Lola ruft

- Es geht um die "deutschen Oscars" und um viel Geld: Am kommenden Freitag wird in Berlin der 54. Deutsche Filmpreis, die mit drei Millionen Euro höchstdotierte nationale Kulturauszeichnung, verliehen. Zu den Favoriten beim Rennen um die Lola gehören der Berlinale-Gewinner "Gegen die Wand" von Fatih Akin und "Das Wunder von Bern" von Sönke Wortmann.

<P>So spektakulär wie 2003, als Wolfgang Beckers "Good Bye, Lenin!" gleich neun Lolas abräumte, wird es diesmal im Tempodrom wohl nicht zugehen. Das türkisch-deutsche Liebesdrama "Gegen die Wand" ist viermal nominiert, auch die Hauptdarsteller Birol Ünel und Sibel Kekilli dürfen sich Hoffnungen machen. </P><P>Passend zur Fußball-EM dürfte auch "Das Wunder von Bern" über den deutschen Sieg bei der WM 1954 viel Aufmerksamkeit bekommen. Außer Wortmanns Film gehen "Herr Lehmann" von Leander Haußmann und "Wolfsburg" von Christian Petzold in drei Kategorien an den Start. Zu den sechs Kandidaten für den besten Film gehören Produktionen wie "Kroko" (Sylke Enders) und "Muxmäuschenstill" (Marcus Mittermeier). </P><P>In der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" konkurrieren neben Kekilli auch Nina Hoss ("Wolfsburg") und Johanna Wokalek ("Hierankl"). Ünel tritt in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" gegen Josef Bierbichler ("Hierankl") und Horst Krause ("Schultze gets the Blues") an.</P><P><BR>Ein Gewinner aus der alten Garde steht schon fest: Mario Adorf wird für herausragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet. Ein Ehrenpreis geht an "Lost in Translation" von Sofia Coppola als bester ausländischer Film. Moderiert wird die Gala von Schauspielerin Jessica Schwarz und "Mr. Tagesthemen" Ulrich Wickert. Dieses Jahr wählt zum letzten Mal eine zwölfköpfige Jury die Preise aus, 2005 soll dies wie bei den Oscars eine Akademie übernehmen.<BR></P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Sully“: Ein wahrer Held

München - Clint Eastwoods „Sully“ dreht sich um die weniger bekannten Nachwehen des Flugdramas auf dem Hudson River.
„Sully“: Ein wahrer Held

„Underworld: Blood Wars“: Achtung Ballerqueen

München - Kate Beckinsale metzelt sich als Selene in der Fortsetzung der Underworld-Reihe wieder einmal den Weg frei.
„Underworld: Blood Wars“: Achtung Ballerqueen

„Das Morgan Projekt“: Papa kann’s besser

München - Luke Scott, der Sohn des berühmten Ridley Scott, durfte ein Androiden-Drama drehen. Spoiler: Es gibt nur Totgehaue und Verfolgungsjagden.
„Das Morgan Projekt“: Papa kann’s besser

„Die Hände meiner Mutter“: Versehrte Welt

München - In „Die Hände meiner Mutter“ nimmt sich Florian Eichinger feinfühlig des Themas Missbrauch durch Frauen an.
„Die Hände meiner Mutter“: Versehrte Welt

Kommentare