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Neil Patrick Harris hatte ein kleines Kleidungsproblem.

Der Ticker zum Nachlesen

Oscars 2015: Das sind alle Gewinner

Los Angeles - Die Oscars 2015 wurden am Sonntagabend in Hollywood verliehen. Hier finden Sie alle Gewinner, Preisträger und Sieger. Der Ticker zum Nachlesen.

Bilder: Die Highlights der Oscar-Nacht

Update vom 22. Februar 2016: Auch heuer gibt es etliche Favoriten für die Oscars in den insgesamt 24 Kategorien. Im Fokus steht natürlich die Frage, ob Leonardo di Caprio schon wieder leer ausgeht. Daneben gibt es aber noch 23 andere Kategorien. Wir haben alle Nominierungen für die Oscars 2016 zusammengefasst. Falls Sie live mitfiebern wollen, wie Leo heuer abschneidet: Wie haben auch zusammengefasst, wie Sie die Oscars 2016 live im TV und im Live-Stream sehen können.

Oscars 2015: Alle Gewinner

Für alle, die sich schnell im Überblick informieren wollen: Das sind alle Gewinner und preisgekrönten Filme der Oscars 2015.

Kategorie

Preisträger

Bester Film

„Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ (Regie: Alejandro González Iñárritu)

Regie

Alejandro G. Iñárritu („Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“)

Hauptdarsteller

Eddie Redmayne („Die Entdeckung der Unendlichkeit“)

Hauptdarstellerin

Julianne Moore („Still Alice - Mein Leben ohne Gestern“)

Nebendarstellerin

Patricia Arquette („Boyhood“)

Nebendarsteller

J.K. Simmons („Whiplash“)

Nicht-englischsprachiger Film

„Ida“ (Polen, Regie: Pawel Pawlikowski)

Kamera

„Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“

Original-Drehbuch

„Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“

Adaptiertes Drehbuch

„The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“

Schnitt

„Whiplash“

Filmmusik

Alexandre Desplat („Grand Budapest Hotel“)

Filmsong

Glory“ („Selma“)

Produktionsdesign

„Grand Budapest Hotel“

Tonschnitt

„American Sniper“

Tonmischung

„Whiplash“

Spezialeffekte

„Interstellar“

Animationsfilm

„Baymax - Riesiges Robowabohu“

Animations-Kurzfilm

„Feast“

Dokumentarfilm

„Citizenfour“

Dokumentar-Kurzfilm

„Crisis Hotline: Veterans Press 1“

Make-up/Frisur

„Grand Budapest Hotel“

Kostümdesign

„Grand Budapest Hotel“

Kurzfilm

„The Phone Call“

Update vom 25. März 2015: Während sich die Schauspieler über ihre bereits verliehenen Oscars freuen können, warten die Musiker aus Deutschland und der ganzen Welt auf den Echo 2015. Denn wer den Oscar der Musikbranche mit nach Hause nehmen darf, dass erfährt man bei uns im Live-Ticker zum Echo 2015.

+++ 6.10 Uhr: Und damit verabschieden wir uns für dieses Jahr von den Oscars. Oder um es mit NPH in Anspielung auf den mexikanischen Abräumer des Abends zu sagen: "Buenos Noches!" 

Regisseur Alejandro González Iñárritu und sein Film "Birdman" war der große Gewinner des Oscar-Abends 2015.

+++ 6.04 Uhr: Und der Oscar für die wichtigste der Hauptkategorien, den besten Film des Jahres, geht an - Trommelwirbel!!! - ebenfalls "Birdman"! Alejandro González Iñárritu gestand, die Unterhosen seines Hauptdarstellers Michael Keaton als Glücksbringer zu tragen - hat offensichtlich geholfen.

Die Auszeichnungen für "Birdman" gehen in Ordnung, Erstaunlich und nicht ganz fair scheint nur, dass innerhalb von 12 Jahren gedrehte Coming-of-Age-Drama "Boyhood" von Richard Linklater bis auf den Oscar für Patricia Arquette leer ausging. Auch "The Imitation Game" hat mit acht Nominierungen zahlenmäßig enttäuscht. 

