Ein Selfie für die virtuelle Welt: Lena (Emilia Schüle).

Zum Thema "Cybermobbing"

Trailer zum Kinofilm "LenaLove": Virtuelle Welt

München - „LenaLove“ ist Krimi, Familiendrama und Thriller . Der Regisseur Florian Gaag geht das ernste Thema "Cybermobbing" sehr geschickt an.

Vor zehn Jahren sorgte Florian Gaag mit dem Sprayer-Film „Wholetrain“ für Aufsehen. Jetzt legt das Regie-Talent aus München seinen zweiten Spielfilm vor. Wie in „Wholetrain“ taucht Gaag in „LenaLove“ erneut tief in die Szene ein, in der seine Geschichte spielt – die Welt der Sozialen Netzwerke.

Am Gymnasium ist die introvertierte Lena (Emilia Schüle) trotz ihres Aussehens und ihrer Begabungen Außenseiterin. Als sich ihre einzige Freundin Nicole (Kyra Sophie Kahre) einem anderen Mädchen zuwendet, ist Lena komplett isoliert und flüchtet immer öfter in die virtuelle Welt, zu einem unbekannten Chatpartner namens Noah.

Gaag geht das ernste Thema „Cybermobbing“ sehr geschickt an. Er webt aus drei unterschiedlichen Geschichten eine spannende Handlung, die gekonnt zwischen Krimi, Familiendrama und Psychothriller pendelt. Optisch sind Anleihen beim Horrorfilm zu erkennen. Die ungewöhnliche, innovative Kameraarbeit ist auch ein Grund, weshalb „LenaLove“ nicht ins biedere Abarbeiten verschiedener Argumente im Stil des klassischen Problemfilms ausartet. Die Stärke der Produktion liegt in so eleganten wie originellen Genremix, der Cybermobbing ernst nimmt, aber auch darüber hinaus weist. „LenaLove“ wagt einen Blick hinter die Fassaden von virtueller und realer Welt, in der vor lauter Selbstoptimierung kaum noch echte Gefühle zu erkennen sind.

„LenaLove“

mit Emilia Schüle Regie: Florian Gaag Laufzeit: 95 Minuten

Sehenswert

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Homevideo“ mochten.

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