"Die Lügen der Sieger": Politthriller mit Florian David Fitz

Christoph Hochhäusler inszeniert mit „Die Lügen der Sieger“ einen Politthriller über die Macht und Manipulation der Medien. Im Interview erklärt Hauptdarsteller Florian David Fitz seine Rolle.

Der moralischen Ansprüchen verpflichtete Journalist als Einzelkämpfer gegen Intrige und Korruption – Christoph Hochhäuslers Politthriller „Die Lügen der Sieger“ ist ganz klassisch aufgebaut. Oft erinnert er bewusst an große Vorbilder aus den Siebzigern, an „Z“ von Costa-Gavras, an „Die drei Tage des Condors“ von Sydney Pollack oder natürlich an „Die Unbestechlichen“ von Alan J. Pakula, den Journalistenfilm schlechthin.

Im Zentrum steht Fabian Groys (großartig: Florian David Fitz), Reporter beim Berliner Politikmagazin „Die Woche“. Anfangs mäandert seine Aufmerksamkeit – und die Kamera – zwar zerfahren hin und her zwischen einer nicht brennend interessanten Story über ehemalige Bundeswehr-Soldaten und einem Giftmüllskandal, an dem vorerst die Volontärin (Lilith Stangenberg) arbeitet. Bis Groys erkennt, dass die Giftmüll-Sache spannender ist als seine Recherchen, und er der unerfahrenen Kollegin das Thema entreißt. Dass die beiden nach diesem Vertrauensbruch eine Beziehung miteinander eingehen können, ist nur eine der zahlreichen Ungereimtheiten. Über eingefahrenes Fernsehspielniveau ragt „Die Lügen der Sieger“ dennoch hinaus dank der großartigen Musik und der brillanten, immer in Bewegung gehaltenen Kamera.

von Ulrike Frick

„Die Lügen der Sieger“

mit Florian David Fitz

Regie: Christoph Hochhäusler

Laufzeit: 112 Minuten

Rubriklistenbild: © Heimatfilm GmbH & Co.KG/NFP/dpa

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