Freute sich am allerschönsten: Julianne Moore wurde als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

+++ 6.03 Uhr: Ein Mentalismus-Zaubertrick von Neil Patrick Harris kommt zur Auflösung: Er hat verschiedene Ereignisse des Abends vorhergesagt. Überraschen oder belustigen kann er damit aber auch niemanden. Man muss es leider sagen: "Barney Stinson" war die größte Enttäuschung des Abends.
+++ 5.55 Uhr: Bei den weiblichen Hauptrollen gab es nur eine wirkliche Favoritin: Julianne Moore als Alzheimer-Kranke in "Still Alice". Viermal war sie bereits nominiert, endlich hat es mit dem Oscar für sie geklappt. Mit zitternder Stimme und den Tränen nahe, nahm sie die verdiente Auszeichnung entgegen.

+++ 5.51 Uhr: Schauspieler, die behinderte Menschen darstellen, sind regelmäßig auf der Liste der Oscar-Nominierten zu finden. Eddie Redmayne, der in "Die Entdeckung der Unendlichkeit (The Theory of Everything)" den ALS-kranken Astro-Physiker Stephen Hawking verkörperte, stand auch auf dieser Liste. Jetzt steht er auf der Liste der Oscar-Gewinner in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller". 

Oscars 2015: Wieder eine Trophäe für Birdman

+++ 5.42 Uhr: Und noch mal Birdman: Regisseur Alejandro González Iñárritu darf einen Oscar auf seinen Kaminsims stellen.

+++ 5.34 Uhr: "The Imitation Game" über das britische Mathe-Genie Alan Turing, das im Zweiten Weltkrieg den deutschen Enigma-Code knackte, bekommt den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch. Ergreifend: Autor Graham Moore erzählt, er habe sich mit 16 das Leben nehmen wollen, weil er sich seltsam, anders und als Außenseiter fühlte. "Und jetzt stehe ich hier. Meine Nachricht an alle da draußen, die ebenso fühlen: Bleibt hier! Bleibt seltsam! Bleibt anders!", rief er. Tosender Applaus der "seltsamen" Hollywood-Elite.

+++ 5.31 Uhr: Wie gesagt: Ein Oscar für die Kamera reicht für Birdman nicht. Das (Orginal-)Drehbuch wird ebenso vergoldet.

+++ 5.23 Uhr: Und noch einen Oscar kann das "Grand Budapest Hotel" auf seine Liste setzen: Den für die beste Filmmusik.

Schön wie ein Schwan: Lady Gaga.

+++ 5.15 Uhr: Endlich der lang erwartete Auftritt von Lady Gaga. Nein, sie trägt kein Kleid aus rohen Fleischstücken, kommt auch nicht im goldenen Rollstuhl auf die Bühne gerollt. Sie trägt ein für ihre Verhältnisse obszön schlichtes weißes Abendkleid (passend zu den Haaren) und singt - das ist die eigentliche Überraschung - Lieder aus dem legendären Julie-Andrews-Musical "The Sound of Music". So hat man die Gaga tatsächlich noch nie gehört - und sie macht ihre Sache erstaunlich gut. So gut, das es das Auditorium im Dolby Theatre von den Sitzen reißt. Standing Ovations!
Und dann kommt auch noch Julie Andrews höchstpersönlich auf die Bühne und umarmt die Gaga. Quasi der Ritterschlag für die Sängerin. Die ist angemessen überwältigt.

Oscar 2015: Idina Menzels Rache an John Travolta

+++ 5.05 Uhr: Idina Menzel bekommt endlich Gelegenheit, sich an John Travolta zu rächen: Der Schauspieler hatte die "Let it Go"-Sängerin wegen eines vermeintlichen "Blackouts" im vergangenen Jahr mit einem völlig verrückten Fantasienamen angekündigt. Jetzt machte sie das gleiche mit ihm. Doch die beiden verstehen sich prächtig und können mittlerweile über die Panne lachen. Das Publikum lacht mit und endlich zündet mal ein Witz von dem schockierend langweiligen Neil Patrick Harris: "Benedict Cumberbatch ist das, was herauskommt, wenn man John Travolta bittet, den Namen von Ben Affleck auszusprechen."

+++ 5.00 Uhr: Tosender Applaus für das Lied "Glory" aus dem Martin-Luther-King-Film "Selma". Der Song mischt Rap mit Gospel und bekommt nur wenige Minuten nach seiner Aufführung den Oscar für das beste Filmsong.

+++ 4.50 Uhr: Ein hochpolitisches Signal und die richtige Entscheidung, auch wenn es schade für Wim Wenders ist: Citizenfourüber den US-Whistleblower Edward Snowden bekommt den Oscar für den besten Dokumentarfilm.

