März 1927 - 31. März 2016)

Hans-Dietrich Genscher

"Europa ist unsere Zukunft, sonst haben wir keine." Was Hans-Dietrich Genscher einmal gesagt hat, ist gerade heute von großer Bedeutung. Als früherer Außenminister war er fast ununterbrochen 18 Jahre lang im Amt. An der deutschen Wiedervereinigung war Genscher maßgeblich beteiligt, indem er den Zwei-plus-Vier-Vertrag aushandelte. Er gehörte zu den beliebtesten Politiker Deutschlands und machte sich bis zu seinem Tod für die Einheit Europas stark. Der ehemalige FDP-Chef verstarb im Alter von 89 Jahren an Herzversagen.

Prince (7. Juni 1958 – 21. April 2016)

Prince

Nach David Bowie verließ eine weitere Musiklegende die Welt. Prince war mit seiner innovativen und virtuosen Musik in den 80er Jahren zum Weltstar geworden. Er wurde am 21. April tot in dem Aufzug seines Studio entdeckt. Lange wurde über die Todesursache der Poplegende gerätselt. Dann irgendwann die traurige Gewissheit: Prince starb an einer Überdosis. Er wurde nur 57 Jahre alt.

Erika Berger (13. August 1939 - 15. Mai 2016)

Erika Berger

"Eine Chance für die Liebe" wollte Erika Berger ihren Zuschauern und Zuhörern in der gleichnamigen Sendung geben. Berger griff in ihrer Sendung zum Hörer und beriet die Anrufer in Fragen über die Partnerschaft oder auch Sexualität. Damit sorgte sie für Aufsehen - schließlich glich das 1987 einem Tabubruch. Auch zuletzt war Berger als Expertin in der Sendung "Flirten, Daten, Lieben" aktiv. Im Alter von 76 Jahren verstarb sie in ihrer Kölner Wohnung. 

Muhammad Ali (17. Januar 1942 – 3. Juni 2016)

Muhammad Ali

Seit über 30 Jahren litt die Box-Legende an der Parkinson-Krankheit. Jetzt ist der größte Boxer aller Zeiten tot. Auch Menschen, die sonst recht wenig mit Sport am Hut haben, ist Muhammad Ali ein Begriff. Ali war für seine selbstsichere, manchmal eingebildet wirkende Art bekannt und seine Erfolge machten ihn weltweit berühmt. Er war aber auch ein Mann, der sich über den Sport hinaus eine Stimme verschaffte: Er äußerte sich gegen Rassismus und prangerte den Vietnam-Krieg an.

Götz George (23. Juli 1938 – 19. Juni 2016)

Götz George

Der „Tatort“-Kommissar Schimanski war seine Paraderolle und wird auf alle Zeiten in den Köpfen seiner Fans bleiben, wenn der Name Götz Georgefällt. In 32 Jahren verkörperte er diese Rolle 48 Mal im Fernsehen und schaffte es mit Schimanski sogar bis auf die Kinoleinwand. George hat stets wenig Trubel um sein Privatleben gemacht und wollte immer lieber über die Schauspielerei reden. Auch die Nachricht über seinen Tod wurde erst mit siebentägiger Verzögerung an die Öffentlichkeit gegeben.

Bud Spencer (31. Oktober 1929 – 27. Juni 2016)

Bud Spencer

Für viele galt er als unschlagbare Kultfigur. Für andere war er ein Kindheitsheld. Eins ist sicher: Bud Spencer ist eine Filmlegende. Im Alter von 86 Jahren starb der Schauspieler. Filme wie "Vier Fäuste für ein Halleluja" formten ihn zu der Kultfigur, die er auch nach seinem Tod noch ist.

mpa/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weihnachtspulli-Trend kommt nach Deutschland

Elegant und festlich sind sie nicht, trotzdem tragen auch in Deutschland immer mehr Menschen Weihnachtspullover. In den USA ist der "Ugly Christmas Sweater" Kult - sogar …
Weihnachtspulli-Trend kommt nach Deutschland

Bob Dylan bedankt sich für seinen Nobelpreis

Los Angeles - Musikikone Bob Dylan wird seinen Literaturnobelpreis am Samstag nicht persönlich entgegennehmen, aber er hat zumindest vor, sich zu bedanken.
Bob Dylan bedankt sich für seinen Nobelpreis

Ina Müller präsentiert ihre Lieblingshits im Radio

Köln - Die Sängerin und Fernsehmoderatorin Ina Müller (51) setzt sich für den Radiosender WDR 4 hinter das Mikrofon.
Ina Müller präsentiert ihre Lieblingshits im Radio

Sarah Lombardi nackt im „Playboy“?

München - Räkelt sich Sarah Lombardi bald nackt im Playboy? Offenbar liegt der 24-Jährigen wenige Wochen nach der Trennung von Pietro ein Angebot vom Männermagazin vor.
Sarah Lombardi nackt im „Playboy“?

Kommentare