+++ 4.43 Uhr: Bester Schnitt: Whiplash. Verdient. Der Psycho-Terror im Probenraum ist nicht zuletzt dank des Mannes mit der digitalen Schere so dermaßen nervenaufreibend. 

+++ 4.37 Uhr: Wie in jeder Oscar-Verleihung wird auch 2015 der Film-Schaffenden gedacht, die im vergangenen Jahr von uns gegangen sind. Dabei sind unter anderem James Garner, Anita Ekberg, Rod Taylor, Lauren Bacall, Richard Attenborough, Bob Hoskins und Robin Williams. Wer jetzt noch nicht den Tränen nahe ist, dem gibt Jennifer Hudsons Power-Ballade den letzten Rest. 

Oscars 2015: Beste Kamera für "Birdman"

+++ 4.26 Uhr: Der erste von wahrscheinlich mehreren Oscars des Abends für den Film "Birdman" wird in der Kategorie Beste Kamera vergeben.

+++ 4.22 Uhr: Auch das war zu erwarten: Bestes Szenenbild: "Grand Budapest Hotel". Was die Ausstattung angeht, bringt das wirre Hirn von Wes Anderson stets Großartiges hervor.

+++ 4.11 Uhr: Nebenbei haben wir erfahren, dass Action-Muskelpaket Dwayne "The Rock" Johnson beim "König der Löwen" geweint hat. Da war er 20 Jahre alt. Sagt er.

+++ 4.10 Uhr: Tut er auch.

+++ 4.09 Uhr: Der Oscar für den b esten Animationsfilm müsste an Baymax gehen.

+++ 4.07 Uhr: Bester animierter Kurzfilm wird Feast.

+++ 4.04 Uhr: Die Spezialeffekte von Interstellar haben dem Science Fiction-Epos von Christopher Nolan einen Goldjungen eingebracht. Die konkurrierenden Comic-Verfilmungen gingen damit leer aus. Ob es daran lag, dass sie nicht auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierten? Eher nicht.
+++ 4.01 Uhr: Rita Ora singt "Grateful" aus Beyond the Lights. Die Frau hat keine schlechte Stimme, aber sollte das Lied den Oscar bekommen, dann nur, weil die Komponistin Diane Warren ihn schon seit Ewigkeiten verdient hat.

Oscars 2015: Ein Oscar für Patricia Arquette

+++ 3.54 Uhr: Patricia Arquette ("Boyhood") wird beste Nebendarstellerin. Viele haben das nicht anders erwartet. Ihre Dankesrede wird politischer als es den Veranstaltern lieb sein kann: Sie plädiert leidenschaftlich für gerechte Löhne und Steuern sowie Gleichberechtigung. Die leer ausgegangene Meryl Streep nimmt's nicht nur locker, sie springt sogar auf und jubelt ihrer Kollegin begeistert zu. Souverän, die Frau, in allem, was sie tut.

+++ 3.46 Uhr: Der Oscar für besten Ton geht an Whiplash - das geht in Ordnung für einen Film über einen angehenden Musiker -, der für besten Tonschnitt an American Sniper.

Oscars 2015: Neil Patrick Harris "Kleidungspanne" 

Neil Patrick Harris hatte ein kleines Kleidungsproblem.

+++ 3.43 Uhr: NPH hat sich beim Umziehen aus seiner Garderobe ausgesperrt und kommt nur in Unterhose und Socken auf die Oscar-Bühne. Er kann es sich leisten: Ein Sixpack wie seines kommt nicht von Chips wie denen, die Sie daheim wahrscheinlich gerade futtern. Von dem in Hollywood so beliebten "spray tan", dem aufgesprühten Teint hält Harris aber offensichtlich nichts. Er ist so blass wie bisher seine Moderation.
+++ 3.40 Uhr: Tim McGraw singt "I'm Not Gonna Miss You" aus "Glen Campbell: I'll Be Me". Eine zu Herzen gehende Country-Ballade, die umso mehr berührt, als Campbell sie selbst nicht mehr aufnehmen konnte. Der Musiker ist an Alzheimer erkrankt.

+++ 3:35 Uhr: Der Oscar für den besten Dokumentarfilm geht an Crisis Hotline: Veterans Press 1. Der sonst so stilsichere NPH springt mit Anlauf ins Fettnäpfchen, als er das Kleid der Gewinnerin lobt. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn die ihre Auszeichnung nicht ihrem Sohn gewidmet hätte, der, wie sie bei ihrer Dankesrede erzählt, Selbstmord begangen hatte.
Bester Kurzfilm wird "The Phone Call".
+++ 3.30 Uhr: Tegan & Sara singen den Oscar-nominierten Song "Everything is Awesome" aus dem "Lego"-Film. Laut, bunt, nervig. Alles andere als "awesome".

Oscars 2015: Bester nicht-englischsprachiger Film geht nach Polen

+++ 3.10 Uhr: Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film geht an die polnische Produktion „Ida“ - es ist der erste Oscar für Polen. Die in Schwarz-Weiß erzählte Geschichte einer im Waisenhaus aufgewachsenen jungen polnischen Nonne, die kurz vor ihrer endgültigen Entscheidung für das Leben im Kloster erfährt, dass sie eigentlich Jüdin ist, hatte in den USA sehr positive Kritiken erhalten. In Polen dagegen gab es aus dem konservativen Lager Schelte.

Kritisieren kann man auch Nicole Kidman, die den Preis verkündet. Ihr Gesicht ist zur Maske kaputtgebotoxt.

+++ 3.00 Uhr: Und noch mal "Grand Budapest Hotel": Der skurrile Streifen von Wes Anderson wird für das beste Make-Up und beste Frisuren ausgezeichnet, liest Reese Witherspoon vor. Insgesamt ist der Streifen sieben Mal nominiert, unter anderem auch für die beste Regie und den besten Film. Wird er am Ende mit Neben-Oscars abgespeist?

+++ 2.58 Uhr: Jennifer Lopez und Chris Pine verkünden: Das Kostümdesign des Films Grand Budapest Hotel hat die Oscar-Jury am meisten überzeugt.

+++ 2.55 Uhr: NPH erzählt, das alle Nominierten ein "Gift bag" im Wert von 160.000 Dollar bekommen. Wer also heute Abend leer ausgeht, kann sich wenigstens mit zwei Luxus-Reisen, Schmuck und anderen Annehmlichkeiten trösten.
+++ 2.50 Uhr: Adam Levine ("Maroon 5") singt das erste von fünf Oscar-nominierten Liedern: "Lost Stars" aus "Can a Song Save Your Life?" Ein zweites "Let it Go" ist das Lied keinesfalls.

Bild- und Tonausfall bei den Oscars 2015

+++ 2.47 Uhr: Puh, nach sechs Minuten sind wir wieder on air. Und wir haben den ersten Oscar des Abends verpasst! J. K. Simmons hat ihn in der Kategorie "beste männliche Hauptrolle" für seine Darstellung eines sadistischen Musik-Professors in "Whiplash" bekommen. Keine große Überraschung: Er galt als Favorit.
+++ 2.40 Uhr: Bild- und Tonausfall! Der Auftritt von NPH hat wohl selbst den Techniker umgehauen...
+++ 2.32 Uhr: Der "How I Met Your Mother"-Star zieht alle Register: Er singt, tanzt und zaubert, während hinter ihm Projektionen durch die Geschichte des Films führen. Es ist eine Revue-Nummer im Musical-Stil, tatkräftige Unterstützung bekommt er von der ebenfalls multi-talentierten Anna Kendrick und Musiker/Schauspieler Jack Black. Die Seitenhiebe auf Hollywood sind eher spärlich gesät, Harris will begeistern und nicht verschrecken. Das ändert sich hoffentlich noch im Laufe des Abends.
+++ 2.30 Uhr: Und jetzt geht es wirklich los. Die Stars haben Platz genommen, das Licht geht aus - und Neil Patrick Harris brilliert, wie nicht anders zu erwarten in der Eröffnungsnummer.

Oscars 2015 Die Stars auf dem Roten Teppich

Neil Patrick Harris (rechts) und sein Mann David Burtka sind bereit für die Oscars.

+++ 1.48 Uhr: Wie oft Benedict Cumberbatch heute Abend wohl die Frage hören wird "Könnten Sie bitte meinen Champagner nachfüllen?" Ein weißer Smoking ist aber auch wirklich eine riskante Outfit-Wahl bei so einem Event.
+++ 1.40 Uhr: Gätjen und Carpendale tauschen sich über Pinkelpausen und ungewaschene Hände aus. Hollywood-Glamour ist ja auch irgendwie langweilig...
+++ 1.30 Uhr: Die Liste der Stars ist beeindruckend - und quasi deckungsgleich mit der Liste der Stars, die Steven Gätjen komplett ignorieren.  
+++ 1.07 Uhr: "Wahnsinn, was hier los ist!" Nach so vielen Jahren Oscar-"Berichterstattung" sollte man annehmen, dass "Experte" Steven Gätjen langsam weiß, wie es am Roten Teppich zugeht.
+++ 1.00 Uhr: Wim Wenders ist mit "Das Salz der Erde" für einen Dokumentarfilm-Oscar nominiert, seine dritte Nominierung insgesamt. Als Sieger sieht er sich nicht, sagt er ganz bescheiden, doch es "wird mit jedem Mal spannender". Deutschland drückt ihm auf jeden Fall die Daumen!
+++ 0.42 Uhr: Erste Pro-Sieben-Peinlichkeit des Abends - neben den Moderatoren Annemarie Carpendale (geborene Warnkross) und Steven Gätjen: Das an ALS erkrankte Astrophysik-Genie Stephen Hawking [über das es in "Die Entdeckung der Unendlichkeit (The Theory of Everything)" geht, einem der Anwärter auf den Oscar für den besten Film] ist "an den Rollstuhl gefesselt". Kann den armen Mann bitte einer losbinden?
+++ 0.40 Uhr: ES GEHT LOOOOOOS!
+++ 0.30 Uhr: Der Moderator des Abends, Neil Patrick Harris, ist angekommen. 
+++ 0.18 Uhr: Gespanntes Warten vor dem Roten Teppich.
+++ 0.10 Uhr: Die Frage, was die Stars tragen, ist ja fast genauso wichtig wie die, wer mit dem kleinen goldenen Mann nach Hause geht. Wer wissen möchte, in welche fantastischen Roben sich die einzelnen Oscar-Gewinnerinnen der letzten 86 Jahre in der Kategorie "Beste weibliche Hauptrolle" hüllten, kann sich mit dieser Grafik einen hervorragenden Überblick verschaffen.
+++ 23.58 Uhr: Petrus ist offensichtlich kein großer Cineast: Es regnet in Los Angeles.
+++ 23.30 Uhr: Willkommen beim Live-Ticker zur 87. Oscar-Verleihung, liebe Filmfreunde!  Derzeit werden noch die letzten Flusen auf dem Roten Teppich vor dem Dolby Theatre in Los Angeles weggewischt, Julianne Moore, Meryl Streep und ihre Kolleginnen kontrollieren ein letztes Mal ihr Make-up, während Benedict Cumberbatch, Eddie Redmayne und die anderen männlichen Hollywood-Stars prüfen, ob die Fliege beziehungsweise die Krawatte richtig sitzt. Um 0.40 wird es dann ernst, bis dahin gibt es hier ein paar kleine Meldungen zur Einstimmung.

Für die meisten Kinofans ist der Oscar der wichtigste Filmpreis der Welt. In jedem Fall ist es die Preisverleihung mit der größten Dichte an Stars. Wer in Hollywood Rang und Namen hat, gibt sich hier die Ehre.

Erstmalig moderiert Schauspieler Neil Patrick Harris die Oscar-Verleihung. Den kennt man zwar auch etwa aus dem Thriller "Gone Girl", den meisten dürfte er aber eher durch die Rolle des Barney Stinson in der TV-Comedy-Serie "How I Met Your Mother" ein Begriff sein. Auch der Auftritt von Sängerin Lady Gaga bei den Oscars 2015 wird mit Spannung erwartet. Sie soll einen "besonderen Tribut" darbieten. Worum es sich dabei handelt, verraten die Veranstalter im Vorfeld aber nicht.

Alle Infos zu den Oscars 2015 haben wir bereits zusammengestellt

Oscars 2015: Welche Überraschungen gibt es bei der Preisverleihung?

Seit 2002 werden die Oscars im Dolby Theatre verliehen (das bis 2012 noch Kodak Theatre hieß). Vor diesem Veranstaltungs- und Konzertsaal am Hollywood Boulevard (nahe des legendären Walk of Fame) laufen die Stars dann wieder auf dem Roten Teppich auf. Für viele Celebrity-Fans sind die Momente am Roten Teppich deutlich interessanter als die Preisverleihung an sich. Welche Roben tragen Angelina Jolie, Julia Roberts und Sandra Bullock? Pöbelt ein Schauspieler gar die Journalisten an?

Auch die Preisverleihung der Oscars 2015 bringt immer wieder Überraschungen hervor. Diese finden meist abseits der streng durchgeplanten Events statt. Unvergessen bleibt die Oscar-Verleihung 2003, als der linke Polit-Rebell und Dokumentarfilmer Michael Moore nach seinem Oscar für "Bowling for Columbine" den damals geplanten Irak-Krieg der Bush-Regierung aufs Heftigste kritisierte. Moore polterte an die Adresse von Präsident George W. Bush los: "Wir sind gegen diesen Krieg, Mr. Bush. Schämen Sie sich, Mr. Bush. Schämen Sie sich." Da die Veranstalter keine politischen Statements wollen, wird in solchen Momenten immer die Musik voll aufgedreht, um diese zu übertönen. So auch im Fall von Michael Moore. Er konnte gerade noch sagen: "Wenn Sie den Papst und die Dixie Chicks gegen sich haben, dann werden Sie nicht lange im Weißen Haus bleiben." Dann war der Oscar-Preisträger nicht mehr zu verstehen.

Noch spektakulärer war ein aufsehenerregender Vorfall bei der Oscar-Verleihung 1973: Als Schauspiel-Titan Marlon Brando den Oscar für seine Hauptrolle in "Der Pate" erhalten sollte, erschien plötzlich die Schauspielerin und indianische Aktivistin Sacheen Littlefeather in traditioneller Apachen-Kleidung auf der Bühne. Sie verkündete, dass Marlon Brando den Oscar nicht annehmen werde - aus Protest gegen den Umgang mit den Indianern durch die amerikanische Filmindustrie. Den Zuschauern am TV-Gerät und den Künstlern in der Halle klappte die Kinnlade nach unten.

Einer der lustigsten Momente bei einer Oscar-Verleihung trug sich im Jahr 1974 zu: Schauspieler David Niven hatte als Co-Gastgeber der Oscar-Verleihung die Bühne betreten, da rannte hinter ihm plötzlich ein komplett nackter Flitzer über die Bühne. Die britische Comedy-Legende kommentierte den Auftritt genial-sarkastisch: "Das Tragische ist, dass die ganze Welt sein Leben lang darüber lachen wird, dass er zu kurz gekommen ist."

Was ebenfalls zur Oscar-Preisverleihung dazugehört: Tränenerstickte Reden, in denen die Künstler sich für den Oscar bedanken. Als Heulboje bleibt vor allem Halle Berry in Erinnerung, die 2002 den Oscar als beste Hauptdarstellerin für "Monster's Ball" bekam.

Diese Filme wurden in den 24 Oscar-Kategorien für einen Preis nominiert:

Oscars 2015: Bester Film

  • American Sniper – Clint Eastwood, Robert Lorenz, Andrew Lazar, Bradley Cooper, Peter Morgan
  • Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) – Alejandro G. Iñárritu, John Lesher, James W. Skotchdopole
  • Boyhood – Richard Linklater, Cathleen Sutherland
  • Die Entdeckung der Unendlichkeit (The Theory of Everything) – Tim Bevan, Eric Fellner, Lisa Bruce, Anthony McCarten
  • Grand Budapest Hotel – Wes Anderson, Scott Rudin, Steven Rales, Jeremy Dawson
  • The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben – Nora Grossman, Ido Ostrowsky, Teddy Schwarzman
  • Selma – Christian Colson, Oprah Winfrey, Dede Gardner, Jeremy Kleiner
  • Whiplash – Jason Blum, Helen Estabrook, David Lancaster

Oscars 2015: Beste Regie

  • Wes Anderson – Grand Budapest Hotel 
  • Alejandro González Iñárritu – Birdman
  • Richard Linklater – Boyhood
  • Bennett Miller – Foxcatcher
  • Morten Tyldum – The Imitation Game

Oscars 2015: Bester Hauptdarsteller

  • Steve Carell – Foxcatcher
  • Bradley Cooper – American Sniper
  • Benedict Cumberbatch – The Imitation Game
  • Michael Keaton – Birdman
  • Eddie Redmayne – Die Entdeckung der Unendlichkeit (The Theory of Everything)

Oscars 2015: Beste Hauptdarstellerin

  • Marion Cotillard – Zwei Tage, eine Nacht (Deux jours, une nuit)
  • Felicity Jones – Die Entdeckung der Unendlichkeit (The Theory of Everything)
  • Julianne Moore – Still Alice – Mein Leben ohne Gestern
  • Rosamund Pike – Gone Girl – Das perfekte Opfer
  • Reese Witherspoon – Der große Trip – Wild

Oscars 2015: Bester Nebendarsteller

  • Robert Duvall – Der Richter – Recht oder Ehre (The Judge)

  • Ethan Hawke – Boyhood

  • Edward Norton – Birdman

  • Mark Ruffalo – Foxcatcher

  • J. K. Simmons – Whiplash

Oscars 2015: Beste Nebendarstellerin

  • Patricia Arquette – Boyhood
  • Laura Dern – Der große Trip – Wild
  • Keira Knightley – The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben
  • Emma Stone – Birdman
  • Meryl Streep – Into the Woods

Oscars 2015: Bestes Originaldrehbuch

  • Birdman – Alejandro G. Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris, Jr. & Armando Bó
  • Boyhood – Richard Linklater
  • Foxcatcher – E. Max Frye und Dan Futterman
  • Grand Budapest Hotel – Wes Anderson; Story: Wes Anderson & Hugo Guinness
  • Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis – Dan Gilroy

Oscars 2015: Bestes adaptiertes Drehbuch

  • American Sniper – Jason Hall
  • Die Entdeckung der Unendlichkeit (The Theory of Everything) – Anthony McCarten
  • The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben – Graham Moore
  • Inherent Vice – Natürliche Mängel – Paul Thomas Anderson
  • Whiplash – Damien Chazelle

Oscars 2015: Bester Animationsfilm

  • Baymax – Riesiges Robowabohu (Big Hero 6) – Don Hall, Chris Williams, Roy Conli
  • Die Boxtrolls – Anthony Stacchi, Graham Annable, Travis Knight
  • Drachenzähmen leicht gemacht 2 – Dean DeBlois, Bonnie Arnold
  • Die Legende der Prinzessin Kaguya – Isao Takahata, Yoshiaki Nishimura
  • Song of the Sea – Tomm Moore, Paul Young

Oscars 2015: Bester fremdsprachiger Film

  • Ida – Polen (Regie: Paweł Pawlikowski)
  • Leviathan (Левиафан) – Russland (Regie: Andrei Swjaginzew)
  • Tangerines (Mandariinid) – Estland, Georgien (Regie: Zaza Urušadze)
  • Timbuktu – Mauretanien (Regie: Abderrahmane Sissako)
  • Wild Tales – Jeder dreht mal durch! (Relatos salvajes) – Argentinien (Regie: Damián Szifron)

Oscars 2015: Bester animierter Kurzfilm

  • The Bigger Picture – Daisy Jacobs, Christopher Hees
  • The Dam Keeper – Robert Kondo, Dice Tsutsumi
  • Liebe geht durch den Magen (Feast) – Patrick Osborne, Kristina Reed
  • Me and My Moulton – Torill Kove
  • A Single Life – Joris Oprins

Oscars 2015: Bester Kurzfilm

  • Aya – Oded Binnun, Mihal Brezis
  • Boogaloo and Graham – Michael Lennox, Ronan Blaney
  • Butter Lamp (La lampe au beurre de yak) – Hu Wei, Julien Féret
  • Parvaneh – Talkhon Hamzavi, Stefan Eichenberger
  • The Phone Call – Mat Kirkby, James Lucas

Oscars 2015: Bestes Szenenbild

  • Grand Budapest Hotel – Adam Stockhausen, Anna Pinnock
  • The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben – Maria Djurkovic, Tatiana Macdonald
  • Interstellar – Nathan Crowley, Gary Fettis
  • Into the Woods – Dennis Gassner, Anna Pinnock
  • Mr. TurnerMeister des Lichts – Suzie Davies, Charlotte Watts

Oscars 2015: Beste Kamera

  • Birdman – Emmanuel Lubezki
  • Grand Budapest Hotel – Robert Yeoman
  • Ida – Łukasz Żal, Ryszard Lenczewski
  • Mr. Turner – Meister des Lichts (Mr. Turner) – Dick Pope
  • Unbroken – Roger Deakins

Oscars 2015: Bestes Kostümdesign

  • Grand Budapest Hotel – Milena Canonero
  • Inherent Vice – Natürliche Mängel – Mark Bridges
  • Into the Woods – Colleen Atwood
  • Maleficent – Die dunkle Fee – Anna B. Sheppard, Jane Clive
  • Mr. Turner – Meister des Lichts (Mr. Turner) – Jacqueline Durran

Oscars 2015: Bester Dokumentarfilm

  • Citizenfour – Laura Poitras, Mathilde Bonnefoy, Dirk Wilutzky
  • Finding Vivian Maier – John Maloof, Charlie Siskel
  • Last Days in Vietnam – Rory Kennedy, Keven McAlester
  • Das Salz der Erde – Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado, David Rosier
  • Virunga – Orlando von Einsiedel, Joanna Natasegara

Oscars 2015: Bester Dokumentar-Kurzfilm

  • Crisis Hotline: Veterans Press 1 – Ellen Goosenberg Kent, Dana Perry
  • Joanna – Aneta Kopacz
  • Our Curse (Nasza klątwa) – Tomasz Śliwiński, Maciej Ślesicki
  • The Reaper (La Parka) – Gabriel Serra Argüello
  • White Earth – J. Christian Jensen

Oscars 2015: Bester Schnitt

  • American Sniper – Joel Cox, Gary D. Roach
  • Boyhood – Sandra Adair
  • Grand Budapest Hotel – Barney Pilling
  • The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben – William Goldenberg
  • Whiplash – Tom Cross

Oscars 2015: Bestes Make-up und beste Frisuren

  • Foxcatcher – Bill Corso, Dennis Liddiard
  • Grand Budapest Hotel – Frances Hannon, Mark Coulier
  • Guardians of the Galaxy – Elizabeth Yianni-Georgiou, David White

Oscars 2015: Beste Filmmusik

  • Die Entdeckung der Unendlichkeit (The Theory of Everything) – Jóhann Jóhannsson
  • Grand Budapest Hotel – Alexandre Desplat
  • The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben – Alexandre Desplat
  • Interstellar – Hans Zimmer
  • Mr. Turner – Meister des Lichts – Gary Yershon

Oscars 2015: Bester Filmsong

  • "Everything Is Awesome" aus The LEGO Movie – Shawn Patterson
  • "Glory" aus Selma – John Stephens und Lonnie Lynn
  • "Grateful" aus Beyond the Lights – Diane Warren
  • "I'm Not Gonna Miss You" aus Glen Campbell: I'll Be Me – Glen Campbell und Julian Raymond
  • "Lost Stars" aus Can a Song Save Your Life? (Begin Again) – Gregg Alexander und Danielle Brisebois

Oscars 2015: Bester Ton

  • American Sniper – John Reitz, Gregg Rudloff, Walt Martin
  • Birdman – Jon Taylor, Frank A. Montaño, Thomas Varga
  • Interstellar – Gary A. Rizzo, Gregg Landaker, Mark Weingarten
  • Unbroken – Jon Taylor, Frank A. Montaño, David Lee
  • Whiplash – Craig Mann, Ben Wilkins, Thomas Curley

Oscars 2015: Bester Tonschnitt

  • American Sniper – Alan Robert Murray, Bub Asman
  • Birdman – Martín Hernández, Aaron Glascock
  • Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere – Brent Burge, Jason Canovas
  • Interstellar – Richard King
  • Unbroken – Becky Sullivan, Andrew DeCristofaro

Oscars 2015: Beste visuelle Effekte

  • Guardians of the Galaxy – Stephane Ceretti, Nicolas Aithadi, Jonathan Fawkner, Paul Corbould
  • Interstellar – Paul Franklin, Andrew Lockley, Ian Hunter, Scott Fisher
  • Planet der Affen: Revolution – Joe Letteri, Dan Lemmon, Daniel Barrett, Erik Winquist
  • The Return of the First Avenger – Dan DeLeeuw, Russell Earl, Bryan Grill, Dan Sudick
  • X-Men: Zukunft ist Vergangenheit – Richard Stammers, Lou Pecora, Tim Crosbie, Cameron Waldbauer

Die Ehren-Oscars 2015

Einen Ehren-Oscar erhalten 2015 Harry Belafonte (Schauspieler), Maureen O’Hara (Schauspielerin), Jean-Claude Carrière (Drehbuchautor) und Hayao Miyazaki (Regisseur). Sie wurden aber bereits im November ausgezeichnet.

Oscars 2015: Bilder vom Roten Teppich

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